28.12.2016
Simon Schmid

Ein Tag voller Input und Networking

Zwei Tage unter „FOC“lern – eine spannende Erfahrung

Der erste Kongressbesuch ist aufregend. Simon Schmid ist Student und beschäftigt sich in seiner Masterarbeit mit Outlet-Centern als Investitionsalternative. Beim FOC-Kongress durfte er dabei sein.

Fa­shion Out­let Montabaur

Selt­sa­mes Ge­fühl, in die Net­wor­king-Area rein­zu­kom­men und nie­man­den aus dem Netz­werk zu ken­nen – Net­wor­king muss al­so erst­mal war­ten. Als Stu­dent bin ich hier zwei­fel­los ei­ne Ra­ri­tät. Er­fah­re­ne Out­let-Be­trei­ber schüt­teln Ex­pan­si­ons­lei­tern welt­weit be­kann­ter Mar­ken die Hän­de. Neu­gie­ri­ge In­ves­to­ren füh­len in ers­ten Ge­sprä­chen bei Pro­jekt­ent­wick­lern und Ei­gen­tü­mern vor, ob bald neu In­ves­ti­ti­ons­pro­jek­te zu er­gat­tern sind. Zum Glück be­geg­ne ich am Ein­gangs­be­reich gleich ei­ner der Ver­an­stal­te­rin­nen, wel­che mein Be­such auf dem dies­jäh­ri­gen Fac­to­ry-Out­let Kon­gress in Mon­ta­baur über­haupt mög­lich ge­macht hat.

Nach freund­li­cher Be­grü­ßung be­kom­me ich mein Na­mens­schild an­ge­steckt – da ich aus pri­va­tem In­ter­es­se teil­neh­me, fehlt na­tür­lich ein ent­spre­chen­der Fir­men­na­me. Er­freu­li­cher­wei­se hat dies in den nächs­ten zwei Ta­gen im­mer öf­ter die Neu­gier der Teil­neh­mer ge­weckt, wes­halb ich schnell in Ge­sprä­che mit Ein­zel­händ­lern, In­ves­to­ren und Be­ra­tern kam. Nach ei­nem kur­zen Be­grü­ßungs­kaf­fe geht`s run­ter in den Vor­trags­saal. Gleich zu Be­ginn steht eins mei­ner per­sön­li­chen High­lights an: Dr. Will prä­sen­tiert sei­ne Markt­über­sicht der Fac­to­ry-Out­let-Cen­ter in Deutsch­land und Eu­ro­pa. In zahl­rei­chen Fach­ar­ti­keln ha­be ich schon vor dem Kon­gress viel von sei­ner Ar­beit er­fah­ren kön­nen. Da die Out­let-Welt kom­plett neu für mich war, ha­be ich auch die fol­gen­den Vor­trä­ge und Dis­kus­si­ons­run­den mit gro­ßem In­ter­es­se ver­folgt. Sehr nütz­lich für mei­ne Mas­ter­ar­beit, die sich mit Out­let-Cen­tern als In­ves­ti­ti­ons­al­ter­na­ti­ve für In­ves­to­ren be­schäf­tigt, war be­son­ders die Dis­kus­si­ons­run­de mit In­ves­to­ren und fi­nan­zie­ren­den Ban­ken un­ter der Mo­dera­ti­on von Dr. Linsin.

Ge­gen Abend stand dann mein ers­tes In­ter­view mit dem selbst­stän­di­gen Be­ra­ter Herr Jür­gen­sen von 1A Out­let Im­mo­bi­li­en an. Im Vor­feld ha­ben Frau Reils (Heu­er Dia­log) und ich drei In­ter­views mit er­fah­re­nen Kon­gress-Teil­neh­mern or­ga­ni­siert, um noch mehr über die Out­let-Ent­wick­lung in Deutsch­land und Eu­ro­pa zu er­fah­ren. Für Herrn Jür­gen­sen ist der Kon­gress mitt­ler­wei­le ein „Fa­mi­li­en­tref­fen der Bran­che“ ge­wor­den, wes­halb er sich auch die­ses Jahr wie­der sehr auf den Be­such ge­freut hat. Er ist der Mei­nung, dass sich Out­let-Cen­ter mitt­ler­wei­le zu ei­nem „eta­blier­ten und hoch­wer­ti­gen Ver­kaufs­ka­nal“ für die Mar­ken ent­wi­ckelt haben.

Mit dem Be­such des Out­let-Cen­ters Mon­ta­baur ging der ers­te Kon­gress-Tag lang­sam zu En­de. Bei Häpp­chen und ei­nem ge­müt­li­chen Bier­chen sind schließ­lich noch sehr amü­san­te Ge­sprä­che ent­stan­den, bei de­nen na­tür­lich noch an­de­re The­men zur Spra­che kamen.

Am zwei­ten Tag wird's einfacher

Deut­lich woh­ler fühl­te ich mich in der Net­wor­king-Area am zwei­ten Tag, als man in be­kann­te wenn auch teil­wei­se noch mü­de Ge­sich­ter bli­cken konn­te. Um 09:30 Uhr ging es dann di­rekt mit den nächs­ten Vor­trä­gen wei­ter. Für mei­ne wis­sen­schaft­li­che Ar­beit war vor al­lem der Vor­trag von Mi­cha­el Has­lin­ger sehr in­ter­es­sant. Er re­fe­rier­te über die Be­deu­tung von Mar­ken in den Out­lets und stell­te die ver­schie­de­nen For­men der Out­let-Cen­ter in ei­ner ver­glei­chen­den Be­trach­tung ge­gen­über. Be­son­ders wert­voll wa­ren für mich die an die­sem Tag an­ste­hen­den In­ter­views mit Herrn Som­mer und Herrn Dr. Will. Als Busi­ness De­ve­l­oper ei­ner der größ­ten eu­ro­päi­schen Out­let-In­ves­to­ren NEIN­VER konn­te Herr Som­mer viel Wis­sens­wer­tes zur Bran­che er­zäh­len. Im Rah­men des Kon­gres­ses freu­te er sich be­son­ders auf den Vor­trag von Wolf­gang Thoeren vom Mar­ken­part­ner Fos­sil und  lob­te ins­be­son­de­re die of­fe­nen Wor­te über den Wachs­tums­an­satz sei­ner Mar­ke. Auf die Fra­ge nach der Be­geis­te­rung für Out­let-Cen­ter, be­zeich­ne­te sich Herr Som­mer selbst als „Kind des Han­dels“, wel­ches von der „span­nen­den Mar­ken­welt“ schon im­mer fas­zi­niert war. Im zwei­ten In­ter­view an die­sem Tag stand mit Herr Dr. Will der Ge­schäfts­füh­rer ei­ner der füh­ren­den Be­ra­tungs­un­ter­neh­men im Out­let-Be­reich ecos­tra Re­de und Ant­wort. Für ihn liegt der dies­jäh­ri­ge Fo­kus des Kon­gres­ses ver­stärkt auf „In­vest­ment und Fi­nan­zie­rung“. Im Ge­spräch gab er vor al­lem Ein­bli­cke in den Ent­wick­lungs­stand der Out­let-Stand­or­te in Deutsch­land. Sei­ner Mei­nung nach ist die Out­let-Ci­ty in Met­zin­gen das „am bes­ten per­for­men­de deut­sche Cen­ter“. Er be­zeich­net die­ses Cen­ter als „ge­wach­se­nen Stand­ort“ und führt den Er­folg un­ter an­de­rem auf den „fan­tas­ti­schen Mar­ken­be­satz“ zurück.

Nach­dem das letz­te In­ter­view „im Kas­ten“ war, ging auch für mich der ers­te Be­such auf dem Fac­to­ry-Out­let Kon­gress zu En­de. Aus­ge­stat­tet mit reich­lich In­put aus den ver­gan­ge­nen zwei Ta­gen, ver­ab­schie­de­te ich mich zu­frie­den von den rest­li­chen Teil­neh­mern. An die­ser Stel­le möch­te ich mich auch noch­mal beim Event-Team von Heu­er Dia­log be­dan­ken, wel­ches mich in jeg­li­cher Hin­sicht sehr un­ter­stützt hat.

Der Autor
Simon Schmid