22.09.2021
Jens Lütjen

Die Hansestadt im Wandel

Bremen bietet Offenheit und Transparenz, Analyse und Perspektive

In Bremen entstehen in den kommenden Jahren viele neue Bauprojekte. Als Wandel der Zeit kann daher die aktuelle Entwicklung in der Bauwirtschaft in Bremen beschrieben werden, die in vielen begehrten innerstädtischen Lagen zu beobachten ist.

Es ist gute Tradition, dass der Heuer Dialog in Bremen ein hochkarätiges Programm mit marktführenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern anbietet und zum Immobilien-Dialog einlädt. Schließlich bietet die von uns seit vielen Jahren gern begleitete Veranstaltung eine gute Plattform, aus unterschiedlichen Richtungen zu denken und die Beteiligten in ihrem Verständnis zueinander zu führen – gleichermaßen aber auch Lösungen und Ergebnisse vorzubereiten, Investoren für den Standort zu sensibilisieren und zu motivieren.

Auch in diesem Jahr unterstützt unser Haus den spannenden Immobilien-Dialog in Bremen unter dem Motto „Die klimaneutrale Stadt: Lust und Last zugleich!“, steht Bremen doch mehr denn je für eine offene Kommunikation zwischen allen Stakeholdern, der Wirtschaftsförderung und Bauverwaltung. Die größten Herausforderungen in der Nachkriegszeit liegen sicher in der Cityentwicklung, diese gepaart mit einer vehementen Veränderung bei vielen Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmern zu nachhaltigeren und sinnstiftenderen Investitionen. Transparenz ist da unerlässlich, um Investments zielführend beraten und gestalten zu können.

In Bremen wurden noch nie so viele Quartiere in so kurzer Zeit geplant, beraten und perspektivreich im Markt platziert. Das Könecke-Areal, das Coca-Cola-Areal und „die Überseeinsel“ als zukünftige, neue emotionale Mitte in der Überseestadt zeugen davon. Gleichermaßen das jetzt in die Umsetzung gehende Projekt „neues Hulsbergviertel“, das Kornquartier, das Hachez-Quartier sowie das Tabakquartier werden langfristig die Stadt prägen und bieten ungemein spannende Flankierungen auch für die Cityentwicklung als solche.

Der Senat hat sich bekannt zu einem stärkeren Integrieren von Bildung und Wissenschaft in die City, trägt das Aktionsprogramm Innenstadt in enger Verknüpfung zur Wirtschaftsförderung Bremen und verschreibt sich wie selten zuvor in den vergangenen Jahrzehnten der zwingenden Notwendigkeit der Attraktivierung der Innenstadt. Innovative Cityentwicklungen – sie werden maßgebliche Gradmesser nicht nur in Bremen, sondern in ganz Deutschland für die nächsten Jahre und die „DNA“ einer Stadt sein. Gelingt es uns, viele Zielgruppen, aber auch neue Zielgruppen in die Innenstädte zu motivieren? Gelingt es, mehr Wohnen und mehr Aufenthaltsqualität zu implementieren – unter ausbalancierter Mobilität für alle Beteiligten? Herausforderungen, die es zu diskutieren gilt, und wo wir an vielen Stellen am Anfang stehen. Die Zinssituation lässt Stadterneuerung und -entwicklung zu wie nie. Die Zeit ist nicht nur reif, es gilt sie auch in besonderer Weise zu nutzen in Offenheit und Transparenz, mit klarer Analyse, zugunsten von neuer und ergänzender Perspektive.

Der Autor
Jens Lütjen
Geschäftsführender Gesellschafter
Robert C. Spies