Was das Quartier "Überseeinsel" und andere Projekte von uns ausmacht

Quartiersentwicklung

In einem kurzen Interview mit Johannes Aderholz, dem Geschäftsführer der denkmalstadt GmbH (ehem. Überseeinsel GmbH), sprechen wir über die Quartiersentwicklung und wie diese in nächster Zeit aussehen mag.

Johannes Aderholz 18. September 2025
Überseeinsel Quartier
Quelle: Dr. Andreas Müller

Heuer DIalog: Herr Aderholz, die Überseeinsel ist eines der spannendsten Entwicklungsprojekte in Bremen. Welche Standortfaktoren machen die Überseeinsel aus Ihrer Sicht besonders attraktiv für Investoren und Projektentwickler?
J. Aderholz: Die Lagegunst entlang der Weser zum einen, die Chance, die weitere Überseestadt mit der Innenstadt, dem Faulenquartier zu verbinden zum anderen.

Heuer Dialog: Wie gehen Sie bei der Quartiersentwicklung mit den Herausforderungen von Nachhaltigkeit, Klimaschutz und moderner Mobilität um? Gibt es konkrete Leuchtturmprojekte, die Sie hervorheben würden?
J. Aderholz: Es ist ein Zusammenspiel aus vielen einzelnen Aspekten in der Architektur, der Qualität von Außenräumen und attraktiven Angeboten für Fußgänger und Fahrradfahrer. Mobilität muss dabei als ganzes gesehen. Ein Zusammenspiel von ÖPNV, PKW bzw. Carsharing Nutzungen und Micrologistik in der letzten Meile für die Bewohner und Nutzer der Gebäude. Hervorzuheben ist sicherlich dabei unser Energiekonzept.

Heuer Dialog: Viele Investoren fragen nach langfristiger Wertstabilität. Welche Strategien verfolgen Sie, um die Überseeinsel zukunftssicher und resilient zu gestalten?
J. Aderholz: In dem wir vielfältige Angebote schaffen, außerhalb klassischer Wohnungen und Büros. Gastronomie, Sport- und Bewegung, medizinische Angebote, Schulen und Kita’s. Freizeizangebote wie ein Schwimmbad und die Eislaufbahn, welche heute schon in den Herbst-/Wintermonaten in Betrieb ist.

Heuer Dialog: Wie gestaltet sich die Kooperation mit der Stadt Bremen, lokalen Partnern und Dienstleistern – und wo sehen Sie aktuell die größten Chancen für externe Partner, sich einzubringen?
J. Aderholz: Mit der Stadt im weitesten Sinne sind wir im engen und guten Austausch bei den Bauleitplan- und Genehmigungsprozessen. Arbeiten mit vielen regionalen Firmen in der Ausführung zusammen. Auf der Entwicklungs-/Investorenseite gibt es nur sehr eingeschränkte bzw. keine Möglichkeiten, sich einzubringen.

Heuer Dialog: Wenn Sie den Blick nach vorne richten: Welche Meilensteine stehen in den kommenden drei bis fünf Jahren an, und welche Impulse erwarten Sie davon für den Bremer Immobilienmarkt insgesamt?
J. Aderholz: Es stehen viele Herausforderungen und damit verbundene Chancen an. Ein Blick auf die Innenstadt, wo es mich sehr freuen würde, wenn der „große Wurf“ mit Parkhaus-Mitte und Kaufhof gelingen würde. Auch öffentliche Entwicklungen/Maßnahmen spielen eine Rolle: Wie gelingt es die Brücken zu sanieren und irgendwann zu erneuern, ohne dass Bremen lahmgelegt wird? Die Umgestaltung der Glocke mit der Domsheide als wichtiges Drehkreuz für den ÖPNV. Der Brill ist baulich und verkehrlich weiterhin noch entwicklungsfähig. Die Umsetzung weiterer, interessanter Entwicklungen, nicht nur das Kornquartier oder „Hachez“ in der Neustadt. Denke an die Alte Süßwarenfabrik, weiterhin das Tabakquartier oder auch in unserer Nachbarschaft die ehemalige Rickmers-Reismühle der Firma Specht. Die genannten und weitere Entwicklungen können ein positiver Impuls für Bremen sein. Es zeigt, dass viele Akteure an den Bremer Markt und dessen Zukunftsfähigkeit glauben.

 

Der Autor
Johannes Aderholz
Geschäftsführer, denkmalstadt GmbH (ehem. Überseeinsel GmbH)

Das Event zum Thema

Montag, 10. November - Dienstag, 11. November 2025
Immobilien-Dialog Bremen
Bremen