28.01.2019
Christian Tackenberg

Nachbericht: Jahresauftakt der rheinischen Immobilienwirtschaft

Rund 130 Teilnehmer beim Immobilien-Dialog Köln

Vorabend im neuen Gerling-Quartier, eröffnet von Markus Greitemann, gebannte Aufmerksamkeit beim Thema Mobilität, Perspektiven für Köln und Coworking wirtschaftlich betrachtet. Der Immobilien-Dialog in der Zusammenfassung.

Zum 9. Mal tra­fen sich in Köln die Ent­schei­der der rhei­ni­schen Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft. Der Ter­min im Ja­nu­ar war güns­tig ge­wählt. Das neue Ge­schäfts­jahr hat be­gon­nen und die die meis­ten Bau­stel­len ste­hen win­ter­be­dingt oh­ne­hin still. Wo lie­ßen sich al­so bes­ser die Pro­jek­te für 2019 ab­ste­cken, als hier.

Den Auf­takt mach­te der ge­sel­li­ge Vor­abend im neu­en Ger­ling-Quar­tier. Im 25 hours-Ho­tel stell­te der Gast­ge­ber des Abends, Mi­cha­el Kunz von der Pro­xi­mus Re­al Es­ta­te AG, sei­nen Bei­trag zur Stadt­ent­wick­lung in der Dom­stadt vor. Zum ei­nen das neue Ger­ling-Quar­tier, er gab aber auch ei­nen Aus­blick auf sein neu­es­tes Pro­jekt das Frie­sen­quar­tier – wie­der ei­ne Mi­schung aus Woh­nen, Ge­wer­be und Gastronomie.

Mit sei­nen (vor al­lem) rechts­rhei­ni­schen Flä­chen­re­ser­ven ist Köln – ver­gli­chen mit an­de­ren Top-7-Stand­or­ten – durch­aus in ei­ner glück­li­chen La­ge. Aber: auch hier gilt, dass der Flä­chen­be­darf bei Woh­nen und Ge­wer­be im­mens ist und die Stadt bei den not­wen­di­gen Bau­ge­neh­mi­gun­gen oft nicht hin­ter­her­kommt. Mar­kus Grei­te­mann, seit Ju­ni letz­ten Jah­res Kölns Bau­de­zer­nent, ver­sprach aber Bes­se­rung. Grei­te­mann, als „Quer­ein­stei­ger“ eher prak­tisch ver­an­lagt, ver­sprach der ver­sam­mel­ten Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft Bes­se­rung. Den Ton traf auch An­drea Blo­me, die sich als Mo­bi­li­täts­de­zer­nen­tin dem lei­di­gen The­ma Stau und der in Jah­re ge­kom­me­nen In­fra­struk­tur wid­men will, wid­men muss.

Mit gro­ßem In­ter­es­se ver­folg­ten die Teil­neh­mer auch den Vor­trag von Dr. Chris­ti­an Stein­born, Vor­stand der e.​Go Mo­bi­le AG. Das von dem Aa­che­ner Pro­fes­sor Gün­ther Schuh ge­grün­de­te Un­ter­neh­men ver­folgt ein re­vo­lu­tio­nä­res Ziel. Die Elek­tro­mo­bi­li­tät mas­sen­taug­lich zu ma­chen. Re­vo­lu­tio­när ist der An­satz aus ei­nem Grund, den Stein­born gleich am An­fang deut­lich mach­te: Elek­tro­mo­bi­li­tät wird im­mer nur ei­ne Er­gän­zung zu fos­si­len Brenn­stof­fen sein, sie aber – in na­her Zu­kunft – nie ganz er­set­zen kön­nen. Fo­kus­siert man sich näm­lich auf die Kurz­stre­cke – den Stadt­ver­kehr (ob An­woh­ner- oder Lie­fer­ver­kehr) – fal­len die gan­zen Pro­ble­me mit schwe­ren Bat­te­ri­en, man­geln­der Reich­wei­te und auf dem Land feh­len­der La­de­in­fra­struk­tur weg.

Dass auch die Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft die­ses The­ma in­ten­siv be­schäf­tigt, merk­te man an dem gro­ßen In­ter­es­se, mit dem Stein­borns Vor­trag ver­folgt wur­de. Man hät­te ei­ne Steck­na­del fal­len hö­ren können.

Doch das gro­ße The­ma wa­ren na­tür­lich Im­mo­bi­li­en, den Auf­takt mach­te Ro­land Kamp­mey­er (Kamp­mey­er Im­mo­bi­li­en), der den Teil­neh­mern ei­nen kom­pak­ten Über­blick über den Markt gab. Für vie­le Teil­neh­mer erst­mals wur­de im An­schluss der Trend zum Co­wor­king wirt­schaft­lich be­trach­tet. Wel­che Po­ten­zia­le der Markt für Fi­nan­zie­rer, In­ves­to­ren und Pro­jekt­ent­wick­ler bie­tet, dis­ku­tier­te Chris­tof Har­de­busch, Chef­re­dak­teur des Im­mo­bi­li­en Ma­na­gers mit ei­ner il­lus­tren Run­de von Marktkennern.

Ab­schlie­ßend ent­führ­te der Ar­chi­tekt Chris­ti­an Ve­d­de­ler vom nie­der­län­di­schen UN­Stu­dio die Teil­neh­mer noch ein­mal in wär­me­re Ge­fil­de; sein auf­se­hen­er­re­gen­des ak­tu­el­les Hoch­haus-Pro­jekt in Mel­bourne war das The­ma sei­ner Präsentation.

Fa­zit: Der Im­mo­bi­li­en-Dia­log Köln hat sich in den letz­ten Jah­ren zum „Jah­res­auf­takt der rhei­ni­schen Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft“ eta­bliert. Wir se­hen uns auch 2020 wie­der in der Domstadt!

Der Autor
Heuer Dialog
Christian Tackenberg
Projektleiter
Heuer Dialog
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