09.11.2018
Monica Ann Sibler
Markus Brod MRICS

Der Mensch im Mittelpunkt der Arbeitswelt

CULTIVATING WORK

Wo Berufliches und Privates zusehends verschwimmen und sich das Spannungsfeld zwischen Mensch und Technik im Zeitalter der Digitalisierung ständig erweitert, wird die Arbeitswelt von Grund auf verändert.

New Work ist in al­ler Mun­de – und da­bei schon lan­ge kein Pri­vi­leg der Start-up-Sze­ne mehr, son­dern Aus­druck ei­nes ge­samt­ge­sell­schaft­li­chen Wan­dels, der al­le Bran­chen er­fasst. Das stellt auch Ent­wick­ler von Bü­ro­im­mo­bi­li­en vor neue Herausforderungen.

Ar­beit als Mit­tel zum Zweck? Das se­hen heu­te im­mer we­ni­ger Men­schen so. An­ge­strebt wird eher die ge­lun­ge­ne Sym­bio­se von Le­ben und Ar­beit. Da­mit dies ge­lingt, muss nicht nur die Ar­beit selbst sinn­stif­tend sein, auch das ge­sam­te Um­feld muss so ge­stal­tet sein, dass es sich den Be­dürf­nis­sen der Ar­beit­neh­mer an­passt und ih­nen al­le Vor­aus­set­zun­gen bie­tet, um ihr Po­ten­zi­al voll ent­fal­ten zu kön­nen. Wer heu­te Bü­ro­im­mo­bi­li­en ent­wi­ckelt, muss um­den­ken. Der Pro­jekt­ent­wick­ler Pecan De­ve­lop­ment hat das er­kannt und ge­stal­tet mit sei­nem Bü­ro­en­sem­ble Ma­ri­en­in­sel im Her­zen des Frank­fur­ter Ban­ken­vier­tels neue, zeit­ge­mä­ße Ar­beits­wel­ten, die auf Wert­schät­zung und Wohl­be­fin­den aus­ge­rich­tet sind. „Ar­beits­zeit ist wert­vol­le Le­bens­zeit, wel­che man in ei­nem in­spi­rie­ren­den Um­feld ver­brin­gen soll­te“, sagt Mar­kus Brod, Ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter der Pecan De­ve­lop­ment GmbH. „Cul­ti­va­ting Work“ hei­ßt der An­satz und soll den künf­ti­gen Nut­zern des Bü­ro­hoch­hau­ses Ma­ri­en­turm so­wie des be­nach­bar­ten Ma­ri­en­fo­rums mit ei­nem ganz­heit­li­chen Ge­stal­tungs- und Nut­zungs­kon­zept ma­xi­ma­le Auf­ent­halts­qua­li­tät er­mög­li­chen. „Wir ha­ben den Mensch und sei­ne Be­dürf­nis­se in den Mit­tel­punkt ge­stellt. Die Nut­zer von solch ex­klu­si­ven Im­mo­bi­li­en ha­ben ho­he An­sprü­che an ih­re Ar­beits­um­ge­bung in Be­zug auf Kom­fort und Äs­the­tik. Das Ar­beits­um­feld muss ih­re Le­bens­rea­li­tät mit ein­be­zie­hen“, weiß Brod.

Im Ma­ri­en­turm ent­ste­hen ne­ben den Bü­ro­flä­chen ein öf­fent­li­ches Lunch-Re­stau­rant, ein Ca­fé, ei­ne Kin­der­ta­ges­stät­te und ein Fit­ness­cen­ter. „Wir woll­ten ei­nen Ort ver­wirk­li­chen, an dem al­les statt­fin­den kann: In­spi­rie­ren­des Ar­bei­ten, wäh­rend die Kin­der ne­ben­an in der Ki­ta spie­len, mit­tags den Ge­schäfts­part­ner zum Lunch tref­fen, ei­nen Kaf­fee mit dem Freund/der Freun­din trin­ken, nach der Ar­beit im Fit­ness­stu­dio trai­nie­ren – die Nut­zer kön­nen auf ein weit­rei­chen­des An­ge­bot zu­rück­grei­fen“, so Brod.

Das In­te­ri­or-Kon­zept des Bü­ro-En­sem­bles wur­de ge­mein­sam mit Pa­tri­cia Ur­quio­la aus Mai­land ent­wi­ckelt, ei­ne der re­nom­mier­tes­ten zeit­ge­nös­si­schen De­si­gne­rin­nen, die da­mit ihr ers­tes Bü­ro­im­mo­bi­li­en­pro­jekt im deutsch­spra­chi­gen Raum aus­stat­te­te. Be­wusst aus­ge­such­te Mö­bel und Ma­te­ria­li­en sol­len in Kom­bi­na­ti­on mit Licht, Far­be, Struk­tu­ren und Tex­tu­ren den Räu­men Ele­ganz verleihen.

Auch das be­nacht­bar­te Ma­ri­en­fo­rum mit dem neu­en öf­fent­li­che Ma­ri­en­platz und sei­ner viel­fäl­ti­gen Gas­tro­no­mie nebst Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten soll zu ei­nem neu­en An­zie­hungs­punkt wer­den und das ge­sam­te Quar­tier be­le­ben. „Wir se­hen uns als Pro­jekt­ent­wick­ler in der Pflicht, das Ge­sicht der Stadt mit­zu­ge­stal­ten und po­si­tiv zu ver­än­dern. Auch das ge­hört zu Cul­ti­va­ting Work“, er­klärt Brod. Das Kon­zept stö­ßt auf Re­so­nanz: Die In­vest­ment­bank Gold­man Sachs hat sich be­reits in ei­nem sehr frü­hen Sta­di­um der Pro­jekt­ent­wick­lung ei­nen gro­ßen Teil der Flä­chen ge­si­chert und auch die Beth­mann Bank hat sich im Zu­ge der Fu­si­on mit ABN AM­RO ent­schie­den, auf die Ma­ri­en­in­sel um­zu­sie­deln. Hans Ha­ne­graf, Vor­stands­vors­sit­zen­der der Beth­mann Bank, er­klärt: „Der Wech­sel in das Ma­ri­en­fo­rum ist Aus­druck der Mo­der­ni­sie­rung und Zu­kunfts­ori­en­tie­rung der Beth­mann Bank. Das Ma­ri­en­fo­rum ist ein re­prä­sen­ta­ti­ver Stand­ort im Her­zen des Frank­fur­ter Ban­ken­vier­tels und stellt auch dank der an­spruchs­vol­len Aus­stat­tung ein in­spi­rie­ren­des Um­feld für mo­der­nes Pri­va­te Ban­king dar.“ Auch die Un­ter­neh­mens­be­ra­tung Si­mon-Ku­cher & Part­ners hat den Ma­ri­en­turm als neu­en Stand­ort ge­wählt, um ih­ren Mit­ar­bei­tern ein ur­ba­nes Um­feld zu bie­ten. „Wir sind si­cher, mit Cul­ti­va­ting Work tref­fen wir ei­nen Nerv. Aus­schlag­ge­bend ist da­bei vor al­lem, dass sich hier zu­kunfts­wei­sen­de Raum­kon­zep­te ver­wirk­li­chen las­sen. Das ist für uns ei­ne Be­stä­ti­gung, dass un­se­re Vi­si­on von ei­ner nach­hal­ti­gen Pro­jekt­ent­wick­lung mit durch­dach­ter und zu­kunfts­aus­ge­rich­te­ter Ge­stal­tung auf­ge­gan­gen ist,“ re­sü­miert der Pecan-Chef.

Die Autoren
Bild: Monica Ann Sibler
Monica Ann Sibler
Director Leasing
Sibler Real Estate GmbH
Quelle: Pecan Development GmbH
Markus Brod MRICS
Geschäftsführender Gesellschafter
Pecan Development GmbH
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