11.03.2019
Timo Leukefeld

Ein Vortrag über Wohnen, Energie, Verkehr, Nahrung, Digitalisierung und künstliche Intelligenz – wie wir Visionen zu Produkten formen

Wie werden wir in Zukunft leben?

Wie leben wir in Zukunft? Wohin geht die Reise mit der Mobilität? Werden wir unsere Häuser einfach 3D ausdrucken – samt Mobiliar und Designerlampen? Auf welche Weise wird uns künstliche Intelligenz zukünftig unterstützen?

Wie leben wir in Zukunft? Was werden wir essen, wenn wir 10 Milliarden Menschen sind? Wohin geht die Reise mit der Mobilität? Werden wir unsere individuell gestalteten Häuser einfach 3D ausdrucken – samt Mobiliar und Designerlampen? Auf welche Weise wird uns extrem lernfähige künstliche Intelligenz zukünftig unterstützen? Stehen Androiden uns im Alter zur Seite und verhelfen uns so zu Unabhängigkeit? Kurz: Welche anderen, bislang noch nicht gedachten, visionären Lösungen, werden unseren herkömmlichen Alltag bereichern und zu einem bequemen Leben beitragen?

Prof. Timo Leukefeld reiste für den MDR rund um die Welt. Weitere Reisen führen ihn nach Japan, China und ins Silicon Valley, um den Erfolg zukunftsweisender Unternehmen und technologischer Projekte zu ergründen. Regelmäßig nimmt er an archäologischen Ausgrabungen teil. Er erforscht die Vergangenheit und behält gleichzeitig die Zukunft im Blick. So findet er die richtigen Entscheidungen für die Gegenwart. Stets geht er den Fragen nach: Wie werden wir in Zukunft leben? Auf seinen Reisen erforscht er, wie Megatrends zu lebenswerten Zukunftsprojekten werden. Er beleuchtet Versorgungsszenarien und räumt mit dem Vorurteil knapper Ressourcen auf. Sein Grundsatz: Weg vom Verbrauch endlicher Rohstoffe hin zu einer zukünftigen Kultur des Gebrauchens.

Unsere große Chance für das 21. Jahrhundert liegt in individueller Unabhängigkeit gepaart mit Vernetzung und Sharing (kollektivem Teilen). Wir leben in einer Welt, deren Wirtschaftssystem in einem epochalen Wandel begriffen ist: Aus dem „Silicon Valley“ kommen stetig neue, digitalen Lösungen, die bekannte Geschäftsmodelle nicht nur ersetzen, sondern revolutionieren. Aufgrund hocheffizienter Systeme kosten Produkte und Dienstleistungen immer weniger. Dieser Vortrag zeigt, wie sich eine so genannte „Null-Grenzkosten-Gesellschaft“ auch und besonders angesichts der wachsenden Bevölkerung in Bezug auf Wohnen, Energie, Mobilität, Stadtentwicklung, künstlicher Intelligenz und Ernährung darstellt. Bald liegt die Weltbevölkerung bei 10 Milliarden Menschen. Schon heute leben mehr als die Hälfte aller Menschen in Städten. 2050 werden es mehr als dreiviertel sein. Städte sind die Bühne, auf der das Zusammenleben unterschiedlichster Menschen und Menschengruppen inszeniert werden.

Es gilt urbane Flächen, seien sie horizontal oder vertikal, gemeinsam fantasievoll, inspiriert und kreativ zu nutzen: bevorzugter Weise für Pflanzen statt für stehenden Autoverkehr. Das bringt zum einen mehr Leben und wohltuendes Grün ins Stadtbild und gleichzeitig die Menschen der notwendigen Vision einer „essbaren Stadt“ näher. Zum anderen gilt es neue Mobilitätskonzepte zu etablieren, unter dem verlockenden Motto: Fahren statt Parkplatzsuche. Die Kombination neuer Technologien mit bereits vorhandenen öffentlichen Transportangeboten, bis hin zu dem Einbinden und der digitalen Vernetzung aller vorhandener Fahrzeuge scheint eine flexible und nachhaltige Möglichkeit, dem Bedürfnis Mobilität in der Zukunft gerecht zu werden.

Timo Leukefeld, die Bundesregierung bezeichnet ihn als Energiebotschafter, prüft neue Technologien und ihre breitgefächerte Einsatzmöglichkeit. Seine Energiekonzepte, bauen auf den kostenfreien, krisensicheren und alternativen „Rohstoff“ Sonne, zur Eigenversorgung mit Wärme, Strom und Mobilität. In Freiberg, Sachsen, baute er die ersten beiden energieautarken Häuser, in denen er wohnt, arbeitet und auf deren Grundlage er neue innovative und lukrative Geschäftsmodelle für Wohnungswirtschaft, Banken und Energieversorger entwickelt.

Der Autor
Prof. Dipl.-Ing. Timo Leukefeld
Denkwandler