03.08.2018
Michael Lauer

Mit hochwertigen, seriellen Modulbauten die Wohnraumlücke schließen

Konzept von ALHO und KZA Sieger im GdW-Wettbewerb "Serieller und modularere Wohnungsbau"

Ein flexibler, modularer Baukasten, um hochwertigen Wohnraum in kürzester Zeit zu schaffen: Dafür wurde das renommierte Modulbauunternehmen ALHO gemeinsam mit Koschany+Zimmer Architekten KZA im Wettbewerb des GdW ausgezeichnet.

Das „Bünd­nis für be­zahl­ba­res Woh­nen und Bau­en“ hat sich un­ter Fe­der­füh­rung des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums zum Ziel ge­setzt, We­ge zu fin­den, wie der Woh­nungs­knapp­heit ge­ra­de in den Bal­lungs­zen­tren be­geg­net wer­den kann. Der GdW Bun­des­ver­band deut­scher Woh­nungs- und Im­mo­bi­li­en­un­ter­neh­men e.V. hat­te hier­zu ge­mein­sam mit der Bun­des­ar­chi­tek­ten­kam­mer (BAK) ei­nen Wett­be­werb für An­bie­ter un­ter­schied­li­cher se­ri­el­ler Bau­wei­sen ausgeschrieben.

Ge­gen­stand des Wett­be­werbs war die Ent­wick­lung ei­nes va­ria­blen, mo­du­la­ren Sys­tems für den Neu­bau mehr­ge­schos­si­ger Wohn­bau­ten in se­ri­el­ler Bau­wei­se. Die Wohn­ge­bäu­de sol­len mit ho­her ar­chi­tek­to­ni­scher und städ­te­bau­li­cher Qua­li­tät zu re­du­zier­ten Bau­kos­ten und un­ter Be­rück­sich­ti­gung bau­kul­tu­rel­ler Be­lan­ge zu re­al­sie­ren sein. Ziel ist es, die Ge­win­ner des Wett­be­werbs in ei­ne Rah­men­ver­ein­ba­rung mit dem GdW ein­zu­bin­den. Ins­be­son­de­re kom­mu­na­len Woh­nungs­un­ter­neh­men, die öf­fent­li­che Auf­trag­ge­ber sind und un­ter das Ver­ga­be­recht fal­len, soll da­mit er­mög­licht wer­den, auf die be­reits vor­ge­plan­ten Woh­nungs­bau­vor­ha­ben zu­zu­grei­fen und die­se nach ent­spre­chen­der Ein­zel­kon­fi­gu­ra­ti­on in ih­rem je­wei­li­gen ört­li­chen Zu­stän­dig­keits­be­reich zu re­al­sie­ren. Die Kon­zept-Pa­pie­re der Ge­win­ner-Ent­wür­fe um­fas­sen da­her ei­nen kon­kre­ten Leis­tungs­ka­ta­log mit fes­ten Prei­sen und bei­spiel­haf­ten „Modellgebäuden“.

Über 40 Bie­ter­ge­mein­schaf­ten hat­ten sich um ei­ne Teil­nah­me am Wett­be­werb be­wor­ben. 15 von ih­nen wur­den ein­ge­la­den, ih­re Kon­zep­te ein­zu­rei­chen. Neun der Kon­zep­te ha­ben nun den Zu­schlag er­hal­ten und wer­den in der Rah­men­ver­ein­ba­rung berücksichtigt.

Mit AL­HO, ei­nem Mo­dul­bau­un­ter­neh­men mit über 50 Jah­ren Er­fah­rung, und KZA, dem füh­ren­den Ar­chi­tek­tur­bü­ro für se­ri­el­len Woh­nungs­bau in Deutsch­land, tra­ten zwei star­ke Part­ner im Wett­be­werb an. Ken­nen­ge­lernt hat­ten sich die bei­den Un­ter­neh­men über ei­nen ge­mein­sa­men Kun­den. KZA be­schäf­tigt sich seit meh­re­ren Jah­ren in­ten­siv mit dem The­ma mo­du­la­res Bau­en und setz­te bun­des­weit be­reits Pro­jek­te für ei­nes der grö­ß­ten eu­ro­päi­schen Woh­nungs­un­ter­neh­men um. Meh­re­re die­ser Pro­jek­te wur­den von AL­HO als Ge­ne­ral­un­ter­neh­mer in Mo­dul­bau­wei­se realisiert.

Un­ter dem Leit­satz „In­di­vi­dua­li­tät in Se­rie“ ha­ben AL­HO und KZA ein Mo­dul­bau­sys­tem mit grö­ßt­mög­li­cher Va­ria­bi­li­tät und Fle­xi­bi­li­tät ent­wi­ckelt und da­bei al­le – un­ter an­de­rem auch wirt­schaft­li­che – Vor­tei­le se­ri­el­ler Bau­wei­sen ge­nutzt. An­ge­passt auf das je­wei­li­gen Grund­stück, die Ge­ge­ben­hei­ten des je­wei­li­gen Bau­ge­biets, die An­for­de­rung des je­wei­li­gen Kun­den so­wie der in­di­vi­du­el­le Nut­zung be­rück­sich­ti­gend, las­sen sich im Bau­kas­ten­prin­zip ver­schie­de­ne Woh­nungs­grö­ßen und Ge­bäu­de­ty­pen kon­fi­gu­rie­ren. Zu­gleich wur­den al­le Woh­nun­gen bar­rie­re­frei ge­plant. Im Erd­ge­schoss ist op­tio­nal auch ei­ne ge­werb­li­che Nut­zung vorgesehen.

Weil die Mo­du­le im­mer wie­der an­ders kon­fi­gu­riert und die Ge­bäu­de­ku­ba­tu­ren und Fas­sa­den un­ter­schied­lich ge­stal­tet wer­den kön­nen, wirkt das Kon­zept ei­nem gän­gi­gen Vor­ur­teil ent­ge­gen, mit dem das se­ri­el­le Bau­en im­mer wie­der kon­fron­tiert wird: An­ders als oft­mals an­ge­nom­men kön­nen aus dem Bau­kas­ten ganz un­ter­schied­li­che, an den Stand­ort an­ge­pass­te Ge­bäu­de mit ho­hem ar­chi­tek­to­ni­schem An­spruch ent­ste­hen. Und das bei ei­ner ex­trem kur­zen Bau­zeit von nur we­gen Wo­chen vor Ort und - be­dingt durch die in­dus­tri­el­le Vor­fer­ti­gung im Werk mit ei­nem zer­ti­fi­zier­ten Qua­li­täts­ma­nage­ment - in ei­ner hö­he­ren Aus­füh­rungs­qua­li­tät als dies in kon­ven­tio­nel­ler Bau­wei­se mög­lich ist.

Der ge­mein­sa­me Sys­tem­ent­wurf von AL­HO und KZA wird jetzt in die Rah­men­ver­ein­ba­rung des GdW für den Bau von Wohn­häu­sern in se­ri­ell-mo­du­la­rer Bau­wei­se ein­ge­bun­den. Woh­nungs­un­ter­neh­men, die dem GdW und sei­nen Mit­glieds­ver­bän­den an­ge­hö­ren, kön­nen die Kon­zep­te ab so­fort nut­zen, um bun­des­weit schnell den drin­gend be­nö­tig­ten Wohn­raum zu schaffen.

Tref­fen Sie Herrn Dipl.-Ing. Ar­chi­tekt Mi­cha­el Lau­er, Ar­chi­tekt und Ver­trieb Woh­nungs­bau bei AL­HO Sys­tem­bau GmbH per­sön­lich beimIm­mo­bi­li­en-Dia­log Me­tro­pol­re­gi­on Rhein-Main am 28. Au­gust 2018 in Frank­furt am Main. Si­chern Sie sich noch heutehier Ih­ren Platz!

Der Autor
Copyright: ALHO Holding GmbH, Urheber: Martin Lässig
Michael Lauer
Architekt und Vertrieb Wohnungsbau
ALHO Systembau
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