Jahreskongress

7. Deutscher Real Estate Asset Kongress

Höhere Produktivität, bessere Performance

„Zum Deal kommt man über das Asset Management“, so kann man die aktuell marktgetriebene Erfahrung unter Immobilienkäufern zusammenfassen. Für Investoren wird es immer schwieriger, gute Objekte zu finden. Bei Banken festigt sich die Erkenntnis, dass man auf weit verstreute Objekte im eigenen Portfolio im Grunde nicht eingestellt ist. In beiden Fällen ist der Blick aus dem Asset Management der Deal-Treiber.

Information

Ein weiterer Trend treibt das Asset-Management nach vorne: Wer kann gutes Property- und Facility-Management? Für viele Asset-Manager ist das geforderte Qualitätsniveau noch nicht erreicht. Mit Folgen: Trotz margenarmem Verwaltungsgeschäft gründet man lieber eine eigene Gesellschaft. Man braucht eben eine Asset-Management-Perspektive.

Um den Hubschrauberblick ging es beim

7. Deutschen Real Estate Asset Kongress
am 5. und 6. November 2013
in Frankfurt am Main.

Von einem immobilienwirtschaftlichen Aufschwung berichteten mittelständische Handels- und Industrieunternehmen. Ihr Geschäft verlagert sich in die Schwellenländer und in die deutschen Metropolregionen – aber bitte mit Kapitalverzinsung aus den Immobilien!

Was alle Immobilieneigentümer verbindet, ist das Ziel nach Flächen- und Gebäudeproduktivität bei ausgewogener Mieterzufriedenheit. Das erfordert den Erfahrungsaustausch, den es im deutschsprachigen Raum nur einmal gibt.

Beim 7. Deutschen Real Estate Asset Jahreskongress drehte sich ebenfalls alles um überzeugende Prozesse, Kosten und Mitarbeiter. Von Details und Schnittstellen, einer sauberen Kommunikation bis hin zur Frage, ob unsere Gebäude technisch noch beherrschbar sind, ging es in den Vorträgen, Panels und Workshops. Beim Treffen der Eigentümer und Immobilienmanager am 5. und 6. November 2013, konnten auch die Banken und Makler nicht fehlen. Denn: Zum Deal kommt man eben über das Asset-Management.

Gitta Rometsch, 7. Deutscher Real Estate Asset Kongress am 5. und 6. November 2013 in Frankfurt am Main

  Gitta Rometsch, geschäftsführende Gesellschafterin der Heuer Dialog GmbH, begleitete die Veranstaltung in Frankfurt und fasst ihre Eindrücke vom 7. Deutschen Real Estate Asset Kongress so zusammen:

Alles ist klar – nichts ist klar

7. Deutscher Real Estate Asset Kongress am 5. und 6. November 2013 in Frankfurt am Main
Folker Hellmeyer, Chefanalyst, Bremer Landesbank

7. Deutscher Real Estate Asset Kongress am 5. und 6. November 2013 in Frankfurt am Main
Dietmar Fischer, Partner, Ernst & Young Real
Estate GmbH

7. Deutscher Real Estate Asset Kongress am 5. und 6. November 2013 in Frankfurt am Main
Carl-Christian Siegel; Bereichsleiter Real Estate
Markets, Commerz Real AG

7. Deutscher Real Estate Asset Kongress am 5. und 6. November 2013 in Frankfurt am Main
Dr. Pamela Hoerr, Head of Asset Management,
Managing Director, PATRIZIA Deutschland GmbH

7. Deutscher Real Estate Asset Kongress am 5. und 6. November 2013 in Frankfurt am Main
Radomir Vasilijevic, Head of Office Letting,
apollo real estate GmbH & Co. KG

 Fotos: Heuer Dialog

  Ein durch und durch positives Bild auf die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum gab der Chefanalyst der Bremer Landesbank, Folker Hellmeyer, beim Auftakt des 7. Deutschen Real Estate Asset Kongress. Der Euroraum hat ein großes Wachstumsprogramm vor sich. Die Krise sei im Griff und die strukturellen Defizite weitestgehend aufgearbeitet. Er ging mit den Medien und auch den Hochschulprofessoren hart ins Gericht, denn leider würden die schlechten Nachrichten die guten überlagern. Europa sei kontinuierlich vorne, das müsse man den Menschen kommunizieren, um mit einem größeren Selbstbewusstsein in den Verhandlungen mit den Machtachsen zu agieren. In den USA sei in den letzten vier Jahren an den strukturellen Defiziten nicht viel gearbeitet worden.

Spiegelbildlich wurde dann der Entwicklungsstand im Asset Management deutlich. Die Strukturen haben sich gefestigt und viele Unternehmen stecken inmitten von Optimierungsprozessen. Der Umbruch vom Transaktions- zum Asset-Management-Unternehmen wurde am Beispiel der Commerz Real AG deutlich.

Der Geldfluss geht zunehmend in den Bestand und die Investoren zeigen Flexibilität. Dabei bevorzugen sie die Direktanlage und die KG-Strategie. Die großen Treiber am Investmentmarkt sind nicht etwa die Privat-Equity-Unternehmen, am aktivsten sind die Asset-Fondsmanager.

Wo bleibt die Innovation, was ist neu im Asset Management? Trotz zahlreicher Optimierungen in den Prozessen ist im Asset-Management längst nicht alles klar. Gefordert wurden Reporting-Standards und eine bessere Bezahlung für die Property Manager. Property Manager forderten beim 7. Deutschen Real Estate Asset Kongress mehr Einblicke in die Planung des Asset Managers. Nur wenn alle in die gleiche Richtung ziehen, können die Immobilien produktiver werden.

Der Kongress fand im Tower 185 statt, wo PwC mehr als 70.000 Quadratmeter in dem vierthöchsten Turm Deutschlands gemietet hat. Jochen Wiener, Corporate Real Estate Manager bei PWC, betonte dass im „War of Talent“ die Zufriedenheit der Mitarbeiter entscheidend sei. Investoren müssen sich in das hinein versetzen, was im Gebäude passiert.

Wie man mit Unvorhersehbarem umgeht, das ist auch Asset Management. Wichtig sei es, Klarheit zu bekommen, wie die Immobilie im Markt steht. Flächenauslastung bleibt dabei ein großes Thema. „Die Immobilie möglichst wirtschaftlich nutzen“, ist das Ziel der rund 90 Kongressteilnehmer.

Engagement und Liebe zum Detail zeichnete die Workshops aus und wurde letztlich als Schlüssel zum Erfolg im Asset Management gesehen. Ein Asset Management Dienstleister aus Norddeutschland äußerte sich positiv über die hohe Dichte an Kompetenz unter den Teilnehmern und Sprechern des Kongresses. Er erlebe viele Asset Manager in der Praxis, bei denen er sich dieses Wissen wünsche.


     

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