25.06.2018
Miriam Karg
Juliane Sakellariou

Immobilien-Dialog Metropolregion Rhein-Main

Rhein-Main frisch und informell: Politik trifft Immobilienwirtschaft

Der frische Wind in der Chefetage beim Regionalverband FrankfurtRheinMain bringt Steine ins Rollen.

Quelle: shutterstock.com

„Den Knoten durchschlagen, für eine gemeinsame Regional- und Siedlungsentwicklung“ ist ein besonderes Anliegen des neuen CDU-Verbandsdirektors Thomas Horn. Einen „Game Change“, also eine positive Veränderung des Zusammenspiels in der Regionalplanung, soll ein intraregionales Flächenmanagement ermöglichen. Dabei sollen gemeinsame Standards und Qualitäten gesetzt werden, um städtebauliche und architektonische Mehrwerte zu sichern und voranzutreiben.

Herausfordernd genug, denn der Spagat zwischen kommunaler Selbstverwaltung und regionaler Verantwortung muss dabei bewältigt und Konsens über gemeinsame Ziele erlangt werden.

Doch wie verteilt man die Investitionen in Infrastruktur und Daseinsvorsorge sinn- und planvoll zum Nutzen aller? Dieser Frage ist man in Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt, Eschborn, Bad Vilbel und Co. bisher immer ausgewichen. Gemeinsame Planungsanstrengungen: Fehlanzeige!

Gerade in Bezug auf Ansiedlungen muss offen über einen Ausgleich von Vorteilen, aber auch der Zumutungen und Belastungen gesprochen werden. Regionale Egoismen sollten nicht im Wege stehen – es bedarf einer klugen raumplanerischen Steuerung, unabhängig von Stadtgrenzen. Das Prinzip von Gerechtigkeit im Sinne der Fairness steht dabei stets im Vordergrund. Nur dann können alle, gleichermaßen vom Wachstum innerhalb der Metropolregion profitieren.

Die gesamte Region bietet eine äußerst hohe Lebensqualität: Urbane Räume, kulturelle Angebote und Erholungsgebiete wie der Rheingau und Taunus strahlen weltweite Anziehungskraft aus. Damit ist die Metropolregion bei Touristen, Unternehmen und Einwohnern gleichermaßen begehrt. Und diese Lebensqualität soll gemeinsam erhalten und verstärkt werden.

Ein essentieller Baustein des „Game Changes“ sind die aktuellen Diskussionen rund um das Thema Mobilität. Das Kernelement einer flexiblen und unabhängigen Gesellschaft in einer Region ist die Infrastruktur. Dabei sind die aktuellen Vorschläge zur Mobilität in der Region, sei es die Regionaltangente West oder der City-Bahn zwischen Wiesbaden und Mainz, die Basis des intraregionalen Flächenmanagements.

Im Dialog mit Kommunalpolitikern sollen gedankliche Hürden überwunden und eine mentale, positive Öffnung für neue Wege in der Regional- und Siedlungsentwicklung sowie in der Immobilienwirtschaft erreicht werden. So soll eine bessere Vernetzung der Akteure gelingen. Mit anderen Regionen sollen Erfahrungen ausgetauscht werden. Beispielhafte Lösungen werden daher ggf. nicht nur aus der Rhein-Main-Region, sondern auch aus anderen Verflechtungsräumen, so auch aus europäischen Nachbarstaaten, aufgegriffen.

Der „Immobilien-Dialog Metropolregion Rhein-Main“ leistet Pionierarbeit und verbindet aktiv hochrangige Vertreter aus Landes- und Kommunalpolitik mit der Immobilienwirtschaft. Sprecher wie Frau Priska Hinz, Hessische Ministerin für Wohnungsbau und Stadtentwicklung und Herr Tarek Al-Wazir, Staatsminister des Landes Hessen, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung gestalten diesen Tag mit weiteren kommunalen Vertretern sowie der Immobilienwirtschaft. Der Award „Game Changer Rhein-Main 2018“ für das innovativste Projekt in der Region steht für den Neuanfang und Aufbruch für eine zukunftsweisende, gemeinsame Regional- und Siedlungsentwicklung im Rhein-Main-Gebiet.

Die Autoren
Miriam Karg
Projektleiterin
Heuer Dialog
Juliane Sakellariou
Projektleiterin
Heuer Dialog GmbH