12.08.2021
Steffen Kammradt

Ein Beitrag von Dr. Steffen Kammradt, Sprecher der Geschäftsführung, Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB)

Industrie und Logistik – eine Erfolgstory der Hauptstadtregion

In Brandenburg und Berlin – Deutschlands Hauptstadtregion – sind Industrie und Logistik Treiber einer rasanten wirtschaftlichen Entwicklung. TESLA, BASF und Microvast stehen für die großen industriellen Investitionen in der Region.

Sie prägen zugleich das Profil Brandenburgs als Standort der Mobilitäts- und der Energiewende. Ebenso erfolgreich entwickelt sich die Logistik in der Hauptstadtregion. Kein Wunder, denn mehr Industrie braucht mehr Logistik. Und die großen Verkehrsachsen nach West-, Ost- und Nordeuropa binden schnell an die wichtigen europäischen Märkte an. Seit 10 Jahren steht die Hauptstadtregion dadurch in der Spitzengruppe der deutschen Logistikregion. Industrie und Logistik sind das Erfolgsduo der deutschen Hauptstadtregion.

Mitte der 2000er Jahre zählten Brandenburg und Berlin noch zum Mittelfeld der deutschen Logistikstandorte. Dann begann 2010 ein Boom, der bis heute anhält. Für die jährlichen Rekord-Flächenumsätze zwischen 300.000 und bis zu 500.000 m² zeichnen vor allem produktionsorientierte Logistik und Onlinehandel als größte Treiber verantwortlich. Und nicht nur in Flächen wird investiert, sondern auch in Arbeitsplätze. Rund 200.000 Menschen sind heute in der Hauptstadtregion in logistischen Berufen tätig. Die Region ist mit Güterverkehrszentren ausgestattet, die Spitzenplätze in deutschen und europäischen Rankings einnehmen. In Brandenburgs Unternehmen wird investiert und innoviert. Kurzum: die Region ist bestens für die Mobilität der Zukunft gerüstet.

Denn auch die Logistik stellt sich den Herausforderungen der Mobilitätswende. Innovationsfreudige Akteure aus Wirtschaft und Forschung testen neue Konzepte und Technologien auf der Straße, der Schiene und auf den Wasserwegen. Nicht nur Tesla arbeitet an der Elektromobilität: Mit eHaul wird ein Batteriewechselkonzept für 40t-Langstrecken-LKW erprobt und mit der ELEKTRA wird in Kürze ein elektrisches Schubschiff den Berliner Westhafen mit Hamburg verbinden. Gleich in zwei Projekten – autonomSOW und A-SWARM – wird das autonome Fahren auf der Wasserstraße entwickelt. Und auch die Schiene wartet mit neuartigen Konzepten zur Ballungsraumversorgung auf, eingerahmt von einer Vielzahl an Ansätzen für effiziente und emissionsarme Citylogistik. Doch nicht nur im Gütertransport, auch in den Lägern kann der Wandel der Logistik beobachtet werden. Der überwiegende Teil der heute in Berlin und Brandenburg gebauten Logistikimmobilien erfüllt höchste Energieeffizienzstandards. Eines der modernsten Logistikzentren Deutschlands, das dm-Verteilzentrum im GVZ Wustermark, weist einen Automatisierungsgrad auf, den man sonst nur aus der Automobilfertigung kennt. Die Wirtschaftsförderung Brandenburg unterstützt die Akteure bei diesem Prozess aktiv mit allen Services der integrierten Wirtschafts- und Arbeitsförderung. In der WFBB ist auch das Brandenburger Clustermanagement Verkehr, Mobilität und Logistik angesiedelt, das den Austausch von Wirtschaft und Wissenschaft befördert.

Produktion, Handel, die Versorgung der Bevölkerung – all das ist abhängig von perfekt organisierten Warenströmen. Wer Industrie will, der muss auch in Logistik denken. Eine Logistik, die heute eine High-Tech-Branche ist wie viele ihrer industriellen Kunden, die nachhaltig und zukunftsorientiert arbeitet. Nicht ohne Grund steht Logistik im Namen des Clusters Verkehr, Mobilität und Logistik Berlin Brandenburg – und ist damit Teil der gemeinsamen Innovationsstrategie beider Länder, die die Messlatte für die Entwicklung der Hauptstadtregion als Technologiestandort setzt. Werden auch Sie ein Teil dieser Erfolgsgeschichte der deutschen Hauptstadtregion.

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Der Autor
Dr. Steffen Kammradt
Geschäftsführer
Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB)