02.01.2018
Yvonne Traxel

Dialog-Forum Dealmaker & Dealbreaker

Transaktionswelle rollt wieder

Fällt es Ihnen auch auf? Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht dieser oder jener Deal veröffentlicht wird.

Quel­le: shutterstock.com

Fast fühlt es sich an wie in den Hoch­zei­ten von 2007. Manch ei­ner blickt da­her auch mit Sor­ge in das kom­men­de Jahr an­ge­sichts der Kauf­prei­se, die in­zwi­schen für Im­mo­bi­li­en auf­ge­ru­fen wer­den. Seit­dem die mo­ne­tä­ren Schleu­sen der EZB ge­öff­net sind, sucht das Geld sei­nen Weg in ren­ta­ble An­la­ge­klas­sen. Ne­ben den Im­mo­bi­li­en spricht der Ak­ti­en­kurs der­zeit Bän­de, denn der DAX hat die 13.000 Punk­te-Mar­ke er­reicht. Und wer sich mit der di­gi­ta­len Wäh­rung Bit­co­in be­schäf­tigt, schüt­telt an­ge­sichts ak­tu­ell ex­plo­die­ren­der Kurs­ge­win­ne, die die Kryp­to­wäh­rung der­zeit ein­fährt, nur noch den Kopf.

Erd­rutsch durch Blockchain

Schon jetzt zeich­net sich ab, dass die dis­rup­ti­ve Tech­no­lo­gie Block­chain die Ge­schäfts­mo­del­le tra­di­tio­nel­ler Bran­chen auf den Kopf stel­len wird. Auch die Im­mo­bi­li­en- und Fi­nanz­wirt­schaft wird da­von be­trof­fen sein. Im Hin­blick auf in­ter­na­tio­na­le Im­mo­bi­li­en-Trans­ak­tio­nen las­sen sich die Vor­tei­le viel­leicht so auf den Punkt brin­gen: schnel­ler, si­che­rer, trans­pa­ren­ter. Auch die Da­ten von Bit­co­in-Trans­ak­tio­nen wer­den durch die Block­chain ge­bün­delt und trans­pa­rent ge­macht. Doch wie funk­tio­niert die Block­chain ge­nau und wie schnell wird sich der Wan­del voll­zie­hen? Im­mer mehr Ban­ken und Im­mo­bi­li­en­un­ter­neh­men be­schäf­ti­gen sich in­tern da­mit. Doch die Ant­wor­ten ken­nen al­len­falls ei­ni­ge we­ni­ge Experten.

Share Deals bald tot?

War es für gro­ße Trans­ak­tio­nen bis­her lu­kra­tiv, mit Share Deals die Kos­ten der Grund­er­werb­steu­er zu mi­ni­mie­ren, könn­te dies bald der Ver­gan­gen­heit an­ge­hö­ren. Wenn­gleich ein sol­ches Ge­setz auf­grund der der­zeit ge­schäfts­füh­ren­den Bun­des­re­gie­rung erst ein­mal „on hold“ ist, rech­nen doch vie­le Markt­teil­neh­mer da­mit, dass es ei­ne nor­ma­ti­ve Än­de­rung ge­ben wird. Die Be­fürch­tung, dass die­se auch rück­wir­kend greift, ver­an­lasst In­vest­ment­ge­sell­schaf­ten schon jetzt da­zu, gänz­lich auf Share Deals zu ver­zich­ten. Doch ist das wirk­lich sinn­voll? Und wie las­sen sich Trans­ak­tio­nen dar­über hin­aus steu­er­op­ti­mal gestalten?

Rechts­än­de­run­gen lö­sen Zwei­fels­fra­gen aus

Mit den tech­ni­schen Än­de­run­gen ge­hen auch recht­li­che Fra­gen ein­her. Denn wie weit geht die Prü­fungs­pflicht bei tech­ni­schen Neue­run­gen im Rah­men der Due Di­li­gence ei­gent­lich? Wie tief soll­ten die Kennt­nis­se des Er­wer­bers bzw. Be­wer­ten­den sein? Zur Ver­un­si­che­rung trägt au­ßer­dem das ak­tu­el­le BGH-Ur­teil „Schrift­form­hei­lungs­klau­sel“ bei, das die Gül­tig­keit lang­fris­ti­ger Miet­ver­trä­ge von ge­werb­lich ge­nutz­ten Im­mo­bi­li­en plötz­lich in Fra­ge stellt. Die Fol­gen des Ur­teils sind nicht zu un­ter­schät­zen und kön­nen ein sog. „Deal­b­rea­ker“ beim Im­mo­bi­li­en­kauf sein. Wenn Sie nun neu­gie­rig ge­wor­den sind und mehr zu die­sen The­men wis­sen wol­len, in­for­mie­ren Sie sich am 20. März 2018 auf dem Dia­log-Fo­rum „Deal­ma­ker & Deal­b­rea­ker“ in Düsseldorf.

 

Die Autorin
Heuer Dialog GmbH
Yvonne Traxel
Senior Projektleiterin
Heuer Dialog GmbH
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