10.04.2016
Jens Kreiterling

Attraktive (Universitäts-)Städte wie Aachen sind wachsende Städte

Bezahlbarer Wohnraum mit Qualität

Wohnraum dringend gesucht – das ist das Stichwort für die Kaiserstadt.

In der Dis­kus­si­on um die Not­wen­dig­keit von be­zahl­ba­rem Wohn­raum geht es meist in ers­ter Li­nie um Quan­ti­tät – die Qua­li­tät des Wohn­rau­mes soll­te je­doch nicht ver­nach­läs­sigt wer­den, da sie doch die ei­gent­li­chen Fra­gen be­ant­wor­tet: Wie woh­nen wir heu­te und in Zu­kunft zu­sam­men? Und wie kön­nen wir den be­zahl­ba­ren Raum schaf­fen, um wei­ter zu­sam­men zu leben?

Der Be­darf an be­zahl­ba­rem Wohn­raum ist nicht nur in den A-Städ­ten ge­stie­gen. Auch B-Städ­te wie Müns­ter oder Aa­chen müs­sen sich mit dem Be­darf an zu­sätz­li­chem Wohn­raum aus­ein­an­der­set­zen. Die­ser ist in ver­schie­de­nen Preis­seg­men­ten not­wen­dig. Neue Kon­zep­te sind un­ab­ding­bar, um auf die An­for­de­run­gen re­agie­ren zu kön­nen: Hier­zu ge­hört die Um­nut­zung von Brach­flä­chen in in­ner­städ­ti­schen La­gen, Nach­ver­dich­tung mit dem Po­ten­zi­al der Stadt­re­pa­ra­tur und die Ent­wick­lung öko­lo­gi­scher Kon­zep­te für gan­ze Quar­tie­re. Nicht zu­letzt de­ter­mi­niert dies die Ge­stal­tung des Le­bens­rau­mes und for­dert Pro­jek­te mit Cha­rak­ter als Ziel der Pro­jekt­ent­wick­lung. Räum­li­che Ver­dich­tung ist in die­sem Kon­text ei­ne wei­te­re Chan­ce, den Ge­ne­ra­tio­nen­aus­tausch so wie vor­han­de­ne In­fra­struk­tu­ren zu ver­bes­sern. Auch die Ver­schie­bung von we­ni­ger pri­va­tem zu mehr öf­fent­li­chem Raum kann ei­ne Mög­lich­keit sein, auf die neu­en An­for­de­run­gen zu re­agie­ren. Um die Um­setz­bar­keit sol­cher Kon­zep­te zu ver­bes­sern ist die Un­ter­stüt­zung der öf­fent­li­chen Hand wich­tig: Die Er­hö­hung der Aus­nut­zung ei­nes Grund­stü­ckes, aber auch die Ver­ein­fa­chung des Bau­rechts sind wich­ti­ge Vor­aus­set­zun­gen. Neue Re­ge­lun­gen zu Ab­schrei­bun­gen und die Er­hö­hung von Til­gungs­nach­läs­sen ver­bes­sern die Mach­bar­keit von Pro­jek­ten wie dem Gu­ten Freund und stel­len wich­ti­ge An­rei­ze für In­ves­to­ren dar.

Ziel un­se­res Han­delns ist es, iden­ti­täts­stif­ten­de Quar­tie­re zu ent­wi­ckeln und neue Ent­wick­lungs­im­pul­se zu set­zen. Mit dem Pro­jekt Gu­ter Freund in Aa­chen re­agie­ren wir als Land­mar­ken AG auf meh­re­ren Ebe­nen auf die Her­aus­for­de­run­gen des Woh­nungs­mark­tes. Die Po­ten­zia­le der Quar­tiers­ent­wick­lung lie­gen bei die­sem Pro­jekt nicht nur im öko­no­mi­schen, son­dern auch im öko­lo­gi­schen und so­zia­len Kontext.

Mit dem Gu­ten Freund ent­wi­ckeln wir ein Pro­jekt, das sich an den un­ter­schied­li­chen Be­dürf­nis­sen der ver­schie­de­nen Nut­zer ori­en­tiert und die­se in ei­nem Kon­zept ver­ei­nigt. Ne­ben bar­rie­re­frei­en Woh­nun­gen gibt es ei­ne Ta­ges­pfle­ge und ei­nen fünf­zü­gi­gen Kin­der­gar­ten. Hier schaf­fen wir in­ner­städ­ti­schem Raum für wich­ti­ge Be­völ­ke­rungs­grup­pen auf der Su­che nach ge­eig­ne­tem Wohn­raum. Po­li­zis­ten, Kran­ken­schwes­tern und an­de­re ge­sell­schaft­lich re­le­van­te Be­rufs­grup­pen – un­se­re Key-Worker – fal­len heut­zu­ta­ge un­ter den Wohn­be­rech­ti­gungs­schein. Mit der Iden­ti­fi­ka­ti­on des Po­ten­zi­als der Bra­che ha­ben wir die Idee be­grün­det, für die­se Be­rufs­grup­pen ein städ­te­bau­li­ches Kon­zept mit an­ge­mes­se­ner Aus­nut­zung des Grund­stü­ckes zu schaf­fen. Die­se er­rei­chen wir durch die ho­he Auf­ent­halts­qua­li­tät in den halb­öf­fent­li­chen Grün­flä­chen. Der Neu­bau des Wohn­quar­tiers schafft durch die Kon­ver­si­on der ehe­ma­li­gen Mi­li­tär­flä­che ei­nen Mehr­wert für das gan­ze Vier­tel. Mit der Über­erfül­lung der städ­ti­schen For­de­rung nach ge­för­der­tem Woh­nungs­bau stel­len wir die Wei­che, vor­han­de­ne Ar­beits­kräf­te in Aa­chen zu hal­ten und neue anzusiedeln.

Un­ser Ziel ist es, ein Best-Prac­ti­ce-Pro­jekt zu ent­wi­ckeln, das auch in an­de­ren Städ­ten an­wend­bar ist. Sei­ne zeit­lo­se At­trak­ti­vi­tät er­hält das Wohn­quar­tier durch sei­ne an­spruchs­vol­le Ar­chi­tek­tur. Durch die Ver­wen­dung von lang­le­bi­gen, wer­ti­gen Ma­te­ria­li­en im Zu­sam­men­spiel mit mo­der­nen, mo­du­la­ren Fas­sa­den und dif­fe­ren­zier­tem Au­ßen­raum meis­tert das Kon­zept den Spa­gat zwi­schen Quan­ti­tät und Qua­li­tät. In sei­ner Sum­me der Qua­li­tä­ten schaf­fen wir mit dem Gu­ten Freund ein nach­hal­ti­ges Pro­jekt im Blick auf un­se­re Pro­jekt­kri­te­ri­en und be­ant­wor­ten die ein­gangs ge­stell­te Frage.

Die Re­ak­ti­on auf ak­tu­el­le Ent­wick­lun­gen – sei­en es so­zia­le, wirt­schaft­li­che oder auch po­li­ti­sche – wie die An­ti­zi­pa­ti­on von zu­künf­ti­gen Ent­wick­lun­gen sind ein Span­nungs­feld, im dem neue Kon­zep­te un­ab­ding­bar sind, um die Waa­ge zwi­schen Quan­ti­tät und Qua­li­tät hal­ten zu kön­nen. Frei nach un­se­rem Mot­to: Im­pul­se set­zen, Zu­kunft gestalten.

Der Autor
Bild: Heuer Dialog GmbH
Jens Kreiterling
Vorstand
Landmarken AG