25.02.2018
Yvonne Traxel

2. Jahreskongress Temporäres Wohnen

Wohnen auf Zeit wird bunter

Alles fing mit Studentenwohnen als eigene Assetklasse an. Die Nachfrage hat sich bis heute gehalten und auch die Prognosen sehen weitestgehend rosig aus.

Quelle: Shutterstock.com

In das Segment „Temporäres Wohnen“ mischen sich zudem Serviced Apartments und Aparthotels, die stärker auf Geschäftsleute abzielen und kürzere Aufenthaltsdauern aufweisen. Nur ca. 4% der Serviced Apartments sind auch Mikrowohnungen, da der Großteil der Apartments über 25 qm groß ist. Besonders spannend sind die neuesten Entwicklungen der hybriden Immobilien. Immer mehr Projektentwickler bzw. Investoren setzen auf Mischungen wie z.B. Coworking und Hotel oder Mikroapartments und Serviced Apartments. Mit dem Nutzungsmix lassen sich Synergien erschließen, die für alle Beteiligten vorteilhaft sind.

Versorgungslücke im günstigen Preissegment

Der Boom „Temporäres Wohnen“ geht häufig am kleinen Geldbeutel vorbei. Die Immobilienwirtschaft verweist auf die gestiegenen Baukosten und hohe Grundstückspreise, die den Neubau günstiger Mikrowohnungen verhindern. Aber geht es nicht trotzdem preiswert? Ansätze finden sich im modularen Bauen bei Studentenwohnen wie es das Beispiel „Woodie“ in Hamburg zeigt. Zudem soll das Studierendenwerk Berlin künftig auch in den Wohnungsbau einsteigen. Lösungsansätze sind also da, sie müssen nur in die Öffentlichkeit getragen und konsequent umgesetzt werden.

Digital und innovativ

Festgeschriebene Standards bei Temporärem Wohnen gibt es nicht, außer dass alle mit einem Bett ausgestattet sind. Die Serviceleistungen bei Serviced und Mikroapartments reichen von Gemeinschaftsflächen bis hin zur Reinigung. Spannend wird künftig die Frage sein, wieviel Smarthome in diesem Segment ankommt. Denn der Zug der Digitalisierung wird auch hier nicht Halt machen und die (technische) Bequemlichkeit für den Nutzer ein immer stärkeres Gewicht erhalten. So werden wir künftig nicht nur innovative Designs, Gästegemeinschaften und Bauformen erleben, sondern auch eine stärkere Verknüpfung mit digitalen Serviceleistungen. Erste Einblicke in die neue Welt der Apartments erhält man bei dem 2. Jahreskongress Temporäres Wohnen am 15. und 16. Mai 2018 in Frankfurt.

Die Autorin
Yvonne Traxel
Senior Projektleiterin
Heuer Dialog GmbH