06.11.2017
Juliane Sakellariou

Darmstadt wird Blaupause für Stadtentwicklung von Morgen: ein Mehr an Möglichkeiten tut sich auf!

In Darmstadt denkt demnächst auch die Ampel mit!

Darmstadt ist digital, innovativ und dynamisch. Dem Titel „Wissenschaftsstadt“ erweist der IT-Hub schon seit Jahren Ehre. Jetzt setzen die Darmstädter aber noch einen drauf und wollen als digitale Modellstadt ihre Stadtentwicklung revolutionieren.

Qelle: Heuer Dialog

Pünktlich zum Jahreswechsel bricht in Südhessen eine neue Zeit an. Neue Technologien werden ab 2018 das Leben der Bürger, die Arbeit der Unternehmen und die Funktionalität der Stadt verbessern. Konkret bedeutet das, dass Ampeln sich dem Verkehr anpassen werden und Mülleimer „sich selber melden“, wenn sie voll sind. Darmstadt versteht sich als Vorreiter, der Beispiele für andere Städte liefern wird, wie man Prozesse im Verkehr, der Energieversorgung, dem Bildungs- und Gesundheitswesen effizienter und flexibler gestalten kann.

 

Neue Technologien = Neue Herausforderungen

 

Wenn Technologien weiterentwickelt werden, dann verändert sich das Leben der Menschen, wie sie wohnen, arbeiten und leben. Die logische Schlussfolgerung: der neue Lebenswandel verändert auch Stadtstruktur und Baukultur. Für die Bau-, Finanz- und Immobilienwirtschaft bedeuten diese Entwicklungen zunächst, dass die Nachfrage in Darmstadt wachsen wird. Es ist keine Neuigkeit, dass die Flächen überall knapp sind und Nutzungskonkurrenzen die alltägliche Arbeit erschweren und gerade deswegen lohnt es sich mit der Stadt und den Kommunen im Dialog zu stehen. Jetzt wo ein neuer Weg eingeschlagen wird, gilt es Begleiter und Wegbereiter zu sein.

 

Eine immer größer werdende Anzahl von Proptechs etabliert sich und bietet nun auch der zu Unrecht als „konservativ“ verschrienen Bau-, Finanz- und Immobilienwirtschaft die Möglichkeit alle vom Gegenteil zu überzeugen. Unter dem Motto „Green City“ unterstützt die App von Allthings beispielsweise diese Entwicklungen massiv und ist gefragter denn je.

 

Ohne Fläche keine Gebäude.

 

Die Anforderungen an Gebäude in Darmstadt gehen Hand in Hand mit den Plänen für die gesamte Stadtentwicklung und bieten Spielraum für neue Ansätze und Pilotprojekte. Neben dem Blick für Innovation und Nachhaltigkeit zeichnet sich der Standort allerdings auch mit dem Willen zur Innenverdichtung aus. Es gilt allerdings auch hier, dass letztere Chancen bietet, aber ebenso Grenzen aufweist. Sicherlich müssen sich die Entscheider der Stadt neben diesen Konzepten aber auch mit den umliegenden Kommunen austauschen, um gemeinschaftlich Lösungen für die rasant ansteigende Nachfrage zu finden.

Gemeinsame Lösungen zu finden ist auch das Credo, wenn die Immobilienbranche ihre Prozesse vor dem Hintergrund der knapperen Flächen und der stark angestiegenen Marktpreise hinterfragt. „Operational excellence“ schlägt der Angelsachse vor. Während einige Entscheider am Markt frei nach dem Motto „Do not change a running system“ leben, stellt sich hier eine fundamentale Frage nach Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Partnerschaftliches Bauen ist ein sehr gutes Beispiel für einen innovativen Ansatz, der größere Sicherheiten bietet und gleichzeitig allen Akteuren mehr Flexibilität eröffnet.

 

Das alles geht in Darmstadt.

Die Autorin
Juliane Sakellariou
Projektleiterin
Heuer Dialog