Der Autor
Dr. Joachim GrippCEO, Design Offices GmbH
Zunehmend zeigt sich, dass ein einzelnes Büro die vielfältigen Anforderungen kaum abdecken kann, zumal sich der konkrete Flächenbedarf immer schwerer kalkulieren lässt. Hybride Arbeitskonzepte, die verschiedene Arbeitsorte miteinander verbinden, bieten zahlreiche Vorteile. Gleichzeitig erfordern sie von Unternehmen, die Funktionen ihrer Büroflächen klar zu definieren – ein Thema, mit dem sich Design Offices, Marktführer für flexible Team Spaces mit rund 50 Standorten in 15 Städten in Deutschland, intensiv beschäftigt. CEO Dr. Joachim Gripp erläutert, welche Bedeutung diese Entwicklung für die Immobilienbranche hat und warum Büroflächen künftig flexibler und stärker nutzungsorientiert gestaltet werden müssen.
In der von Design Offices in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Fittkau&Maas im Sommer 2025 veröffentlichten repräsentativen Entscheiderstudie zum Comeback des Büros, zeigt sich, dass hybride Arbeitsmodelle, die den Mitarbeitenden erlauben, einen Teil ihrer Arbeitsaufgaben zuhause zu erbringen, am weitesten verbreitet sind. Rund 80 Prozent der befragten großen und mittelgroßen Unternehmen bieten ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit, regelmäßig wenige Tage im Monat im Homeoffice zu arbeiten, nur rund 15 Prozent arbeiten gar nicht remote. Das Büro bleibt also ein zentraler Ort, verändert jedoch seine Funktion.
Die räumliche Komponente von Arbeit wird vielerorts unterschätzt. Doch die Pandemie hat gezeigt: Büroflächen sind nicht mehr nur ein Kostenblock, sondern ein strategisches Werkzeug. Immer mehr Firmen mieten zusätzlich zu ihren Head Offices Flächen in Metropolen. Gründe sind u. a. Talentgewinnung, Markteintritte oder die Sicherung schwankender Personalbedarfe. Damit wandelt sich das Büro: Es ist nicht länger der Ort des reinen Leistungsnachweises. Stattdessen wird es Begegnungsstätte und Kooperationsraum. Hybride Modelle aus Homeoffice, Drittorten wie Flex-Offices und zentralen Unternehmensstandorten etablieren sich. Entscheidend ist, dass die Flächen jeweils zur Aufgabe passen und Vertrauen sowie Bindung ans Unternehmen stärken.
Gerade innovative Unternehmen profitieren von physischem Miteinander. Kreative Ideen entstehen im Austausch – das können Videokonferenzen nur begrenzt leisten. Damit Mitarbeitende tatsächlich ins Büro kommen, braucht es attraktive Räume: inspirierende Architektur, vielfältige Meeting-Landschaften, offene Kommunikationsbereiche und Services, die das Wohlbefinden steigern. Zentral gelegene Büros, ergänzt durch Gastronomie, Sport- oder Freizeitangebote, erhöhen die Lebensqualität der Mitarbeitenden. Natürliche Lichtquellen, ergonomische Möbel und grüne Oasen fördern Gesundheit, Motivation und Produktivität. Immobilien werden zu aktiven Bausteinen der Unternehmenskultur.
Büroflächen sind heute weit mehr als Quadratmeter: Sie sind Kulturträger, Innovationsmotor und Wettbewerbsvorteil. Für Unternehmen bleibt der Raumbedarf aber schwer kalkulierbar: Einerseits sinkt er durch Homeoffice, andererseits erfordert die räumliche Distanz neue Begegnungsflächen. Lange Mietverträge von zehn Jahren sind deshalb ein Risiko. Gefragt sind flexible Lösungen, die räumliches Wachsen oder Schrumpfen jederzeit ermöglichen. Aktivitätsbezogene Raumkonzepte bieten hier Chancen: Sie reduzieren den Flächenbedarf pro Mitarbeitenden um bis zu 20 Prozent und erhöhen gleichzeitig die Qualität der Flächen. Entscheidend ist, dass jedes Unternehmen die strategische Frage beantwortet: Welche Rolle sollen Büroflächen künftig erfüllen – und welchen Bedarf impliziert das für die Immobilienplanung?
Design Offices ist der Marktführer für flexible Team Spaces in Deutschland. Seit 2008 gestaltet das Unternehmen neue Arbeitswelten und betreibt rund 50 Standorte mit ca. 260.000 Quadratmetern in 15 deutschen Städten. Neben modernen Büroflächen bietet Design Offices flexible Räumlichkeiten für Business-Events aller Art. Spezielle Services wie exklusive Community-Events und gastronomische Angebote runden das Angebot für die Nutzer ab. Design Offices beheimatet über 2.000 Office-Kunden mit insgesamt 15.000 Arbeitsplätzen deutschlandweit. Zu den Kunden zählen namhafte Unternehmen wie u.a. Alibaba, Moderna, Roche, Marc O’Polo, Salesforce, Sparda-Bank, Villeroy & Boch und Doctolib. Das Unternehmen beschäftigt 500 Mitarbeitende. Unternehmenssitz ist Nürnberg. Die Geschäftsführung teilen sich Dr. Joachim Gripp (CEO) und Emanuel Zimmermann (CFO).