Fach-Dialog

Der Markt für Health Care Immobilien 2010 – überhitzt, abgekühlt oder doch krisenfest?

Deutschland – schwellenloses Land: Gesundheit als Konjunkturmotor: Investoren sehen in der schrumpfenden und alternden Bevölkerung in den Industrieländern Europas einen Grund für ein anhaltendes, überproportionales Wachstum des Gesundheitssektors und des Bedarfs an Immobilien für Gesundheit, Wellness, Pflege und Reha. Im Übergang von der Informationsgesellschaft zur umwelt- und gesundheitsorientierten Gesellschaft wird der Gesundheitssektor zum Konjunkturmotor.

Information

Das Gesundheitssystem nach der Bundestagswahl: vor der Reform ist nach der Reform? "Ab 2010 wächst der Bedarf an Gesundheits- und Pflegedienstleistungen und altengerechten Wohn- und Pflegeangeboten in Deutschland aus demographischen und sozioökonomischen Gründen überdurchschnittlich. Investoren und Leistungsanbieter müssen sich daher dabei auf unterschiedliche Szenarien einstellen," meint Adrian Ottnad, Geschäftsführer der OTTNAD CONSULT Forschung & Beratung für Wirtschaft und Gesellschaft.

Teure Pflegeheime sind nicht die besseren, die regionalen Preisunterschiede sind enorm, die Zahl der Pflegefälle wird weiter ansteigen und zu einem großen Bedarf an Fachkräften führen. Dies sind nur einige der Ergebnisse des "Pflegeheim Rating Report 2009 - Konsolidierung voraus!" des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung e.V. (RWI).

Fakt ist, dass bis zum Jahr 2020 rund 150.000, bis zum Jahr 2030 sogar rund 310.000 neue Pflegeplätze benötigt werden. Bis zum Jahr 2020 ist mit einem Investitionsbedarf von 27 Milliarden Euro in die stationäre Versorgung zu rechnen.

Prognosen sind in diesen Tagen aber auch ein gefundenes Fressen für Trittbrettfahrer. Viele Investoren und Bauträger wollen in Pflegeheime machen, weil Büros gerade vielleicht nicht so gehen, urteilte Martin Brieler, Geschäftsführungsmitglied des Emissionshauses ILG in der IZ vom 16. Juli 2009.

Dass aber in Health Care Immobilien viel Know how steckt, dass wissen Martin Brieler und weitere Experten aus der Sozial- und Immobilienwirtschaft, die beim Fach-Dialog

Der Markt für Health Care Immobilien 2010
überhitzt, abgekühlt oder doch krisenfest?
am 18. November 2009 in Berlin

über die Auswirkungen der Langlebigkeit auf Mensch, Gesundheitssystem und Immobiliennachfrage diskutieren.


Nutzen Sie die Möglichkeit und lesen Sie hier mehr zum Thema "Pflegemarkt im Umbruch" von Adrian Ottnad, Beratender Volkswirt, OTTNAD CONSULT – Forschung & Beratungfür Wirtschaft und Gesellschaft. Außerdem steht Ihnen hier der Beitrag "Neuregelungen zur Vertragsgestaltung im Heimrecht" von Dr. Peter Philipp Schorling, Partner, OLSWANG LLP zur Verfügung.


Weitere Hintergründe zum Markt für Health Care Immobilien
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Der Pflegeheimimmobilienmarkt in Deutschland ist ein stark wachsender Markt. Allein bis 2025 wird es nach Berechnungen des Hamburger Immobilienberaters Georg & Ottenströer einen Zusatzbedarf von rund 330.000 bis 413.000 stationären Pflegeplätzen geben. Kein Wunder, dass Investoren diesen Markt für sich entdeckt haben. In welchem Umfang die Zahl der Pflegebedürftigen steigen wird, darüber streiten die Experten. Für die Immobilienwirtschaft ist aber klar: "Sozialimmobilien stellen ein interessantes Investment dar, wenn die spezifischen Merkmale des Objektes und des Betreibers nachhaltig, zukunftsfähig und vor allem kompatibel sind", so Dr. Michael Kuhn von der Scheven Group aus Berlin.

Die Idee ist so einfach wie brilliant. Immobilienfonds haben in den vergangenen Jahren einen ganz neuen Markt für sich entdeckt: die Pflegeheime. So beteiligt sich der Münchner ILG Fonds neuerdings auch an Pflegeheimen. „Mit neuen Pflegeheimen kann man nicht viel falsch machen“, meint deshalb auch Martin Brieler von der ILG  Fonds GmbH. Und die sind dringend erforderlich, sagen die Autoren der „Pflegestudie“ von Deutsche Bank Research. Sie errechnen bis 2050 mit bis zu 5 Millionen Pflegebedürftigen.

Brauchen wir also mehr Health Care Immobilien Oder sind diese Prognosen zu optimistisch? Der Vorstandsvorsitzende des Kuratoriums Wohnen im Alter (KWA) Stefan Arend, sieht keinen weiteren Bedarf an Seniorenheimen.

Wir möchten den Health Care (Immobilien-) Markt für Sie transparent machen und bieten dafür den Fach-Dialog am 18. November 2009 in Berlin als Informations- und Diskussionsform an.


Statements von einigen Referenten, die Sie am 18. November in Berlin treffen:

Dr. Michael Kuhn
CFO, Scheven Financial Services GmbH

„Eine nachhaltige Finanzierung im Sozialbereich zeichnet sich durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung und eine gewinnorientierte langfristige Bewirtschaftungsstrategie des Betreibers aus."

„Sozialimmobilien stellen ein interessantes Investment dar, wenn die spezifischen Merkmale des Objektes und des Betreibers nachhaltig, zukunftsfähig und vor allem kompatibel sind."

Adrian Ottnad
Beratender Volkswirt, OTTNAD CONSULT – Forschung & Beratung für Wirtschaft und Gesellschaft

„Ab 2010 wächst der Bedarf an Gesundheits- und Pflegedienstleistungen und altengerechten Wohn- und Pflegeangeboten in Deutschland aus demographischen und sozioökonomischen Gründen überdurchschnittlich. Dem hat die Politik bislang unzureichend Rechnung getragen. Zentrale Herausforderungen sind nicht bewältigt: die Sicherstellung einer nachhaltigen Finanzierung, die Entlastung der Pflege- und Krankenversicherung von verteilungspolitischen Aufgaben, die Beseitigung von Wettbewerbsverzerrungen und Fehlsteuerungen und die Schaffung verlässlicher und marktgerechter Investitionsbedingungen. Kein Zweifel: Gesundheits- und Pflegereformen gehören auch in der nächsten Legislaturperiode zu den drängendsten Aufgaben der politischen Agenda. Doch noch ist unklar, wohin die Reise geht. Investoren und Leistungsanbieter müssen sich daher auf unterschiedliche Szenarien einstellen. Das erfordert wissenschaftlich fundierte Analyse und Beratung, die auch den 'Gesetzmäßigkeiten' politischer Entscheidungsprozesse die gebotene Beachtung schenkt."

Dr. Michael Held
Geschäftsführender Gesellschafter, TERRAGON GmbH

„Die "Aldisierung" der Pflege ist eine Sackgasse. Die Billigheime von heute werden die Investitionsruinen vom morgen sein!"