14.02.2017
Angela Rüter

Verantwortung muss geteilt werden, um Einfluss zu behalten.

Ehrliche Worte von Bundestagspräsident Lammert bei QUO VADIS 2017

„Wir stehen vor einer Lage, die mit 'kompliziert' schon zurückhaltend bewertet ist," so die klaren Worte von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert. Die EU müsse jetzt gemeinsam handeln oder gar nicht.

Die Nei­gung des Rück­zugs in na­tio­na­le Kom­pe­ten­zen re­ge­le nichts! Ver­ant­wor­tung müs­se ge­teilt wer­den, um Ein­fluss zu be­hal­ten. Lam­mert er­öff­ne­te den 27. QUO VA­DIS am 13. Fe­bru­ar 2017 im Kron­prin­zen­pa­lais - mit ei­nem er­neu­ten Teil­neh­mer­re­kord von rund 400 Ent­schei­dern aus der Immobilienbranche.

Der Gast­ge­ber des Abends, Dr. An­dre­as Musch­ter, Vor­sit­zen­der des Vor­stands der Com­merz Re­al AG, un­ter­strich in sei­ner Be­grü­ßung: „Wei­ter mu­tig sein! Der Zy­klus ist her­aus­for­dernd. Man muss klü­ger sein als der Markt.“

Ne­ben Bun­des­tags­prä­si­dent Lam­mert be­leuch­te­te auch Prof. Dr. Feld am 1. Kon­gress­tag im Ho­tel Ad­lon den Ein­fluss der po­li­ti­schen Ver­än­de­run­gen in den USA und Großbri­tan­ni­en : „Die deut­sche Wirt­schaft brummt, egal was pas­siert. Den­noch sind die Ängs­te enorm. Po­li­ti­sche Ver­än­de­run­gen und Kri­sen tra­gen da­zu bei, nicht nur in den USA und Großbri­tan­ni­en“, so Prof. Feld.

Der Brexit wer­de die EU mas­siv ver­än­dern. Bei ei­nem har­ten, un­ge­ord­ne­ten Brexit sei­en gra­vie­ren­de Aus­wir­kun­gen zu er­war­ten – schlim­mer als bei Trump. Die EU wer­de markt­skep­ti­scher und nicht mehr Deutsch­land, son­dern Po­len das Züng­lein an der Waa­ge. Drin­gend et­was än­dern müs­se sich in Ita­li­en. Be­zo­gen auf Deutsch­land gibt er zu be­den­ken: „Es stellt sich viel­fach die Fra­ge, ob Deutsch­land mit sei­ner Aus­rich­tung auf die Glo­ba­li­sie­rung rich­tig liegt und ob die deut­sche Wirt­schafts­po­li­tik ge­nug ge­tan hat, um die Di­gi­ta­li­sie­rung und den de­mo­gra­fi­schen Wan­del er­folg­reich zu be­wäl­ti­gen. Die Bau­wirt­schaft ist von die­ser Ver­un­si­che­rung nicht aus­ge­nom­men. Der Bau boomt, aber wie lan­ge geht die Par­ty weiter?“

Zum 27. Mal tref­fen sich Mit­te Fe­bru­ar rund 400 Tops der Bran­che im Ho­tel Ad­lon in Ber­lin, um über die Zu­kunft der Städ­te und Ge­bäu­de in­ter­dis­zi­pli­när und nach­hal­tig zu dis­ku­tie­ren. Mit rund 400 Teil­neh­mern er­lebt der QUO VA­DIS 2017 ei­nen er­neu­ten Teil­neh­mer­re­kord. Er­folg­rei­che Pro­jek­te, bahn­bre­chen­de In­no­va­tio­nen und Me­ga­trends, die bis 2025 ih­ren Durch­bruch er­le­ben wer­den, be­stim­men die dies­jäh­ri­ge Agen­da. Die deut­schen Im­mo­bi­li­en­märk­te er­le­ben wei­ter­hin ei­nen enor­men Ka­pi­tal­zu­fluss. In­fol­ge­des­sen stei­gen die Im­mo­bi­li­en­prei­se. Wo­hin die­se Ent­wick­lung füh­ren wird und wie sich die Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft auf­stel­len muss, um be­vor­ste­hen­de Ver­än­de­run­gen zu be­stehen, wird die Teil­neh­mer bei QUO VA­DIS 2017 beschäftigen.

Fo­tos zum Down­load für die re­dak­tio­nel­le Berichterstattung:

Prof. Dr. Nor­bert Lam­mert, Prä­si­dent des Deut­schen Bundestages
Prof. Dr. Lars P. Feld, Mit­glied im Sach­ver­stän­di­gen­rat zur Be­gut­ach­tung der ge­samt­wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung und Di­rek­tor, Wal­ter Eu­cken In­sti­tut e.V.

Quel­le: Heu­er Dia­log/QUO VA­DIS 2017
Ur­he­ber: Alex­an­der Sell Fotografie

Wei­te­re Fo­tos vom QUO VA­DIS 2017 stel­len wir auf An­fra­ge ger­ne zur Ver­fü­gung. Bit­te wen­den Sie sich an Frau­ke Jahn:pres­se@​heuer-​dialog.​de

Das Event zum Thema
Die Autorin
Bild: Angela Rüter
Angela Rüter
Geschäftsführerin
Heuer Dialog