17.09.2018
Angela Rüter

Handels-Dialog Hessen

Erlebnispark (Innen)Stadt

Die Medien sind gerade mal wieder voll von Meldungen rund um die Warenhäuser. Gelingt die Fusion von Karstadt und Kaufhof, ohne Standortschließungen und Entlassungen?

Heuer Dialog

Kaum zu glauben. Und dennoch gibt es auch immer wieder Lichtblicke. In vielen Städten in Hessen tut sich was. Aus der Schockstarre und der Angst vor dem Online-Handel ist ein „jetzt erst Recht“ geworden.

Tatsächlich hat die Konkurrenz aus dem Internet dem Einzelhandel und den Städten „Beine gemacht“. Denn die Menschen sehnen sich nach mehr Vielfalt, attraktiven Innenstädten mit Wohlfühlfaktor, Marktplätzen und sozialem Austausch. Ob Offenbach, Langen, Bad Vilbel, Frankfurt, Wiesbaden …. die Liste der Städte mit neuen Entwicklungen und Handelskonzepten wird immer länger. Und das ist gut so.

In die Stadt gehen müssen sollte künftig durch „in die Stadt gehen wollen“ ersetzt werden, so konnten wir es in der TW Textilwirtschaft lesen. Die Zeitschrift widmete die Ausgabe der Zukunft der Innenstädte. Die Konkurrenz sei nicht der Online-Shop, sondern die nächste Innenstadt. Der Kunde sucht Erlebnisse, Inszenierungen und Emotionen. Alles das gibt es in den Städten und nicht im Internet. Wenn es Städten, Handel und der Immobilienwirtschaft gelingt, den Kunden zu umgarnen, dann gibt er ihm einen Grund, vielleicht ganz beiläufig, auch etwas zu kaufen. Denn 70 bis 80 Prozent verdient der Handel immer noch auf der Fläche. Dies zu verteidigen, ist eine riesige Herausforderung. Und hier braucht es Händler, die wieder in ihre Alleinstellung investieren und die Karte der menschlichen Inspiration spielen, statt sich im digitalen zu verlieren.

Beim Handels-Dialog Hessen am 25. Oktober 2018 in Frankfurt geht es darum auch um den Marktplatz (Innen)Stadt: Die Handelszone der Zukunft.

Das Event zum Thema
Die Autorin
Angela Rüter
Geschäftsführerin
Heuer Dialog