07.04.2022
Karin Hanten

Dieses Resumée könnte man sehr verknappt vom facettenreichen, dynamischen und inhaltvollen 14. Deutschen Handelsimmobilien-Gipfel am 4. und 5 April 2022 in Düsseldorf ziehen. Das persönliche Treffen der Branche hatte neben dem Bühnenprogramm...

Bilderstrecke: Handelsimmobilien-Gipfel 2022

(Erste) Weichen sind gestellt – jetzt braucht es vor allem Mut. Und zwar schnell!

...mit mehr als 40 Referenten aus allen Bereichen, viele Networking-Elemente, die bei den Teilnehmern sehr gut ankamen. Insbesondere der Besuch eines internationalen Modelabels hat vielen neue Einblicke gegeben und die Thematik noch greifbarer gemacht.

Das Motto der Konferenz: MACHEN

Vom aufrüttelnden Trendforscher über Regierungsvorhaben bis hin zu Food und Non Food Retailern und Investoren – die Aufrufe klangen ähnlich. Alle Akteure müssen nun Mut zum Handeln beweisen, experimtierfreudig und schneller werden. Damit die bereitgestellten Gelder das Ziel der Innenstadtrettung rechtzeitig erreichen, müssen bürokratische Hürden weg. ZIA-Geschäftsführerin Aygül Özkan fordert u.a. einen Regulierungsstopp.

Best Practices von Kommunen, Projektentwicklern und Retailern

Konkrete Projekte haben gezeigt, was bereits erfolgreich umgesetzt ist und worauf es ankommt. Andreas Heyer, Wirtschaftsförderung Bremen, betonte auch die Wichtigkeit der Immobilieneigentümer, mit denen Frühwarnsysteme installiert werden können, um rechtzeitig gegen drohende Leerstände zu steuern. Die aktive Kontaktaufnahme zu internationalen Unternehmen, um diese in der eigenen Stadt anzusiedeln, sind keine üblichen kommunalen Aufgaben. Und Architekten neues Denken in Stadt- und Gebäudeplanung zu entlocken, gehört ebenso zum Spannungsbogen, wie die Erkenntnis, dass Deutschland bei der Digitalisierung größten Aufholbedarf hat.

„Orte sollen zu Heimat werden!“ IBA´27- Intendant Andreas Hofer

Immer wieder wurde deutlich: Die Transformationsprozesse müssen unbedingt ganzheitlich sein. Auf Städte-, Quartiers- oder Regierungsseite sind verantwortliche Moderatoren und die gemeinsame Verpflichtung aller unabdingbar. Dafür müssen aber auch alle die Konfrontation auf sozialer, wirtschaftlicher und architektonischer Ebene ausgehalten. Denn „dann können fantastische Räume entstehen, die wir uns im engen Korsett des Baurechts gar nicht zutrauen.“ (Andreas Hofer, Architekt)

„Selten war so viel Zukunft wie heute.“ Stefan Postert, Stadt+Handel

Durch die gesamte Tagung zogen sich natürlich auch Nachhaltigkeits- bzw. ESG-Themen, sowie hochaktuell die Auswirkungen der Ukraine-Krise, die explodierende Inflationsrate, die steigenden Energie- und Verbraucherpreise. Diese Faktoren werden – neben oder nach den Pandemie-Einschränkungen – die Zukunft der Städte extrem beeinflussen. Ein mutiges gemeinsames Gegensteuern ist schneller denn je erforderlich.

Heuer Dialog wird die aktuellen Entwicklungen aufgreifen, auch beim 15. Deutschen Handelsimmobilien-Gipfel im Frühjahr 2023!

Die Autorin
Karin Hanten
Projektleiterin
Heuer Dialog GmbH