20.06.2019
Juliane Sakellariou

Überall drückt es in der Region.

Rhein-Main will Zukunft. Rhein-Main braucht Fläche. Rhein-Main baut Netzwerke.

Was andere als Hiobsbotschaft auffassen, ist in unserer dynamischen Region Alltag.

Hier wird von Herausforderungen und nicht von Problemen gesprochen, hier wird über drei Bundesländer hinweg zur Arbeit und wieder nach Hause gependelt. Von Aschaffenburg und Hanau bis Limburg und Mainz, überall sind die Menschen daran gewöhnt durch ihre Region zu reisen. Rhein-Main ist Heimat.

Unternehmerheimat an Rhein und Main.
Die Region erlebt seit einigen Jahren ein Investitionshoch. Produktive Unternehmen: Von A wie Asklepios in Königstein, über M wie Merck in Darmstadt bis hin zu W wie WISAG in Frankfurt! Hier wird viel geboten. Arbeitnehmer profitieren von der Vielfalt der Unternehmenslandschaft und Investoren aller Assetklassen zieht es folglich an Rhein und Main.

Die Länder unterstützen die gute Entwicklung der Region im Herzen Deutschlands und doch bleiben noch viele Aufgaben in der Regional- und Siedlungsentwicklung, denen sich die Kommunen, Kreise und Städte hier nicht alleine stellen müssen.

Wohnen, Wohnen, Wohnen, aber WO?
Traditionsunternehmen wie Opel in Rüsselsheim, die Fraport in Frankfurt oder Boehringer Ingelheim bemühen sich in ihrer Unternehmensgeschichte immer schon um ein gutes zu Hause für ihre Arbeitnehmer. Es braucht Fläche für bezahlbaren Wohnraum, damit die Unternehmen ihre Arbeitnehmer halten können. Wo denn? Alle wollen in die Stadt, aber der Mittelstand kann sich das bei bis zu 25€/m² in der Spitze in der Innenstadt von Frankfurt zum Beispiel nur kaum leisten. Mike Josef will Wandel und bietet Flächen für bezahlbares Wohnen. Aber auch die Flächen in der Stadt sind begrenzt. Was nun?

Motto: Ran an den Speck!
Wer in der Stadt keinen Platz findet oder aber auch, bei aller Dogmatik, vielleicht lieber im Grünen wohnen will: der muss/darf in den Speckgürtel. Dafür braucht es dort aber auch eine neue Infrastruktur, digital und analog. In der Region Stuttgart hat die Telekom jetzt eine Großinitiative im Breitbandausbau gestartet. „Wie wärs, Rhein-Main?!“ denkt sich jeder, der im Taunus arbeitet, lebt oder schon mal durchs Funk- respektive Asphaltloch gefahren ist.

Wanted: Transport ohne Tretroller
Im Stau stehen gehört zu unserer Region wie der Wein. Trotz vieler Projekte im Straßenbau reicht es hinten und vorne nicht. Es braucht überkommunale Lösungen und zwar pronto. Die neudesigneten Flugtaxis sind cool, ohne Frage, aber bis die abheben sind wir mit dem Tretroller unterwegs, weil sonst nichts mehr geht. Vorschlag: Mehr Investition im Schienenausbau. Ein Rhein-Main-Ticket, das bezahlbar ist, Schnellverbindungen zwischen den Städten der Region sowie ein besserer Mix von Mobilitätsangeboten im Anschluss. Kein Platz? Nur neue Baustellen? Da sprach doch mal jemand von einer Seilbahn...

Themen über Themen. Der „Immobilien-Dialog Metropolregion Rhein-Main“ am 27. + 28. August 2019 bringt aktiv hochrangige Vertreter aus Landes- und Kommunalpolitik mit der Immobilienwirtschaft zusammen. Baut Netzwerke für die Region. Wir sind mitten im Game Change und gestalten unsere Heimat neu für Menschen, Unternehmen, Natur, kurz: unsere Zukunft.  

 

Die Autorin
Juliane Sakellariou
Projektleiterin
Heuer Dialog