24.11.2016
Yvonne Traxel

Das Rathaus ganz im Zeichen der Immobilienwirtschaft

Immobilien-Dialog Wirtschaftsraum Düsseldorf

Oberbürgermeister Thomas Geisel und Veranstalter Heuer Dialog hatten die Vertreter der Immobilienbranche ins Rathaus eingeladen, um über die Zukunft des Wirtschafts- und Immobilienstandortes Düsseldorf zu diskutieren.

Im Düs­sel­dor­fer Rat­haus tra­fen sich rund 200 Im­mo­bi­li­en­pro­fes­sio­nals, um sich über re­le­van­te Zu­kunfts­the­men für den Wirt­schafts­raum Düs­sel­dorf zu in­for­mie­ren.  Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Gei­sel stell­te in sei­ner Ein­füh­rung klar: „Wir kön­nen es uns als Stadt nicht leis­ten, Bra­chen lie­gen zu las­sen.“ Denn der ur­ba­ne Raum dehnt sich in Düs­sel­dorf aus. Er be­ton­te, dass un­ter­schied­li­che Nut­zun­gen in der Stadt mit­ein­an­der kom­pa­ti­bel ge­macht wer­den und die Bunt­heit der In­nen­städ­te er­hal­ten blei­ben soll­te. Am Vor­abend der Ver­an­stal­tung sprach NRW-Fi­nanz­mi­nis­ter Dr. Nor­bert Wal­ter-Bor­jans im Rah­men ei­nes Emp­fangs zu den Aus­wir­kun­gen des Brex­it auf NRW.

Düs­sel­dorfs neue Bau- und Pla­nungs­de­zer­nen­tin Cor­ne­lia Zu­sch­ke gab ei­ne Über­sicht über ak­tu­el­le Bau­pro­jek­te und Ent­wick­lungs­per­spek­ti­ven. Hin­sicht­lich der Prä­mis­se „In­nen­ver­dich­tung vor Au­ßen­zer­sie­de­lung“ sag­te sie: „Wenn die Po­ten­zia­le nicht rei­chen, müs­sen wir in die Re­gi­on ge­hen.“ Und wei­ter: „Es gibt in­ter­es­san­te Ar­ron­die­rungs­mög­lich­kei­ten, die be­hut­sam in den Blick ge­nom­men werden.“

Wie wir in Zu­kunft le­ben und ar­bei­ten wer­den – und wie die Im­mo­bi­lie der Zu­kunft da­für be­schaf­fen sein muss – war eben­so The­ma der wei­te­ren Vor­trä­ge wie ei­ne Sta­tus-quo-Ana­ly­se des Düs­sel­dor­fer Bü­ro- und In­vest­ment­mark­tes. Chris­toph In­gen­ho­ven wag­te ei­nen Blick auf das Düs­sel­dorf der Zu­kunft – aus der Sicht ei­nes Star­ar­chi­tek­ten: „Das Rhein­ufer­pro­jekt ist nicht zu En­de ge­dacht. Hier wä­re ei­ne Ver­län­ge­rung sinn­voll, die ei­ne ech­te Nä­he zum Ha­fen vom Land­tag aus schafft.“ Das Spek­trum der The­men und Re­fe­ren­ten reich­te von Pa­nel­dis­kus­sio­nen bis zu Vor­trä­gen, fing bei der Woh­nungs­wirt­schaft an und hör­te bei der re­gio­na­len Zu­sam­men­ar­beit für die Ge­wer­be­flä­chen­ent­wick­lung noch lan­ge nicht auf.

Wie lau­tet das Fa­zit? Die Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft wird er­mu­tigt, In­no­va­ti­ons­part­ner­schaf­ten zwi­schen Pri­vat­wirt­schaft und öf­fent­li­cher Ver­wal­tung auf­zu­bau­en. Co-Working und Co-Li­ving Spaces wer­den die Ent­wick­lun­gen der ur­ba­nen Me­tro­po­len stark be­ein­flus­sen, je­de Stadt braucht hier ein Leucht­turm­pro­jekt. Stadt ist lang­sam, aber Stadt­ent­wick­lung ist dy­na­misch. Die­ser Dy­na­mik soll­te Rech­nung ge­tra­gen wer­den, in­dem in frü­hen Pha­sen von Be­bau­ungs­plan­ver­fah­ren schlan­ke­re Struk­tu­ren fest­ge­legt werden.

Das Event zum Thema
Die Autorin
Bild: Heuer Dialog
Yvonne Traxel
Senior Projektleiterin
Heuer Dialog GmbH