20.01.2017
Guido Sandler

Alternative Investment- und Finanzierungsstrategie für Handelsimmobilien

Immobilien-Crowdinvesting – spannend für Investoren und Immobiliengesellschaften

Gute Nachrichten von den Finanzmärkten sind derzeit selten. Besonders für Kleinanleger. Die aktuelle Geldpolitik der Nullzinsen und Geldschwemme macht es schon schwierig, mit einer Kapitalanlage die Inflationsrate zu übertreffen.

Bild: BERGFÜRST

Im­mer mehr Spa­rer spü­ren die Not­wen­dig­keit, sich dort um­zu­se­hen, wo es viel­leicht we­ni­ger si­cher, da­für aber lu­kra­ti­ver ist. Ein we­ni­ger kon­ser­va­ti­ver Mix aus ver­schie­de­nen An­la­ge­pro­duk­ten ist für im­mer mehr mo­der­ne An­le­ger ei­ne in­ter­es­san­te Op­ti­on. Ins­be­son­de­re wenn sie Fle­xi­bi­li­tät, ho­he Zin­sen und ei­ne kur­ze An­la­ge­dau­er mit­ein­an­der verbindet.

Je­ne, die da­bei die Wert­be­stän­dig­keit von Im­mo­bi­li­en im Blick ha­ben, aber auch be­reit sind, für hö­he­re Ren­di­te­chan­cen ein hö­he­res Ri­si­ko ein­zu­ge­hen, ent­de­cken zu­neh­mend al­ter­na­ti­ve An­la­ge­for­men wie das Immobilien-Crowdinvesting.

At­trak­ti­ve An­la­ge­klas­se für In­ves­to­ren – span­nen­de Fi­nan­zie­rungs­form für Immobilienentwickler

In der Im­mo­bi­li­en-Bran­che wer­den schon im­mer ho­he Zin­sen an In­ves­to­ren ge­zahlt, die ei­gen­ka­pi­tal­ähn­li­che Fi­nan­zie­run­gen, sprich Mez­za­ni­ne Ka­pi­tal, zur Ver­fü­gung stel­len. Bis­her pro­fi­tier­ten nur in­sti­tu­tio­nel­le An­le­ger, wie zum Bei­spiel Ban­ken, In­vest­ment­fonds oder Fa­mi­ly Of­fices, von die­sen at­trak­ti­ven Ren­di­ten für In­vest­ments in Im­mo­bi­li­en-Pro­jek­te. Pri­vat­an­le­ger blie­ben bei die­sen Di­rekt­in­vest­ments au­ßen vor, da sie nicht über das ge­for­der­te In­vest­ment­vo­lu­men verfügten.

Dank Crow­din­ves­ting kön­nen jetzt auch Pri­vat­an­le­ger von die­ser Geld­an­la­ge pro­fi­tie­ren, in­dem sie sich über ei­ne In­ter­net­platt­form mit an­de­ren zu­sam­men­schlie­ßen und die für Im­mo­bi­li­en­pro­jek­te not­wen­di­gen In­ves­ti­ti­ons­sum­men ge­mein­sam auf­brin­gen. Im Ge­gen­zug zah­len die Im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaf­ten at­trak­ti­ve Zinsen.

Die Vor­tei­le für Immobiliengesellschaften

Im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaf­ten er­hal­ten auf Crow­din­ves­ting-Platt­for­men Zu­gang zu ei­nem gro­ßen Kreis an In­ves­to­ren. Das re­du­ziert das Ri­si­ko, dass die Fi­nan­zie­rung nicht zu Stan­de kommt. Gleich­zei­tig ge­hört zum Dienst­leis­tungs­spek­trum die Struk­tu­rie­rung und Kon­zep­ti­on der Fi­nan­zie­rung so­wie der Mar­ke­ting­kam­pa­gne. Al­lein­stel­lungs­merk­mal von BERG­FÜRST: Die Platt­form über­nimmt die kom­plet­te An­le­ger­ver­wal­tung für den Emit­ten­ten und bie­tet bei der Ab­wick­lung der Zah­lungs­strö­me bank­üb­li­che Pro­zes­se. Zu­dem führt sie, im Auf­trag ih­rer Emit­ten­ten, als ein­zi­ger An­bie­ter die Quel­len­steu­er in­klu­si­ve So­li und Kir­chen­steu­er ab. Da­mit kann sich der Emit­tent trotz der gro­ßen An­zahl an In­ves­to­ren voll auf sein Kern­ge­schäft konzentrieren.

Die Emit­ten­ten pro­fi­tie­ren vor al­lem von vier Vorteilen:

  • Wäh­rend in­sti­tu­tio­nel­le Mez­za­ni­ne-Fi­nan­zie­rer erst ab ei­nem Ka­pi­tal­be­darf von ca. EUR 5 Mio. ak­tiv wer­den, kön­nen nunauch klei­ne­re Volumina durch die Crowd dar­ge­stellt werden.
  • Der Emit­tent pro­fi­tiert von ei­ner di­ver­si­fi­zier­ten An­le­ger­grup­pe und er­hält ne­ben den üb­li­chen Ein­zel­in­ves­to­ren ei­ne neue Fi­nan­zie­rungs­quel­le und damitei­ne hö­he­re Finanzierungssicherheit.
  • Der Emit­tent be­hält seinengro­ßen Handlungsspielraum im Rah­men sei­ner Ge­schäfts­tä­tig­keit bei.
  • Der Emit­tent kann sei­ne Ei­gen­ka­pi­tal­ren­di­te er­hö­hen, in­dem er vomLe­ver­age-Ef­fekt pro­fi­tiert.

Wel­che Im­mo­bi­li­en eig­nen sich?

Grund­sätz­lich eig­nen sich al­le Im­mo­bi­li­en­ar­ten und al­le sinn­vol­len La­gen für ei­ne Fi­nan­zie­rung über ei­ne Crow­din­ves­ting-Platt­form: So­wohl Be­stands­im­mo­bi­li­en als auch pro­jek­tier­te Ob­jek­te, Woh­nun­gen und Ge­wer­be in Me­tro­po­len, Groß- und Mit­tel­städ­ten. Ei­ni­ge Platt­for­men sind be­grenzt im An­ge­bot. BERG­FÜRST bie­tet al­le Ar­ten von Im­mo­bi­li­en und Pro­jek­ten an.

Die Han­dels­im­mo­bi­lie – gern ge­se­he­ne Portfolio-Beimischung

Ins­be­son­de­re die Han­dels­im­mo­bi­lie bie­tet den An­le­gern vie­le in­ter­es­san­te Ei­gen­schaf­ten. Ne­ben den üb­li­chen Vor­tei­len ei­ner Be­stands­im­mo­bi­lie, ver­fü­gen Han­dels­im­mo­bi­li­en über wei­te­re, span­nen­de Vor­zü­ge. So un­ter­lie­gen ge­ra­de groß­flä­chi­ge Ob­jek­te stren­gen Prü­fungs­an­for­de­run­gen ge­mäß Bau­nut­zungs­ver­ord­nung. Die­se schreibt bei­spiels­wei­se vor, dass je Stand­ort nur ei­ne be­grenz­te Zahl von z.B. Ver­brau­cher­märk­ten oder SB-Wa­ren­häu­sern zu­ge­las­sen wer­den. Da­durch ist die An­zahl von vor­ne her­ein be­schränkt und so be­steht auf der ei­nen Sei­te ei­ne ho­he Nach­fra­ge und auf der an­de­ren Sei­te sind die „we­ni­gen“ ge­neh­mig­ten Ob­jek­te am Stand­ort meist be­son­ders wert­be­stän­dig und er­trags­sta­bil. Oft­mals kön­nen sie lang­fris­ti­ge Miet­ver­trä­ge zwi­schen 10 und 15 Jah­ren aus­wei­sen und zu­dem bin­den sie häu­fig bo­ni­täts­star­ke Mie­ter an sich. Ak­tu­ell gibt es auch auf der Immobilien-Crowdinvesting-PlattformBERG­FÜRST ei­ne Emis­si­on mit ei­ner Han­dels­im­mo­bi­lie – dasHan­no­ver Ci­ty Carré.

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Bild: Dr. Guido Sandler
Dr. Guido Sandler
CEO
BERGFÜRST AG