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Dialog mit den Eliten in der Real Estate Industry – Führende Köpfe der Immobilienbranche diskutieren in Düsseldorf zum Thema Human Resources Die Immobilienbranche braucht kluge Köpfe; das ist Konsens bei den Führungskräften der Real Estate Industry. Dennoch gibt es reichlich Diskussionsbedarf zum Thema Human Resources: beispielsweise über die Fragen wo und wie die Besten zu rekrutieren sind oder über die Möglichkeiten einer nachhaltigen Entwicklung des Humankapitals. Angesichts der Veränderungen innerhalb der Branche und angesichts der allgemeinen gesellschaftlichen Veränderungen wird die Personalpolitik schon in der nahen Zukunft über Erfolg und Misserfolg in der Immobilienwirtschaft entscheiden. Verfolgen Sie die Diskussion über den Erfolgsfaktor Mensch – INSIGHT liefert Ihnen die Essenz der Expertenmeinungen.
„Die Wachstumsbranche der Immobilienwirtschaft braucht die Besten“, lautet das Credo von Thomas Flohr, dem geschäftsführenden Gesellschafter der Bernd Heuer & Partner Human Resources GmbH. Zusammen mit Thomas Körzel, dem zweiten Geschäftsführer, war Flohr Gastgeber der ersten gemeinsamen Veranstaltung mit dem Urban Land Institute Germany zum Thema Human Resources in der Real Estate Industry am 28.11.2007 in Düsseldorf. Die konjunkturellen und strukturellen Veränderungen der Branche, in der wachsende Dynamik und Internationalität die Anforderungen an Wissen und Fähigkeiten der Beschäftigten erhöhen, machen den Bedarf an entsprechend qualifizierten Fach- und Führungskräften offensichtlich. „Qualität steht in direktem Zusammenhang zur Professionalität,“ erläutert Flohr und betont, dass das Thema Human Resources im Unternehmen Chefsache sein muss, um langfristig erfolgreich zu sein. Auf persönliche Einladung diskutierten Führungskräfte aus verschiedenen Bereichen der Real Estate Industry über die aktuelle Situation, zukünftige Anforderungen und notwendige Maßnahmen, die eine nachhaltige Entwicklung der Human Resources in der Immobilienwirtschaft gewährleisten können. Über die Auswirkungen der Veränderungen unserer Gesellschaft auf die Real Estate Industry referierte Dr. Klaus Peter Möller, Mitglied des Club of Rome und Forschungsleiter des Eduard Pestel Institutes für Systemforschung e.V., in seinem einführenden Vortrag. Sinkende Geburtenzahlen, nationale Wanderungsbewegungen und zunehmende ökologische Fragestellungen verändern neben der Marktnachfrage auch die Anforderungen an den nachhaltigen Umgang mit Immobilien. „Eco sells – Ökologie verkauft sich gut“, stellt Möller heraus und zeigt, dass der Wandel mit einem Angebot neuer Technologien und Wohnformen im Immobilienbereich auch durchaus neue Wertschöpfungschancen bedeuten kann. Auch die offensichtliche Veränderung der Bevölkerungspyramide und damit der Belegschaftsstrukturen wird in der Real Estate Industry zu Nachwuchsproblemen führen, die langfristig durch Zuwanderung nicht aufgefangen werden können. Das Thema Nachhaltigkeit wird daher im Bereich des Humankapitals eines Unternehmens und dessen Entwicklung zunehmend drängend werden. „Wenn wir nicht das richtige Humankapital Portfolio haben, wird es im Unternehmen ganz schwierig werden,“ betont Bernd Heuer, Gesellschafter der Bernd Heuer & Partner Human Resources GmbH und Vorstandvorsitzender der Agenda 4 Initiative, in seinen Ausführungen zum Thema Nachhaltigkeit in der Real Estate Industry. Neben Investitionen in die ökonomische, ökologische und gestalterische Nachhaltigkeit muss die Branche vor allem in die Nachwuchsgenerierung investieren. Als eine Bremse sieht Heuer das schlechte Image der Branche und die mangelhaften Bildungsangebote. Sein Fazit: „Der Mann aus der Immobilienwirtschaft ist immer der Mörder und wenn die Branche nicht massiv in Aus- und Weiterbildung investiert, wird es für die Branche keine Zukunft geben.“
In der anschließenden Podiumsrunde diskutierten Vertreter führender Unternehmen und Hochschulen Fragen der richtigen Marktpositionierung von Unternehmen und Hochschulen, um die Humankapitalpotenziale der Immobilienwirtschaft effizient einzusetzen und zu entwickeln. „Der ‚War for Talents’ ist vorbei – die Bewerber haben gewonnen,“ so die Aussage von Dr. Christoph Beck, Professor des Bereiches Human Resource Management der Fachhochschule Konstanz. Er charakterisiert damit die schwierige Situation am Arbeitsmarkt der Immobilienwirtschaft. Arbeitgeber müssen als Marke attraktiv werden und in ihr Arbeitgeber-Branding investieren, um sich bei den entsprechenden Zielgruppen bekannt zu machen. „Momentan kommen Menschen eher zufällig in die Immobilienwirtschaft, als sich gezielt dafür zu entscheiden und zu qualifizieren,“ sagt Stefan H. Brendgen, Geschäftsführer bei Tishman Speyer Properties Deutschland. Am Arbeitsmarkt der Immobilienwirtschaft herrscht zudem ein Spannungsfeld zwischen Spezialisten und Generalisten, das durch die Struktur der Aus- und Weiterbildungsangebote der Branche in Deutschland verschärft wird. Während Unternehmen den Kaufmann mit Branchenkenntnissen suchen, spezialisieren sich die Universitäten zunehmend in einer Vielzahl von oft ungenügend definierten Angeboten. Gleichzeitig fehlen aber laut Thomas Wirtz, Senior Vice President im Bereich Investment Banking bei Sal.Oppenheim jr. & Cie. KgaA, gerade in den speziellen Bereichen wie dem Immobilieninvestment qualifizierte Bewerber. „Derzeit rekrutieren wir eher am Kapitalmarkt und qualifizieren entsprechend nach“, so Wirtz. Eine Ursache dieser Entwicklung sieht Bernd Heuer im fehlenden Dialog zwischen den Hochschulen und der Wirtschaft. Das Angebot der Hochschulen hinkt dem Bedarf hinterher. Zudem werden die technischen Potenziale noch zu wenig genutzt. „Es ist doch einfacher, einen Techniker zum Ökonomen zu machen, als einen Ökonomen zum Techniker,“ erklärt Heuer und verweist auf enorme Chancen in der ökonomischen und technischen Interdiziplinarität der Branche. Unternehmen, Hochschulen und Menschen müssen sich strategisch positionieren und investieren, um Nachhaltigkeit und Wertschöpfung im Wachstumsmarkt Immobilienwirtschaft zu erreichen. Wie gewinnt man die richtigen Fach- und Führungskräfte? Wie hält man sie im Unternehmen? Zu diesem Thema referierte Horst Rückle, Management Trainer und Coach im Trainings- und Beratungsunternehmen HR Team zu Beginn des zweiten Teils der Veranstaltung. „Es ist einfacher, sorgfältig auszuwählen als sorgfältig einzuarbeiten,“ so Rückle. Im Rekrutierungsprozess müssen neben den Qualifikationen vor allem unternehmensbezogene Kriterien angelegt werden. Denn nur wenn ein Kandidat zur Kultur und Wertestruktur des Unternehmens passt und sich mit dieser identifiziert, wird er langfristig im Unternehmen bleiben und erfolgreich sein. Dies gilt vor allem für Führungspositionen. „Die Führungskraft muss so viel Sog auslösen, dass alle so sein wollen,“ konstatiert Rückle. Wenn zwischen dem Unternehmen, der Führung und den Mitarbeitern eine wertebasierte Beziehung entsteht, dann werden alle gemeinsam auch ohne aufwendige Bindungsmaßnahmen langfristig die Unternehmensvision verfolgen. In der abschließenden Diskussionsrunde wurde über die operativen Instrumente der Personalarbeit in der Real Estate Industry diskutiert. „Der Personalbereich der Immobilienbranche ist in den letzten Jahren professioneller geworden“, stellt Thomas Flohr heraus. Zunehmend werden auch in kleineren Unternehmen systematische Tools wie Assessment Center sowie Verhaltens- und Potenzialanalysen zur gezielten Rekrutierung und Personalentwicklung eingesetzt. Gleiches gilt für nachvollziehbare, marktbezogene Vergütungsstrukturen. Die verbreitete Ansicht, dass in der Immobilienwirtschaft grundsätzlich überzogene Gehälter bezahlt werden, teilt Sigmar Schulz nicht. Der Leiter des Reward Information Service der Hay Group GmbH merkt an: „Nur Einzelpositionen sind überdurchschnittlich bezahlt. In der Gesamtheit ist dies nicht so.“ Außerdem verweist er dazu auch auf die große Heterogenität der Branche. Gerade technische Berufe seien oft schlechter bezahlt. Die Motivation aus rein monetären Gegenleistungen sei allerdings erfahrungsgemäß ohnehin kurzfristig und gering, ergänzt Thomas Flohr. Vielmehr zählt eine differenzierte Vergütung, die dem Mitarbeiter nachhaltige Entwicklungsmöglichkeiten bietet und die wertebasierte Identifikation mit dem Unternehmen fördert. Nur durch strategischen und zielorientierten Einsatz der operativen Tool Box ist auch in der Immobilienwirtschaft eine nachhaltige Personalarbeit möglich. Die Bernd Heuer & Partner Human Resources GmbH ist seit 30 Jahren im Bereich Personalberatung mit Spezialisierung auf die Immobilienbranche tätig. Das Urban Land Institute ist eine NPO im Bereich Bildung und Research in der Immobilienwirtschaft. Dialog mit den Eliten in der Real Estate Industry
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