02.11.2019
Juliane Sakellariou

Jubiläum: 10 Jahre Jahresauftakt beim Immobilien-Dialog Köln!

Köln ist ein Gefühl

"Wer hier investiert, baut und bleibt, hat diese Stadt im Blut.", sagte mein erster Gesprächspartner in der Domstadt. Ist das so? Kann "Kölle" nur, wer "Kölle" kennt? Nach 10 Jahren am Standort ziehen wir ein Zwischenfazit was so geht an Kölns Markt!

So lang ist's schon her! Seit 10 Jahren treffen sich die Kölner Entscheider schon beim Immobilien-Dialog! Als wir hier aufgeschlagen sind, um den ersten Jahresauftakt zu planen, hatte Köln gerade so die Million geknackt, an Einwohnern, versteht sich. Der Markt, so sagte man Heuer Dialog damals, sei verschlossen und unzugänglich. Frei nach dem Motto: "Kenne mer nit, bruche mer nit".

Dass die Kölner gut und gerne Sprüche klopfen, ist bekannt, aber um erfolgreich und damit auch gerne zu investieren, braucht es mehr als charmant-ruppige Lebensart. Tatsächlich ist es aber wahrscheinlich auch genau das "Kölner Gefühl" Grund dafür, dass zunehmend Menschen und Unternehmen in die Metropole am Rhein ziehen.

2020 konstatieren wir: in den nächsten zehn Jahren wird man in Köln ganz entspannt die 1,1 Millionen-Einwohner-Marke knacken. Wo man die jetzt alle unterbringt ist allerdings die Frage! Während 2010 die Kölner im Schnitt auf 37,75 m² pro Person lebten, ist man im Medium bundesweit nun bei 46m². Vor 10 Jahren hatte Köln 537.666 Wohnungen vorzuweisen. Der statistische Jahresbericht 2018 weißt 558.038 Wohnungen insgesamt auf. "Nur" 20.372 Wohnungen für fast 100.000 zusätzliche Menschen? Gut, dass die Wirtschaft weiter am Ball bleibt.

"Et hätt noch immer jot jejangen."

Im Ranking der Kölner Lieblingssprüche ist auch "Et hätt noch immer jot jejangen." ganz weit vorne dabei. Gesunder Optimismus ist bei jeder Marktlage sicherlich das Salz in der Suppe, aber der Flaschenhals bleibt derzeit die Fläche. Durch lange Bauprozesse, fehlende Fachkräfte und hohe Baukosten spürt man auch in Köln neben der anhaltend hohen Nachfrage auch eine gesunde Preisdynamik.

Perspektivisch ist man also auch in der Domstadt mit der Frage nach Bezahlbarkeit von Büros und Wohnungen konfrontiert und geht schon frühzeitig auf die Suche nach Stellschrauben. Die digitale Transformation zum Zweck der Prozessoptimierung in der städtischen Verwaltung und im Bauprozess schafft Hoffnung. Wie digital soll dann das Produkt, also das Gebäude, am Ende wirklich sein, damit die Menschen, die darin arbeiten und leben sich noch wohlfühlen?

Wieviel kann man mit den anstehenden innerstädtischen Quartiersentwicklungen abfangen und was muss und kann in der Außenentwicklung noch kommen?

Fragen, die sich nicht nur die Professionals in Köln sondern eben bundesweit an vielen Standorten stellen. Der Vorteil der Domstadt? Hier geht man alles mit einem gesunden Maß an Pragmatismus und dem gewissen Quäntchen Leichtigkeit an. Unser Zwischenfazit nach 10 Jahren am Markt? Viel zu tun! Gut, dass es Spaß macht in Köln und mit den Kölnern. Wir freuen uns auf das Jubiläum und die nächsten 10 Jahre. In diesem Sinne, auf bald!

"Drink doch ene met!"

Die Autorin
Juliane Sakellariou
Projektleiterin
Heuer Dialog