21.04.2017
Steffen Eric Friedlein

"Eating is the new Shopping"?!

Gastronomie und Food in Shopping-Centern

Gastronomie- und Food-Angebote in Shopping-Centern sind in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus der Center-Entwickler und -Betreiber geraten, sie sind sozusagen "in aller Munde".

Auch wenn die The­se "Ea­ting is the new Shop­ping" si­cher nicht un­ein­ge­schränkt zu­trifft, dürf­te in der Shop­ping-Cen­ter-In­dus­trie mitt­ler­wei­le wei­test­ge­hend un­um­strit­ten sein, dass Food- und Gas­tro­no­mie-Be­trie­be mit dem Ein­zel­han­del ei­ne na­he­zu per­fek­te Sym­bio­se ein­ge­hen können.

Das je­wei­li­ge An­ge­bot an Kon­zep­ten in ei­nem Cen­ter muss da­bei al­ler­dings treff­si­cher auf­ein­an­der ab­ge­stimmt wer­den. Beim stand­ort­spe­zi­fisch rich­ti­gen Mix geht Qua­li­tät ein­deu­tig vor Quan­ti­tät. Noch vor we­ni­gen Jah­ren führ­te die Gas­tro­no­mie in deut­schen Ein­kaufs­zen­tren ei­ne Art Schat­ten­da­sein. Sie be­schränk­te sich in den meis­ten Fäl­len auf ein groß­flä­chi­ges Eis­café, ein klas­si­sches Kon­di­to­rei-Café, ggf. noch ein ita­lie­ni­sches Re­stau­rant mit Schwer­punkt Piz­za und Pas­ta - basta!

Auch wenn die­se Be­triebs­ty­pen - mit ge­än­der­ten Flä­chen­pro­fi­len und zeit­ge­mä­ßer Op­tik - durch­aus auch heu­te noch ih­re Be­rech­ti­gung ha­ben, er­war­ten die Kun­den von Shop­ping-Cen­tern doch mitt­ler­wei­le ei­ne Viel­zahl un­ter­schied­li­cher, in­no­va­ti­ver und krea­ti­ver Kon­zep­te. Die Her­aus­for­de­rung für die Cen­ter-Be­trei­ber be­steht hier­bei dar­in, die tech­ni­schen und ar­chi­tek­to­ni­schen An­for­de­run­gen der Gas­tro­no­men zu er­fül­len, z. B. auch was Zu­gäng­lich­keit au­ßer­halb der ty­pi­schen Shop­ping­zei­ten, Be­stuh­lung un­ter frei­em Him­mel etc. be­trifft. Die ECE un­ter­stützt da­bei po­ten­ti­el­le Mie­ter aus der Gas­tro­no­mie­bran­che be­reits in der Pla­nungs­pha­se mit ei­nem ei­ge­nen Tech­ni­cal Key Ac­count Management.

Na­tür­lich spricht nicht je­des Shop­ping-Cen­ter die glei­chen Ziel­grup­pen an. Ein­zugs­ge­biet und vor­han­de­ne Kauf­kraft, La­ge und ggf. auch Wett­be­werbs­ob­jek­te ent­schei­den über die je­wei­li­ge Haupt-Ziel­grup­pe, die so ge­nann­ten Shop­per-Ty­pen. Be­steht die­se bei­spiels­wei­se aus über­wie­gend jun­gem Pu­bli­kum, ist die An­sied­lung ei­nes klas­si­schen Food­courts mit un­ter­schied­li­chen An­ge­bo­ten und Be­trei­bern, die ihr Au­gen­merk auf ei­nen ho­hen Um­schlag zu güns­ti­gen Prei­sen le­gen, si­cher­lich er­folg­ver­spre­chend. Mehr als 20 Food­courts hat die ECE in den von ihr be­trie­be­nen Cen­tern in den letz­ten Jah­ren implementiert.

Macht da­ge­gen ei­ne kauf­kräf­ti­ge Kli­en­tel, z. B. ty­pi­sche „Busi­ness-Kun­den" ei­nen ho­hen An­teil an den Be­su­chern ei­nes Cen­ters aus, er­scheint die zu­sätz­li­che oder al­ter­na­ti­ve An­sied­lung eher ser­vice­ori­en­tier­ter Gas­tro­no­mie­be­trie­be sinn­voll. Die denk­ba­re Band­brei­te reicht da­bei von Fast Ca­su­al über Ca­su­al Di­ning und in Aus­nah­me­fäl­len bis zu Fi­ne Di­ning Konzepten.

Ent­schei­dend ist, im wahrs­ten Wort­sin­ne, den Ge­schmack der Kun­den zu tref­fen. Gas­tro­no­mie in Shop­ping-Cen­tern trägt heu­te in er­heb­li­chem Ma­ße zur Auf­ent­halts­qua­li­tät ei­nes Cen­ters bei. Sie kann die Ver­weil­dau­er der Kun­den in ei­nem Ob­jekt si­gni­fi­kant er­hö­hen. Da­von pro­fi­tiert na­tur­ge­mäß der Ein­zel­han­del - ge­ra­de auch an­ge­sichts der Her­aus­for­de­run­gen des On­line-Han­dels. Ei­ne at­trak­ti­ve Ge­stal­tung der Gas­tro­no­mie­be­rei­che ent­schei­det mit über die Häu­fig­keit und Dau­er von Center­be­su­chen. Ein Ein­kaufs­zen­trum kann so vom „place to shop“ zum „place to be“ wer­den, zu ei­nem we­sent­li­chen Be­stand­teil des so­zia­len Le­bens der Besucher.

Die ECE hat sich dem The­ma be­reits im ver­gan­ge­nen Jahr im Rah­men ei­ner um­fang­rei­chen Stu­die ge­wid­met. Da­bei zeig­te sich, dass fast zwei Drit­tel der Kun­den in den deut­schen Shop­ping-Cen­tern der ECE das gas­tro­no­mi­sche An­ge­bot nut­zen; vier­zig Pro­zent da­von wäh­len gar das Cen­ter nach des­sen je­wei­li­gem Food-An­ge­bot aus. Die Zahl der Gas­tro­no­mie­nut­zer in Ein­kaufs­zen­tren hat sich in den letz­ten zwölf Jah­ren mehr als ver­dop­pelt. Da­bei le­gen die Kun­den gro­ßen Wert auf die Qua­li­tät des An­ge­bo­tes so­wie ei­ne ent­spre­chen­de Wohl­füh­l­at­mo­sphä­re, die zum Ver­wei­len ein­lädt. Für fast zwei Drit­tel der Kun­den spielt die ar­chi­tek­to­ni­sche Ge­stal­tung da­bei ei­ne gro­ße Rolle.

Wei­te­re Fak­ten aus den um­fang­rei­chen Stu­di­en zum The­ma "De­sti­na­ti­on Food", die im Auf­trag der ECE er­stellt wur­den, ste­hen für Sie auf un­se­rer Homepagewww.​ece.​de zum Down­load bereit.

Gas­tro­no­mie und Shop­ping - zwei Sei­ten der­sel­ben Medaille......

 

Der Autor
Bild: ECE-Projektmanagement G.m.b.H. & Co. KG
Steffen Eric Friedlein
Senior Director Leasing
ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co. KG