Wie intelligentes Facility Management Gebäude und Liegenschaften zukunftsfähig machen kann.

Mit KI und Digitalisierung zu klimaneutralen, effizienten Gebäuden

In der Transformation zu klimaneutralen und energieeffizienten Gebäuden und Liegenschaften werden sowohl Digitalisierung als auch Einsatz von KI und ebenfalls Engineering eine zentrale Rolle spielen.

Dave Gebauer 12. August 2025
Düsseldorf
Quelle: shutterstock

Sowohl die Immobilienbranche als auch die Industrie stehen unter wachsendem Druck, nachhaltiger zu wirtschaften und gleichzeitig die Betriebskosten zu senken. Dabei liegt der größte Hebel im Bestand, dessen energetische Transformation unausweichlich ist.

Die Digitalisierung des Gebäudebetriebs bietet in diesem Zusammenhang enorme Potenziale – von smarter Sensorik über automatisierte Energieverbrauchssteuerung bis hin zu datenbasiertem ESG-Monitoring.

Doch bevor diese Techniken zur Anwendung kommen, steht zunächst eine vollständige Bestandsanalyse an. Diese bildet die Grundlage für die fachkundigen Ingenieure, die mithilfe der Daten und deren KI-gestützter Auswertung ein ganzheitliches Konzept (Transformationsplan) für die Gebäude inkl. der möglichen Förderungen (zwischen 40 und 60 %) erstellen, das oft über viele Jahre Schritt für Schritt die energetische Optimierung und die Senkung der CO₂-Emissionen sicherstellt.  

Intelligente Sensoren, die unter anderem kontinuierlich Daten zu Temperatur, Luftqualität, Lichtverhältnissen und Belegung erfassen, erfüllen hierbei eine wichtige Funktion. In Kombination mit automatisierten Steuerungssystemen lassen sich z. B. Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen bedarfsgerecht regulieren. Bereits auf dem Campus „HAMMERBROOKLYN“ nutzt ROM intelligente Sensorik, die erkennt, ob Räume genutzt werden, und passt die Beleuchtung sowie die Raumtemperatur entsprechend an. Tageslichtsensoren steuern Jalousien und künstliche Beleuchtung so, dass Energie gespart und der Komfort gleichzeitig erhöht wird.

Die systematische Überwachung und Bewertung von Unternehmensaktivitäten im Hinblick auf Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance) – also die sogenannten ESG-Kriterien – beeinflussen ebenfalls den operativen Gebäudebetrieb. Doch wie lässt sich Nachhaltigkeit erfassen und nachweisen? Eine Möglichkeit, dies umzusetzen, ist der Einsatz von Smart Metering, um Strom-, Wasser- und Wärmeverbräuche in Echtzeit zu erfassen; Gleichzeitig erfolgt durch die Nutzung von KI eine gezielte Auswertung. So können ineffiziente Nutzungsmuster oder ungewöhnliche Verbrauchsspitzen frühzeitig erkannt und gezielt behoben werden. Die daraus gewonnenen Daten eröffnen wertvolle Potenziale zur Optimierung: Betriebszeiten, Heiz- und Kühlzyklen sowie Beleuchtungskonzepte lassen sich bedarfsgerecht anpassen – mit dem Ziel, den Energieverbrauch nachhaltig zu senken und die Effizienz im Gebäudebetrieb zu steigern. Das Ergebnis: geringere Betriebskosten, eine verlängerte Lebensdauer der technischen Anlagen und ein Beitrag zur Reduzierung der sogenannten „zweiten Miete“. Die Digitalisierung der Gebäude- und Liegenschaftsbewirtschaftung erweist sich damit als wirksames Instrument im Umgang mit steigenden Kosten und wachsenden Nachhaltigkeitsanforderungen. Zugleich legt sie den Grundstein für neue Geschäftsmodelle – etwa im Bereich der „Warmmiete“. Durch die Transparenz der Gebäudeleittechnik (GLT) optimieren wir unseren Personaleinsatz im Regelbetrieb. So können wir besser einschätzen, wie dringend und kritisch eine Störung ist, und lernen aus den gewonnenen Daten, um unser Personalkonzept im Betrieb kontinuierlich anzupassen. Mit diesen Maßnahmen stellen wir sicher, dass Techniker erst disponiert werden, wenn eine Störung tatsächlich kritisch ist – und dass sie über die passende Qualifikation sowie das notwendige Material verfügen, um diese zu beheben.

Mit dem Ursprung in der Baubranche konzentriert sich die Zech Group mittlerweile auf die gesamte Wertschöpfungskette rund um die Immobilie. Innerhalb dieser Unternehmensgruppe nimmt das technische Facility Management eine zentrale Rolle ein. Die ROM Facility Solutions unterstützt mit ihrem Know-how und Facility-Management-Dienstleistungen ihre Kunden umfassend und partnerschaftlich bei der Transformation ihrer Gebäude und Liegenschaften.

 

Der Autor
Dave Gebauer
Geschäftsführer, ROM Facility Solutions GmbH

Das Event zum Thema

Mittwoch, 3. September - Donnerstag, 4. September 2025
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Düsseldorf