08.03.2018
Katarina Adam

Navigieren im Zeitalter von Digitalisierung (Ein Überblick Teil I)

Immobilienwirtschaft 4.0

Die Beziehung zwischen Mensch und Technik befindet sich im Umbruch. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Digitalisierung wirft viele Fragen auf.

1. Vorwort

Die Be­zie­hung zwi­schen Mensch und Tech­nik be­fin­det sich im Um­bruch. Die Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­ma Di­gi­ta­li­sie­rung wirft vie­le Fra­gen auf. Was be­deu­tet das für mich und was be­deu­tet das für mich und mein Un­ter­neh­men? Wie tief­grei­fend wer­den die Aus­wir­kun­gen auf den Wer­te­pool der ein­zel­nen Bran­chen/Bran­chen/Un­ter­neh­men sein? Gibt es kurz­fris­ti­ge Ge­schäfts­chan­cen oder Be­dro­hun­gen? Was ge­schieht mit dem Ar­beits­markt? Wer­den neue Fä­hig­kei­ten be­nö­tigt? Oder ist es nur ein Hype - und wir kön­nen ent­spannt blei­ben? Of­fen­sicht­lich gibt es ton­nen­wei­se Re­ak­tio­nen, die die gro­ße Un­si­cher­heit of­fen­ba­ren, die mit der Di­gi­ta­li­sie­rung ver­bun­den ist. Der fol­gen­de Be­richt ver­sucht, die ak­tu­el­le Dis­kus­si­on zu klas­si­fi­zie­ren und auf­zu­zei­gen, wo wir uns im Mo­ment be­fin­den, und ver­sucht auch, ein we­nig nach vor­ne zu schau­en, um zu se­hen, was die Zu­kunft für uns be­reit­hält. Der nach­fol­gen­de Ar­ti­kel ist Teil I ei­ner Tri­lo­gie und be­fasst sich zu­nächst mit ei­nem all­ge­mei­nen Über­blick über die di­gi­ta­le Welt. Ein ers­ter Aus­blick wird ge­wagt, um zu zei­gen, wie die­se di­gi­ta­le Welt die Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft be­ein­flus­sen wird. Im Som­mer 2018 wird Teil II sich mit dem Sta­tus Quo der Di­gi­ta­li­sie­rung in der Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft be­schäf­ti­gen, um im Herbst 2018 die Vi­si­on, auch und ins­be­son­de­re auf Block­chain An­wen­dun­gen im Zu­ge der fort­schrei­ten­den Di­gi­ta­li­sie­rung in der Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft dar­zu­le­gen: Der Block­chain Imperativ!

2. Ent­wick­lung der di­gi­ta­len Welt

Die di­gi­ta­le Wirt­schaft ent­wi­ckelt sich durch die kon­ti­nu­ier­li­che Wei­ter­ent­wick­lung der Tech­no­lo­gi­en ra­sant wei­ter. Mar­tin Ford, der Au­tor des Bu­ches "Der Auf­stieg der Ro­bo­ter", be­schreibt be­reits in sei­nem Vor­wort, was es ei­gent­lich be­deu­tet, dass sich nach Moo­res Ge­setz die Re­chen­leis­tung al­le 18 Mo­na­te ver­dop­pelt. (Ford, Mar­tin: (2015), p xii, xiii) Die au­ßer­or­dent­li­che Be­schleu­ni­gung der Re­chen­leis­tung treibt al­le Tei­le un­se­res Le­bens in die nächs­te Ära. Die di­gi­ta­le Wirt­schaft ex­pan­diert in mehr­fa­cher Hin­sicht und auf meh­re­ren Ebe­nen. Ei­ni­ge von ih­nen sind schnel­ler als andere.

Laut dem im Ok­to­ber 2017 ver­öf­fent­lich­ten UN-Re­port ge­hö­ren zu den "Schlüs­sel­tech­no­lo­gi­en der sich ent­wi­ckeln­den di­gi­ta­len Wirt­schaft fort­ge­schrit­te­ne Ro­bo­tik, künst­li­che In­tel­li­genz, In­ter­net der Din­ge (IoT), Cloud Com­pu­ting, Big Da­ta Ana­ly­tics und 3D-Druck". Die­se Tech­no­lo­gi­en wer­den sich auf al­le Be­rei­che un­ter­schied­lich aus­wir­ken. (UN In­for­ma­ti­on Eco­no­my Re­port 2017, p. xiii) Zu­nächst ein­mal gilt es, den Be­griff "di­gi­ta­le Wirt­schaft" zu de­fi­nie­ren. Bei dem Ver­such, ei­ne all­ge­mein­gül­ti­ge De­fi­ni­ti­on zu ver­wen­den, die für und ge­gen al­le glei­cher­ma­ßen gilt, ist zu be­ach­ten, dass es ei­ne sol­che De­fi­ni­ti­on nicht gibt. Don Taps­cott präg­te 1996 in sei­nem Best­sel­ler den Be­griff der di­gi­ta­len Öko­no­mie. (Taps­cott, Don: (1996), The Di­gi­tal Eco­no­my: Pro­mi­se and Pe­ril in the Age of Net­wor­ked In­tel­li­gence) Es gibt vie­le De­fi­ni­tio­nen, de­ren ge­mein­sa­mer Nen­ner der Ein­satz di­gi­ta­ler Tech­no­lo­gi­en ist. Bukht & Heeks ge­ben ei­nen sehr gu­ten Über­blick über die be­stehen­den De­fi­ni­tio­nen und be­schrei­ben die di­gi­ta­le Wirt­schaft als "je­nen Teil der Wirt­schafts­leis­tung, der aus­schlie­ß­lich oder pri­mär aus di­gi­ta­len Tech­no­lo­gi­en mit ei­nem Ge­schäfts­mo­dell auf der Ba­sis di­gi­ta­ler Gü­ter oder Dienst­leis­tun­gen stammt“. Sie er­klä­ren, dass die­se De­fi­ni­ti­on ih­re Gren­zen hat, aber sie ist auch "fle­xi­bel ge­nug sei, um di­gi­ta­le Ge­schäfts­mo­dell-In­no­va­tio­nen im Lau­fe der Zeit zu in­te­grie­ren“. (Bukht, Ru­ma­na; Heeks, Ri­chard: (2017), p. 4 ff)(s. Gra­fik im Slider)

Hil­fe die­ses Ver­ständ­nis­ses/An­sat­zes ist es nun mög­lich, das Spek­trum der um­fang­rei­chen di­gi­ta­len Ak­ti­vi­tä­ten wahr­zu­neh­men. Si­cher­lich kann man sa­gen, dass ein wich­ti­ger Mei­len­stein das Auf­kom­men des Per­so­nal­com­pu­ters in den 1980er Jah­ren ist. In den 1990er Jah­ren kam es zu ei­ner Rei­fung der di­gi­ta­len Werk­zeu­ge und der com­pu­ter­ge­stütz­ten Fer­ti­gung, ge­folgt vom Boom des Busi­ness Pro­cess Out­sour­cing und Shared Ser­vice Cen­ter in den 2000er Jah­ren, um die Pro­zes­se und Kos­ten­struk­tu­ren in den Un­ter­neh­men zu op­ti­mie­ren. Dienst­leis­tun­gen wur­den in gro­ßem Um­fang aus­ge­la­gert oder neu kon­zi­piert. Tech­no­lo­gi­sche Ver­bes­se­run­gen trei­ben die Glo­ba­li­sie­rung vor­an. Der Ein­satz der Tech­no­lo­gi­en in teil­wei­se völ­lig neu­en Kom­po­si­tio­nen führt u.a. zu der viel zi­tier­ten Dis­rup­ti­on. Neue Ge­schäfts­mo­del­le sind mög­lich, weil die Tech­nik viel von dem er­laubt, was vor ei­ni­ger Zeit noch ein Traum war. Un­se­re Welt wird im­mer stär­ker ver­netzt sein, und wir wer­den ei­ne ex­plo­si­ons­ar­ti­ge Zu­nah­me des Po­ten­zi­als se­hen, Da­ten zu ver­ste­hen, Er­geb­nis­se vor­her­zu­sa­gen und Pro­zes­se zu au­to­ma­ti­sie­ren. Die phy­si­sche und die vir­tu­el­le Welt wer­den sich da­her im­mer mehr an­nä­hern und ver­schmel­zen, so dass Ge­schäfts­mo­del­le, In­dus­tri­en, Märk­te, Or­ga­ni­sa­tio­nen und die Ge­sell­schaft ver­än­dert wer­den. Da­von kann sich auch die deut­sche Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft nicht ab­kop­peln. Zu­nächst soll je­doch über den Be­griff „In­dus­trie 4.0“ die Ana­lo­gie zur Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft 4.0 ge­wagt werden.

3. In­dus­trie 4.0

Der Be­griff „In­dus­trie 4.0“ steht u.a. für „ei­ne Ver­net­zung von au­to­no­men, sich si­tua­tiv selbst­steu­ern­den, sich selbst kon­fi­gu­rie­ren­den, wis­sens­ba­sier­ten, sen­sor­ge­stütz­ten und räum­lich ver­teil­ten Pro­duk­ti­ons­res­sour­cen (Pro­duk­ti­ons­ma­schi­nen, Ro­bo­ter, För­der- und La­ger­sys­te­me, Be­triebs­mit­tel) in­klu­si­ve de­ren Pla­nungs- und Steue­rungs­sys­te­me“ (vgl.https://​www.​iese.​fra​unho​fer.​de/​de/​inn​ovat​ion_​trends/​ind​ustr​ie4_​0.​html) - als ei­ne De­fi­ni­ti­on von vie­len. (vgl.http://​wir​tsch​afts​lexi​kon.​gabler.​de/​Def​init​ion/​ind​ustr​ie-​4-​0.​html)
Ge­mein­sam ist den De­fi­ni­tio­nen, dass, aus­ge­hend von der ers­ten in­dus­tri­el­len Re­vo­lu­ti­on im 18. Jahr­hun­dert, die den Über­gang von der Agrar­wirt­schaft zur In­dus­trie­ge­sell­schaft mar­kiert, über die zwei­te Re­vo­lu­ti­on, die die Mas­sen­pro­duk­ti­on er­mög­licht bis zur drit­ten Re­vo­lu­ti­on in den 70er Jah­ren des letz­ten Jahr­hun­derts, in der die Au­to­ma­ti­sie­rung durch spei­cher­pro­gram­mier­ba­re Steue­rung zum Ein­satz kommt, dass nun­mehr die Fu­sio­nie­rung der Wel­ten statt­fin­det. Ge­trie­ben durch das In­ter­net wach­sen die rea­le und die vir­tu­el­le Welt im­mer wei­ter zu ei­nem In­ter­net der Din­ge zu­sam­men, das die Ba­sis für so ge­nann­te Cy­ber Phy­si­cal Sys­tems (CPS) bil­det. Durch CPS sind al­le an der Pro­duk­ti­on be­tei­lig­ten Pro­zes­se und Ein­hei­ten (Ma­schi­nen, La­ger­sys­te­me, Be­triebs­mit­tel, Ar­bei­ter, Pro­dukt etc.) vir­tu­ell mit­ein­an­der ver­bun­den und ei­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen wird ih­nen er­mög­licht. Da­mit kann zeit­nah ein Da­ten­aus­tausch zwi­schen dy­na­misch in­te­grier­ten Diens­ten, Apps und Al­go­rith­men stattfinden.

Um die­sen An­satz bes­ser ver­ste­hen zu kön­nen, sei der Rück­griff in die Theo­rie er­laubt. Pro­zess und Wert­ket­ten spie­len für Un­ter­neh­men die ma­ß­geb­li­che Rol­le. Por­ter hat 1986 erst­mals die­se Wert­ket­ten in ei­nem Mo­del zu­sam­men­ge­fasst und so­mit er­mög­licht, dass sich Un­ter­neh­men dar­über im Kla­ren wer­den kön­nen, wel­ches ih­re Kern­pro­zes­se und wel­ches so ge­nann­te Un­ter­stüt­zungs­pro­zes­se sind. In der Zeit von Por­ters An­satz aber ste­hen die so her­aus­ge­fun­de­nen Pro­zes­se für sich, oh­ne ei­ne ho­ri­zon­ta­le oder ver­ti­ka­le In­te­gra­ti­on zu­zu­las­sen. (vgl. z.B.http://​wir​tsch​afts​lexi​kon.​gabler.​de/​Archiv/​145581/​wer​tsch​oepf​ungs​kett​e-​v7.​html)
Mit In­dus­trie 4.0 kann ge­nau die­ses be­werk­stel­ligt wer­den. Da­von ist auch die Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft mit all ih­ren Fa­cet­ten nicht aus­ge­schlos­sen. Es wird sich auf die Nach­fra­ge von Flä­chen eben­so aus­wir­ken wie auf die Pro­zes­se zur Er­stel­lung und Bewirtschaftung.

4. Das Nar­ra­tiv „Digitalisierung“

Das For­schungs­in­sti­tut Gart­ner pro­gnos­ti­ziert, dass stra­te­gi­sche Tech­no­lo­gie­trends in den nächs­ten fünf Jah­ren ein er­heb­li­ches Stör­po­ten­zi­al ha­ben wer­den. Un­ter­neh­men müs­sen ihr Ge­schäfts­mo­dell eva­lu­ie­ren und die Aus­wir­kun­gen der ent­ste­hen­den Tech­no­lo­gi­en hin­ter­fra­gen -sonst ge­ra­ten sie ins Hin­ter­tref­fen. Gart­ner sieht die di­gi­ta­le Platt­form als ei­nen der wich­tigs­ten Trei­ber. Gart­ner bei­spiels­wei­se teilt Trends in drei Haupt­grup­pen ein: In­tel­li­gent - Di­gi­tal - Mesh. (Vgl. Gart­ner’s re­port: Top 10 Stra­te­gic Tech­no­lo­gies Trends for 2018)(s. Ta­bel­le im Slider)

Ein wei­te­rer Ver­such, all die­se Tech­no­lo­gi­en zu­sam­men­zu­füh­ren, könn­te so aussehen:

Die so ge­nann­te „Platt­form Wirt­schaft“ bil­det die Grund­la­ge, weil al­le Tech­no­lo­gi­en dem Nut­zer über Platt­for­men zu­gäng­lich ge­macht wer­den. Ent­spre­chend der Kom­ple­xi­tät der Tech­no­lo­gi­en kann kein ein­zi­ges Un­ter­neh­men al­le Sys­tem­ele­men­te be­herr­schen. Über ei­ne of­fe­ne API kön­nen Ser­vices und Pro­duk­te an­de­rer Fir­men ein­ge­bet­tet wer­den und er­mög­li­chen die Zu­sam­men­ar­beit mit un­ter­schied­li­chen Tech­no­lo­gie­sys­te­men und Platt­for­men. Or­ga­ni­sa­tio­nen wie Ama­zon, Goog­le, Uber, Ali­b­a­ba etc. ver­ste­hen schon heu­te die Macht der di­gi­ta­len Tech­no­lo­gi­en. Aber ih­re stärks­ten In­no­va­tio­nen sind nicht Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen. Viel­mehr sind es die Platt­for­men, auf de­nen die­se Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen auf­ge­baut sind, und die Ge­schäfts­mo­del­le, die die­se Platt­for­men er­mög­li­chen. Aus die­sem Grund bil­det die Platt­form­wirt­schaft auch die Ba­sis für al­le an­de­ren Tech­no­lo­gi­en. Auch in der Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft wird sich die­se Plat­form-Eco­no­my aus­brei­ten und zu ver­än­der­ten Pro­zess­ab­läu­fen führen.

Wel­che an­de­ren Tech­no­lo­gi­en in Zu­kunft die Ar­beits­welt be­ein­flus­sen wer­den, wird im Fol­gen­den erläutert.

3.1 Bits und Bytes

Die­ser Clus­ter ver­bin­det die Nut­zung von Diens­ten auf ei­ne neue Art und Wei­se, die über die tak­ti­le und vir­tu­el­le Welt hin­aus­geht. Gro­ße Da­ten­ana­ly­sen füh­ren zu in­tel­li­gen­ten Da­ten. Neu­ro­na­le Net­ze und Graph-Da­ten­ban­ken hel­fen, die Da­ten­flut sinn­voll zu agg­re­gie­ren und zu ver­ar­bei­ten. Die Da­ten­in­te­gri­tät ist von grö­ß­ter Wich­tig­keit und wird als ei­ne der grö­ß­ten Her­aus­for­de­run­gen an­ge­se­hen. Es muss si­cher­ge­stellt sein, dass die Ori­gi­nal­da­ten nicht ver­än­dert wer­den. „Block­chain Tech­no­lo­gy" könn­te man als die Ant­wort se­hen. Die Block­chain-Tech­no­lo­gie ist ein sehr leis­tungs­fä­hi­ges Werk­zeug und sei­ne Funk­tio­nen (Zeit­s­tem­pe­lung, un­ver­än­der­lich, ir­rever­si­bel, trans­pa­rent, ver­teilt und oh­ne Sin­gle Point of Failu­re usw.) stel­len si­cher, dass die Ori­gi­nal­da­ten un­ver­än­dert blei­ben. Künst­li­che In­tel­li­genz (KI) be­zieht sich auf die Fä­hig­keit von Ma­schi­nen, in­tel­li­gen­tes mensch­li­ches Ver­hal­ten nach­zu­ah­men, und das In­ter­es­se an die­ser Tech­no­lo­gie nimmt zu. Ob­wohl es ei­ne Viel­zahl of­fe­ner Fra­gen gibt und die For­schung noch in den Kin­der­schu­hen steckt, scheint die­ser Be­reich ei­ne enor­me Wir­kung zu ha­ben. Ein neu­er Be­richt des McKin­sey Glo­bal In­sti­tu­te sagt vor­aus, dass bis 2030 welt­weit rund 800 Mil­lio­nen Ar­beits­plät­ze durch Au­to­ma­ti­sie­rung ver­lo­ren ge­hen könn­ten. (vgl.https://​www.​mck​inse​y.​com/​global-​themes/​future-​of-​org​aniz​atio​ns-​and-​work/​what-​the​futu​re-​of-​work-​will-​mean-​for-​jobs-​skills-​and-​wages)
Im Mo­ment liegt der Fo­kus der KI auf "nar­row AI", d.h. sie kon­zen­triert sich auf "hoch­gra­dig ska­lier­ba­re ma­schi­nell ler­nen­de Lö­sungs­an­sät­ze, die auf ei­ne be­stimm­te Auf­ga­be ab­zie­len (wie z.B. das Ver­ste­hen von Spra­che, das Fah­ren ei­nes Fahr­zeugs usw.). Die ge­wähl­ten Al­go­rith­men sind op­ti­miert.(vgl: Gart­ner’s re­port: Top 10 Stra­te­gic Tech­no­lo­gies Trends for 2018)
Com­pu­ter sind gut dar­in, Ent­schei­dun­gen auf der Grund­la­ge lo­gi­scher Re­geln zu­tref­fen. Aber um sich als Mensch zu ver­hal­ten, be­darf es ei­nes neu­en An­sat­zes. Bei­spiels­wei­se kön­nen Neu­ro­na­le Net­ze mensch­li­ches Ver­hal­ten re­pli­zie­ren und so­mit Ma­schi­nen er­mög­li­chen, "zu ler­nen". Cloud Com­pu­ting hilft nicht nur, Ton­nen von Da­ten zu spei­chern, es er­mög­licht auch, Da­ten in rie­si­gen Men­gen zu bün­deln und zu ana­ly­sie­ren. Es be­steht kei­ne Not­wen­dig­keit, den Ser­ver zu be­sit­zen - sie kön­nen ge­mie­tet wer­den. Die Kos­ten kön­nen deut­lich ge­senkt wer­den. Dies ist ei­ne Chan­ce auch für klei­ne und mitt­le­re Unternehmen.

3.2 Hap­tisch (Tactile)

Das In­ter­net der Din­ge (In­ter­net of Things, IoT) be­zeich­net die zu­neh­men­de Ver­net­zung von Ge­rä­ten, Sen­so­ren etc. über das IP-Netz­werk. Der wis­sen­schaft­li­che Dienst des Deut­schen Bun­des­ta­ges spricht von ei­ner "tech­ni­schen Vi­si­on, Ob­jek­te al­ler Art in ein uni­ver­sel­les di­gi­ta­les Netz­werk zu in­te­grie­ren". All­tags­ge­gen­stän­de er­hal­ten so ei­ne ein­zig­ar­ti­ge Iden­ti­tät, mit der sie im In­ter­net dar­ge­stellt und ab­ge­ru­fen wer­den kön­nen. Auf die­se Wei­se ist die Welt der Din­ge mit der Welt der Da­ten ver­bun­den. Das In­ter­net der Din­ge hat drei Cha­rak­te­ris­ti­ka: Es ist all­ge­gen­wär­tig (vgl. Ubi­qui­tous Com­pu­ting) und die dar­in ent­hal­te­nen Ob­jek­te sind weit­ge­hend un­sicht­bar, aber je­der von ih­nen agiert au­to­nom. Auch hier gilt die Lo­gis­tik als Vor­rei­ter. An­de­re Be­grif­fe wie "Ma­chi­ne-to-Ma­chi­ne-Kom­mu­ni­ka­ti­on", "Smart Fac­to­ry" und "Smart Grid" wer­den mit dem In­ter­net der Din­ge in Ver­bin­dung ge­bracht. IoT-Ge­rä­te sen­den In­for­ma­tio­nen, die in der Cloud ge­spei­chert und ver­ar­bei­tet wer­den, und sie ra­tio­na­li­sie­ren Pro­zes­se und In­for­ma­ti­ons­flüs­se. Fort­schritt­li­che Ro­bo­tik ist aus­ge­reif­ter, agi­ler und in­tel­li­gen­ter. Die Pro­duk­ti­on kann nicht erst seit­neus­tem au­to­ma­tisch ab­ge­wi­ckelt wer­den. Aber mit dem Auf­kom­men von er­schwing­li­cher Re­chen­leis­tung und dem Auf­kom­men von kos­ten­güns­ti­ger Sen­sor­tech­no­lo­gie ha­ben die Er­fas­sung und ge­mein­sa­me Nut­zung von Be­triebs­da­ten in­ner­halb und so­gar über Fa­bri­ken hin­weg die "Pre­dic­ti­ve Main­ten­an­ce" er­mög­licht. (vgl. UN In­for­ma­ti­on Eco­no­my Re­port 2017, p. 4)
Ei­ne wei­te­re tech­ni­sche In­no­va­ti­on ist der 3D-Druck. Mit die­ser Tech­nik ist es wie­der mög­lich, ei­ne Los­grö­ße von ei­nem Stück zu pro­du­zie­ren (Vor der In­dus­tria­li­sie­rung gab es kei­ne Mas­sen­pro­duk­ti­on). Mit dem 3D-Druck ist es mög­lich, Pro­duk­te zu pro­du­zie­ren, wann und wo sie ge­braucht wer­den, und das mit ho­her Ge­schwin­dig­keit. Kon­struk­ti­ons- und Fer­ti­gungs­pro­zes­se, die frü­her Ta­ge oder Wo­chen dau­er­ten, kön­nen mit Hil­fe der 3D-Druck­tech­no­lo­gie in­ner­halb we­ni­ger Stun­den ab­ge­schlos­sen wer­den. Dies ist mög­lich, da ei­ni­ge Pro­zess­schrit­te ent­fal­len. Der 3D-Druck er­mög­licht es, Werk­stü­cke mit kom­ple­xen Geo­me­tri­en so­wie re­la­tiv ein­fa­che Ob­jek­te zu er­zeu­gen bzw. zu dru­cken. Auch Kor­rek­tu­ren an den Pro­to­ty­pen oder kurz­fris­ti­ge Kon­struk­ti­ons­än­de­run­gen sind pro­blem­los mög­lich. Die Ver­kür­zung der Pro­duk­ti­ons­zeit senkt­be­reits spür­bar die Ent­wick­lungs- und Pro­duk­ti­ons­kos­ten. Die Pro­duk­te in der Mas­sen­pro­duk­ti­on zeich­nen sich durch ih­re Gleich­mä­ßig­keit aus, da sie al­le mit der glei­chen Form ge­gos­sen wer­den. Mit dem 3D-Druck ist es mög­lich, in­di­vi­du­el­le Ob­jek­te zu ent­wer­fen. So kön­nen Un­ter­neh­men auf Kun­den­wün­sche und -ide­en in ei­nem Ma­ße re­agie­ren, wie es ih­nen in der Mas­sen­pro­duk­ti­on nicht­mög­lich ist. Ein wei­te­rer nicht zu un­ter­schät­zen­der Vor­teil ist, dass bei der Her­stel­lung von Werk­stü­cken im 3D-Druck­ver­fah­ren deut­lich we­ni­ger "Ab­fall" an­fällt als bei her­kömm­li­chen Pro­duk­ti­ons­ver­fah­ren. In den meis­ten Fäl­len ist auch der Ma­te­ri­al­ein­satz deut­lich ge­rin­ger, da, ab­ge­se­hen von den Ver­fah­ren, bei de­nen Stütz­ma­te­ri­al ver­wen­det wird, al­le Ma­te­ria­li­en in das Ob­jekt ein­flie­ßen. Die de­zen­tra­le Pro­duk­ti­on, die durch den 3D-Druck er­mög­licht wird, re­du­ziert zu­dem die Trans­port­we­ge, die not­wen­dig sind, um aus ei­ner Idee ein Pro­dukt zu machen.

3.3 Visuals

Ob­wohl noch in den Kin­der­schu­hen ste­ckend, ist die Ga­ming-Bran­che nicht die ein­zi­ge, die da­mit rech­net, dass VR + AR ei­ne brei­te Ak­zep­tanz fin­den wird. All­ge­mei­ne De­fi­ni­ti­on: Vir­tu­el­le Rea­li­tät (Vir­tu­al Rea­li­ty, VR) ist ei­ne com­pu­ter­ge­ne­rier­te Rea­li­tät mit Bild (3D) und in vie­len Fäl­len auch Ton. Die Über­tra­gung er­folgt über Groß­bild­schir­me, in spe­zi­el­len Räu­men oder über ein Kopf­dis­play (Vi­deo- oder VR-Bril­le). Mi­xed Rea­li­ty ist ent­we­der ei­ne Er­wei­te­rung der Rea­li­tät (Aug­men­ted Rea­li­ty), wo­bei für Re­prä­sen­ta­ti­on und Wahr­neh­mung AR-Bril­len (oft auch Da­ten­bril­le ge­nannt) be­nö­tigt wer­den. (vgl.http://​wir​tsch​afts​lexi​kon.​gabler.​de/​Archiv/-​204​5879​784/​vir​tuel​le-​rea​lita​et-​v1.​html)
Vir­tu­al Rea­li­ty (VR) ist ei­ne künst­li­che, com­pu­ter­ge­ne­rier­te Si­mu­la­ti­on oder Nach­bil­dung ei­ner rea­len Um­ge­bung oder Si­tua­ti­on und wird meist für In­ter­ak­ti­ons­for­men ver­wen­det. Hier­bei taucht den Be­nut­zer in die vir­tu­el­le ein und gibt ihm das Ge­fühl, die si­mu­lier­te Rea­li­tät haut­nah zu er­le­ben. Vir­tu­el­le Rea­li­tät spielt ei­ne Rol­le in der Aus- und Wei­ter­bil­dung (Ein­satz von Flug- oder Be­triebs­si­mu­la­to­ren), in der In­for­ma­ti­ons­ver­brei­tung (Aus­bil­dung in Be­zug auf Mas­sen­tier­hal­tung oder Bau­pro­jek­te) und in der Un­ter­hal­tung (Er­for­schung und Er­pro­bung von Er­leb­nis- und Fan­ta­sie­wel­ten, Fort­be­we­gung mit Renn­wa­gen und Ach­ter­bah­nen). Wei­te­re vi­su­el­le An­wen­dun­gen ent­ste­hen mit Aug­men­ted Rea­li­ty (AR): Das Ein­fü­gen von Zu­satz­in­for­ma­tio­nen wäh­rend ei­ner Fuß­ball­über­tra­gung dient oft als Bei­spiel. Hier wer­den für die TV-Zu­schau­er Ab­seits­li­ni­en und die Frei­sto­ß­tor-Di­stanz di­gi­tal ein­ge­blen­det. Im Zu­sam­men­hang mit die­ser vi­su­ell er­wei­ter­ten Dar­stel­lung wird in der Re­gel der Be­griff der er­wei­ter­ten Rea­li­tät ver­wen­det. Aug­men­ted Rea­li­ty ist viel mehr als nur ei­ne Be­rei­che­rung der Rea­li­tät mit di­gi­ta­len In­for­ma­tio­nen und kann an­de­re mensch­li­che Sin­ne an­spre­chen. Zu­sam­men­fas­send lässt sich sa­gen, dass Vir­tu­al Rea­li­ty ei­ne di­gi­ta­le Nach­bil­dung ei­ner rea­len Um­ge­bung bie­tet, wäh­rend Aug­men­ted Rea­li­ty vir­tu­el­le Ele­men­te als Über­la­ge­rung der rea­len Welt lie­fert. Nach die­sem ers­ten gro­ben Über­blick lässt sich fest­stel­len, dass die sich ent­wi­ckeln­de di­gi­ta­le Wirt­schaft durch die Ent­ste­hung ei­nes platt­form­ba­sier­ten Öko­sys­tems be­schrie­ben wer­den kann.

In die­sem Öko­sys­tem wer­den sich di­gi­ta­le Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen durch ei­ne neue An­ord­nung von weit ver­brei­te­ten und fort­lau­fen­den Mes­sun­gen und Da­ten­er­he­bun­gen durch das IoT ent­wi­ckeln, die z.B. mit dem In­ter­net ver­bun­de­ne End­ge­rä­te um­fas­sen. Es wer­den so­ge­nann­te Big Da­ta er­zeugt. Bei der fort­schrei­ten­den Di­gi­ta­li­sie­rung wird es im­mer wich­ti­ger, dass es sich um ein ver­läss­li­ches Da­ten­vo­lu­men han­delt. Wenn im­mer mehr Pro­zes­se au­to­ma­ti­siert wer­den und im­mer mehr Da­ten ge­ne­riert wer­den, ist es wich­tig, die­se Da­ten nicht nur in­tel­li­gent für neue Ge­schäfts­mo­del­le zu nut­zen, son­dern auch da­für zu sor­gen, dass die An­wen­der dar­auf ver­trau­en, dass Da­ten nicht ma­ni­pu­liert wer­den kön­nen. Ne­ben der Platt­form­wirt­schaft ist die Block­chain-Tech­no­lo­gie die­je­ni­ge, die ihr wah­res Po­ten­zi­al in der fort­schrei­ten­den Di­gi­ta­li­sie­rung of­fen­ba­ren wird. Mit der zu­neh­men­den Di­gi­ta­li­sie­rung sind so­wohl Un­ter­neh­men als auch Pri­vat­an­wen­der im­mer grö­ße­ren Ri­si­ken aus­ge­setzt. Der OECD-Aus­blick 2017 ver­weist in die­sem Zu­sam­men­hang auf Fol­gen­des: "Da­ten­schutz­ri­si­ken er­hö­hen die Be­sorg­nis der Ver­brau­cher über On­line-Be­trug, Rechts­mit­tel­me­cha­nis­men und die Qua­li­tät von On­line-Pro­duk­ten, die das Ver­trau­en ein­schrän­ken und das Wachs­tum des elek­tro­ni­schen Ge­schäfts­ver­kehrs zwi­schen Un­ter­neh­men und Ver­brau­chern ver­lang­sa­men könn­ten. (vgl. OECD Di­gi­tal Eco­no­my Out­look 2017, p. 12)
Hier kommt die Block­chain-Tech­no­lo­gie ins Spiel. Die Block­chain-Tech­no­lo­gie er­mög­licht Trans­ak­tio­nen oh­ne ver­trau­ens­wür­di­ge Part­ner. Mit der in­hä­ren­ten Ei­gen­schaft von Block­chain Tech­no­lo­gy kön­nen Ver­trau­en und Zu­ver­läs­sig­keit auf­ge­baut werden.

4. Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft 4.0

Die Im­pul­se, die aus der In­dus­trie und IT-In­dus­trie ge­setzt wer­den, sind die Trei­ber, die die Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft zu be­wer­ten und an­zu­neh­men hat. Ein gro­ßes Au­gen­merk liegt der­zeit auf Buil­ding In­for­ma­ti­on Mo­de­ling (BIM), das als di­gi­ta­les Bild ei­nes Ge­bäu­des in­ter­pre­tiert wird - von der Pla­nung über das Fa­ci­li­ty Ma­nage­ment bis hin zum ope­ra­ti­ven Ta­ges­ge­schäft des As­set Ma­nage­ments. Si­cher ist BIM ei­ne Fa­cet­te auf dem Weg zur Di­gi­ta­li­sie­rung der Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft. Zur Di­gi­ta­li­sie­rung ge­hö­ren je­doch auch die oben nä­her aus­ge­führ­ten The­men so­wie Schlag­wör­ter wie Big Da­ta, Sharing Eco­no­my, Plat­form Eco­no­my. All die­ses treibt die Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft an - oder vor sich her. Be­son­ders wich­tig er­scheint da­her, dass Un­ter­neh­men sich ih­rer ei­ge­nen Pro­zes­se be­wusst wer­den, um dar­aus die Pro­zess­di­gi­ta­li­sie­rung ab­lei­ten und sich den Her­aus­for­de­run­gen der Di­gi­ta­li­sie­rung in der Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft ent­spre­chend stel­len zu kön­nen. Mit wel­cher Ge­schwin­dig­keit und Durch­drin­gung die Bran­che in 2018 von der Di­gi­ta­li­sie­rung er­fasst wird, wird in ei­nem wei­te­ren Kurz-Re­port er­läu­tert, der im Som­mer zur Ver­öf­fent­li­chung zur Ver­fü­gung ge­stellt wird.

5. Fa­zit: Di­gi­ta­le Neu­ver­mes­sung der Welt

Die Di­gi­ta­li­sie­rung ver­än­dert Ge­sell­schaft, Wirt­schaft und Po­li­tik. Es be­deu­tet die um­fas­sen­de Durch­drin­gung, Ver­net­zung und Ver­än­de­rung na­he­zu al­ler Le­bens- und Wirt­schafts­be­rei­che durch In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gi­en. Di­gi­ta­li­sie­rung steht für die Fä­hig­keit, In­for­ma­tio­nen zu sam­meln, zu ana­ly­sie­ren und in Ak­tio­nen um­zu­wan­deln: Kom­mu­ni­ka­ti­on, Trans­ak­ti­on, In­ter­ak­ti­on. Im Ge­gen­satz zur Ver­gan­gen­heit fin­den die Ver­ar­bei­tungs­schrit­te im­mer häu­fi­ger gleich­zei­tig statt- in Echt­zeit. Das er­mög­licht enor­me Pro­duk­ti­vi­täts­ge­win­ne, er­höht aber auch die Ver­än­de­rungs­ge­schwin­dig­keit - in al­len Be­rei­chen und auf al­len Ebe­nen. Neue Da­ten, Ver­net­zung, der Ein­satz künst­li­cher In­tel­li­genz und die di­gi­ta­le Kun­den­schnitt­stel­le ver­än­dern be­stehen­de Wert­schöp­fungs­ket­ten. Die Wert­schöp­fung fin­det nicht mehr se­quen­ti­ell und zeit­ver­zö­gert statt, son­dern in ei­ner rea­len Welt, in der stän­dig kom­mu­ni­zie­ren­de und we­nig re­agie­ren­de Ein­hei­ten, die sich weit­ge­hend selbst or­ga­ni­sie­ren, stän­dig kom­mu­ni­zie­ren und re­agie­ren. Je­doch: Nicht al­les, was glänzt, ist Gold. Ger­ne wird ge­sagt, dass die Di­gi­ta­li­sie­rung auch für klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men neue Ge­schäfts­mo­del­le be­reit­hält. Fakt ist aber auch, dass Un­ter­neh­men, die der­zeit über aus­rei­chen­de fi­nan­zi­el­le Mit­tel ver­fü­gen, Schlüs­sel­po­si­tio­nen be­set­zen wer­den. Die­se Schlüs­sel­po­si­tio­nen wer­den schnell zu Mo­no­po­len, wenn es den Un­ter­neh­men ge­lingt, die kri­ti­sche Mas­se an Nut­zern zu ge­ne­rie­ren. Das Ri­si­ko der Di­gi­ta­li­sie­rung kann - so sa­gen man­che - zu ei­ner ver­stärk­ten Po­la­ri­sie­rung so­wie zu ei­ner Aus­wei­tung der Ein­kom­mens­un­ter­schie­de füh­ren. Das ist die "The-Win­ner-Takes-It-All"-Men­ta­li­tät. Die Di­gi­ta­li­sie­rung schafft auch neue Un­si­cher­hei­ten: Die Men­schen sind be­sorgt über den Ver­lust der Sou­ve­rä­ni­tät über pri­va­te Da­ten, die feh­len­de Trans­pa­renz über die Wahr­haf­tig­keit von Nach­rich­ten und In­for­ma­tio­nen und die Kor­rekt­heit der Prei­se und er­le­ben zu­neh­mend po­la­ri­sier­te und ex­tre­me öf­fent­li­che Dis­kus­sio­nen in di­gi­ta­len Ka­nä­len. Die wahr­schein­lich grö­ß­te Ge­fahr be­steht dar­in, dass die Di­gi­ta­li­sie­rung mit dem Kol­le­gen „Com­pu­ter“ Ar­beits­plät­ze ra­sant schnell über­flüs­sig macht. Da­her sind neue Skills not­wen­dig, um sich in die­ser neu­en Welt zu­recht zu fin­den. Der zwei­te Teil die­ser Tri­lo­gie wird sich ein­ge­hen­der mit dem Sta­tus Quo der Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft 4.0 und hier­zu die ak­tu­el­len For­schungs­stän­de aufbereiten.

Au­to­rin:
Prof. Dr. Ing Ka­ta­ri­na Adam
HTW Berlin
For­schungs­schwer­punkt Block­chain Technology

ka­ta­ri­na.​adam@​htw-ber­lin.de

 

Li­te­ra­tur:

  • Bukht; Ru­ma­na / Heeks, Ri­chard: (2017) De­fi­ning, Con­cep­tua­li­sing and Mea­su­ring the Di­gi­tal­E­co­no­my, Cent­re for De­ve­lop­ment In­for­ma­tics, ISBN: 978-1-905469-62-8
  • Gart­ner’s re­port: Top 10 Stra­te­gic Tech­no­lo­gies Trends for 2018
  • Ford, Mar­tin (2015): The ri­se oft he Ro­bots, ISBN: 978-1-78074-848-1O­ECD Di­gi­tal Eco­no­my Out­look 2017, ISBN: 978-92-6427628-4
  • Taps­cott, Don: (1996), The Di­gi­tal Eco­no­my: Pro­mi­se and Pe­ril in the Age of Net­wor­ked­In­tel­li­gence, ISBN: 978-0070633421
  • UN In­for­ma­ti­on Eco­no­my Re­port 2017, ISBN: 978-92-1-362787-7
  • UNC­TAD Pa­per 08 (2017), https://ipc.mit.edu/sites/default/files/documents/New%20Digital%20Economy%20and%20Development%20-%20UNCTAD.pdfhttps://www.mckinsey.com/global-themes/future-of-organizations-and-work/what-the-futureof-work-will-mean-for-jobs-skills-and-wages
  • http://​wir​tsch​afts​lexi​kon.​gabler.​de/​Archiv/-​204​5879​784/​vir​tuel​le-​rea​lita​et-​v1.​html
Die Autorin
Bild: Katarina Adam
Prof. Dr. Katarina Adam
Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
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