Heuer Dialog

Immobilien Zeitung und Heuer Dialog wachsen zusammen.
Über die Vorteile für den Kunden und den Weg bis zur Beteiligung!

Fusionen und Beteiligungen spielen in der Wirtschaft seit jeher eine bedeutende Rolle. Oftmals sind dabei die Motive der Wunsch nach Größe und die Hoffnung auf Kostensenkungen. In der Praxis zeigt sich aber, dass die überwiegende Zahl der Fusionen scheitern, wenn Synergien vorwiegend oder ausschließlich auf der Kostenseite gesucht werden. Seltener, überwiegend jedoch erfolgreich, sind diejenigen Zusammenschlüsse, bei denen bewusst und konsequent kundenorientiert Synergien entdeckt werden.

Mit der Zielsetzung, die Kompetenz und das Leistungsangebot für ihre Kunden zu erhöhen, haben die Gesellschafter der IZ Immobilien Zeitung Verlagsgesellschaft mbH und die der Bernd Heuer Dialog GmbH für die Zukunft eine enge Zusammenarbeit beschlossen. Rückwirkend zum 1. Januar 2008 beteiligt sich hierzu die IZ Immobilien Zeitung Verlagsgesellschaft mbH, Wiesbaden, mit 50 Prozent an der Heuer Dialog GmbH, Düsseldorf.

INSIGHT freut sich, dass Jan Mucha, Geschäftsführer der IZ Immobilien Zeitung Verlagsgesellschaft mbH und Gitta Rometsch, Geschäftsführende Gesellschafterin der Heuer Dialog GmbH für ein Interview zur Verfügung stehen, um ein wenig „aus dem Nähkästchen“ zu plaudern.


INSIGHT: Herr Mucha, die Immobilien Zeitung ist eine erfolgreiche Fachpublikation. Was macht den Erfolg aus?

Mucha:
Aus meiner Sicht beruht der Erfolg der Immobilien Zeitung auf dem hohen journalistischen Niveau und der fortwährenden Optimierung des „Lesernutzens“. Schließlich wollen wir unsere Leser nicht nur unterhalten, sondern Ihnen vor allem eine konkrete Unterstützung für ihren beruflichen Alltag bieten. Wir haben uns daher von Anfang an eher an Titeln wie dem Handelsblatt, der Wirtschaftswoche oder der Frankfurter Allgemeinen orientiert, und weniger an dem für Fachzeitschriften „üblichen“ journalistischen Level. Unser Erfolg, der sich Quartal für Quartal an den Abonnentenzahlen ablesen lässt, gibt uns mit dieser Strategie Recht.
INSIGHT: Heuer Dialog ist seit 30 Jahren ein fokussierter Netzwerkspezialist und bietet pro Jahr rund 50 Veranstaltungen für Führungs- und Fachkräfte an. Worin sehen Sie die Chancen durch den neuen Partner IZ?

Mucha: 
Heuer Dialog und die Immobilien Zeitung sind beides Unternehmen, die sich der Wissens- und Informationsvermittlung mit dem ausschließlichem Fokus auf die Immobilienwirtschaft verschrieben haben. Das Programm von Heuer Dialog und die Berichterstattung in der Immobilien Zeitung befassen sich überwiegend mit denselben Themenfeldern. Es ist also naheliegend, die Expertise beider Partner auszutauschen und somit die Produktpalette für die jeweiligen Kundenkreise noch wertvoller zu machen. Über den inhaltlichen Austausch hinweg ergeben sich natürlich noch viele weitere, bislang unerschlossene Betätigungsfelder, die sich gemeinsam konsequenter und effizienter angehen lassen. Die Entwicklung weiterer Jahresformate oder der Aufbau einer gemeinsamen Informationsplattform seien hier beispielhaft genannt.

INSIGHT: Wie kam es zu den Plänen einer Beteiligung der IZ am Kongressgeschäft? Zufall oder strategische Planung?

Rometsch:
Als Jan Mucha und ich in einer ganz anderen Sache im letzten Jahr telefonierten, schilderte er mir seine Pläne für eine IZ Kongressgesellschaft. Nicht dass mir ein neuer Konkurrent Sorge bereitet hätte, dies war schon immer eher Ansporn für Heuer Dialog. Es kam mir vielmehr spontan der Gedanke, dass Bernd Heuer altersbedingt in naher Zukunft vor der Frage steht, was einmal mit seinen Anteilen geschehen wird. Aus ersten Überlegungen wurden konkrete Gespräche. Aus den Gesprächen wurden konkrete Verträge und Abschlüsse.
Mucha:  
Wer seine Geschäfte dem Zufall überlässt, sollte wohl besser Lotto spielen und somit Risiko und Arbeitseinsatz auf ein Minimum beschränken. Ganz so ist es bei uns nicht. Für uns ist diese Beteiligung vielmehr eine logische Weiterentwicklung des Verlagsangebotes. Seit jeher arbeiten wir eng mit den Veranstaltern für die Immobilienwirtschaft zusammen und haben damit insbesondere zu Heuer Dialog und seinen Mitarbeitern ein sehr enges und kooperatives Verhältnis. Und obwohl wir bereits selber erste Aktivitäten in diesem Marktsegment entwickelt hatten, war Heuer Dialog von jeher unser favorisierter Wunschpartner. Dass diese Sicht von den Altgesellschaftern der Heuer Dialog GmbH geteilt wurde und zudem Verkaufsbereitschaft bestand, würde ich eher als glückliche Fügung bezeichnen.
INSIGHT: Heuer Dialog setzt auf den Innovationsfaktor Dialog. Was kann der neue Partner einbringen? Wo sehen Sie die Synergieeffekte?

Rometsch:
Ich denke, dass es mit Heuer Dialog der IZ gelingen wird, die eigene Marke zu stärken. Denn plötzlich steht die IZ auch für Dialoge. Über die Heuer Veranstaltungen rückt die IZ gewissermaßen näher an die Leser. Auf der anderen Seite versuchen wir, Leser für den Dialog zu gewinnen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Aus Teilnehmern werden Leser, aus Lesern werden Teilnehmer.

Besonders interessant sind die Fachpublikationen des Deutschen Fachverlages. Der Innovationsfaktor Dialog bei Heuer wird seit Jahren davon bestimmt, die Immobilienwirtschaft an der Schnittstelle zu anderen Branchen zu stärken. Mit dem Deutschen Fachverlag eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten, beispielsweise Handel, Stadt und Immobilie bzw. Hotel und Immobilie in großen Branchentreffs zusammen zu führen. Ziel für Heuer war es immer, für mehr Wachstum in den Städten und Unternehmen zu sorgen. Mit den neuen Partnern IZ und DFV sehen wir uns für die Zukunft gut aufgestellt.
Mucha:
Sowohl die Veranstaltungsmanager bei Heuer Dialog als auch die Redakteure der Immobilien Zeitung setzen Themen und stellen Trends fest. Die Erfahrung zeigt, dass der Informationsaustausch untereinander oft hilfreich und inspirierend ist. Ich denke auch, dass das IZ-Team vom Wissensfundus, der sich bei Heuer Dialog in den letzten drei Jahrzehnten angesammelt hat, reichlich profitieren wird. Und umgekehrt natürlich auch.
INSIGHT: Die IZ feiert in diesem Jahr ihr 15-jähriges Bestehen. Was können wir noch erwarten?

Mucha:
Konkret sind derzeit mehrere Online-Projekte in der Pipeline. Auf der EXPO REAL 2008 werden wir IZ-Jobs.de vorstellen, ein Job- und Karriereportal für die Immobilienwirtschaft. Wie alle unsere Produkte wird auch IZ-Jobs.de dem Markt einen handfesten Mehrwert bieten. Unternehmen und Arbeitnehmer werden auf dieser Plattform schnell, unkompliziert und kostengünstig zusammenfinden können.
INSIGHT: Wie haben die Mitarbeiter der Unternehmen auf die neue Konstellation reagiert? Wie haben Sie sie mitgenommen in diesem Prozess?

Mucha:
Unsere Mitarbeiter haben durchweg positiv reagiert. Bei einigen hatte ich sogar den Eindruck, sie hätten diesen Schritt erwartet. Wie ich ja bereits sagte, ist Heuer Dialog für uns kein unbekannter Marktteilnehmer und die Qualität des Veranstaltungsangebotes ist den Mitarbeitern der IZ sehr gut bekannt. Natürlich haben wir den inneren „Führungskreis“, sprich die Mitarbeiter in Schlüsselpositionen, vorher informiert und in den Entscheidungsprozess mit einbezogen.
Rometsch:
Die Mitarbeiter von Heuer Dialog legen großen Wert auf die Kontinuität der Möglichkeiten, die ihnen traditionell geboten wurden, nämlich unternehmerisch zu denken und zu handeln. Somit waren die Gesamtzusammenhänge schnell angenommen und die Reaktion damit durchweg positiv. Beide Unternehmen haben Auge und Ohr permanent am Marktgeschehen. Diese Fähigkeiten zu bündeln, bringt Schwung in vielleicht manchmal zu routinierte Denkweisen. In diesem Prozess hat jeder direkten Zugang zu jedem und der tägliche Austausch zwischen Wiesbaden, Frankfurt und Düsseldorf klappt schon gut.
INSIGHT: Und natürlich ganz wichtig: Was sagen Ihre Kunden? Wie waren die ersten Reaktionen?

Mucha:
Die Reaktionen auf Kundenseite waren sehr unterschiedlich, größtenteils aber positiv. Viele haben uns zu dem gewaltigen Wachstum gratuliert, welches die IZ in den vergangenen fünf Jahren erfahren hat. Andere haben eher die strategische Dimension der Beteiligung gesehen und uns hierzu beglückwünscht.
Rometsch:
Auch die Heuer Dialog Kunden reagierten verschieden: Die meisten gratulierten zu dem strategisch genial gelungenen Schachzug. Andere haben ihrem Bedauern Ausdruck verliehen, nicht selbst auf den Gedanken einer Beteiligung gekommen zu sein … Schlussendlich ist natürlich die Qualität unserer Leistung das Wichtigste für unsere Kunden und wird darüber entscheiden, ob unsere Angebote genutzt werden.
INSIGHT: Frau Rometsch, Herr Mucha, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.


Autor: INSIGHT, Heuer Dialog GmbH E-Mail

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