Heuer Dialog

Das Auto der Zukunft … kann sprechen und hört aufs Wort!

Beispiele aus der (zukünftigen) Praxis der Sprachtechnologie


Michael Mende
SpeechConcept GmbH & Co. KG

 „Das Auto der Zukunft wird nicht mehr durch Tasten, sondern durch unsere menschliche Sprache gesteuert werden. Mit natürlichen Sprachbefehlen werden wir unsere Wünsche artikulieren; das Auto wird uns Feedback geben und dann unseren Anweisungen folgen. Das Auto wird zum Gesprächspartner“, so Michael Mende, Computerlinguist und Geschäftsführer von SpeechConcept.
Das Auto der Zukunft hört aufs Wort
 
Heute muss sich der Autofahrer durch umfangreiche Bedienungsanleitungen und Tastenmenüs quälen, um die immer komplexeren Funktionen zu erlernen und zu bedienen. In Zukunft wird er das wesentlich einfacher mit Hilfe qualifizierter Sprachtechnologie erledigen können. Dann wird ein Auto nicht nur fahren, sondern auch zuhören und sprechen!

Michael Mende sieht die Zukunft so: „Hoch qualifizierte, zuverlässige Sprachtechnologie wird das Autofahren in Zukunft komfortabler und sicherer machen. Ob wir während der Fahrt Telefonnummern wählen lassen, Zielorte in Navigationssysteme eingeben oder nur Musiktitel auswählen: Studien haben eine deutliche Verkehrssicherheit nachgewiesen, wenn diese Vorgänge sprachgesteuert durchgeführt werden. Ablenkungen werden erheblich reduziert und die Fahrsicherheit dadurch wesentlich erhöht. Wir sehen spannenden Entwicklungen entgegen und freuen uns, mit unserer Technologie dabei zu sein“.

Einsatzbereiche für Sprachtechnologie in der Immobilienbranche

„Vielen Dank für Ihren Anruf bei der XY GmbH. Mit wem darf ich Sie verbinden?“ Jeder kennt inzwischen die im Volksmund „Telefoncomputer“ genannten Voice Portale, die unsere Anrufe bei großen Firmen oder Telekommunikations-Providern entgegennehmen. Auch wenn manche der Systeme durch schlechte Menüführung und Qualität in Verruf geraten sind: Qualifizierte Systeme verstehen unser Anliegen auf Anhieb und lassen uns nicht in der Warteschleife hängen. Stattdessen bieten sie uns mehrere Möglichkeiten an, unsere Wünsche rund um die Uhr anzubringen. Firmen, die solche automatisierten Telefonzentralen einsetzen, verzeichnen deutliche Gewinne bei der beschleunigten Bearbeitung von Anrufen - und dadurch erhöhte Kundenzufriedenheit.

Doch Sprachtechnologie kann noch mehr: Mit einem anwenderfreundlichen Voice Portal, das auch für die Immobilienbranche interessante Anwendungsmöglichkeiten bietet, könnte beispielsweise eine Infoline für Routine-Auskünfte, wie Büro-Öffnungszeiten, freie Objekte und andere Informationen bereit gestellt werden.

Der nächste Schritt wäre ein 24h/365 Tage-Telefonservice zur Vereinbarung von Besichtigungsterminen. Der Interessent könnte zu jeder Tages- und Nachtzeit, ohne wiederholte Anrufversuche, seinen Terminwunsch äußern und – beispielsweise durch Anbindung an einen digitalen Terminkalender – bestätigt bekommen.

Eine Störungsmeldung könnte von Mietern ebenso jederzeit, nicht nur zu Öffnungszeiten der Immobilienverwaltung, hinterlassen werden. Notfall-Störungen könnten sogar direkt zum jeweiligen Handwerksbetrieb durchgestellt werden.

Selbstverständlich kann auch ein Suchauftrag telefonisch aufgegeben werden. Zusätzlich zur E-Mail-Benachrichtigung kann das Voice Portal eine Ergebnismeldung ans (Mobil-)Telefon oder per SMS zustellen. Kombiniert mit der Lösung für Besichtigungstermine bietet die Lösung hiermit einen umfassenden, zeitgemäßen Service.

Die Systeme sind allesamt mittels Tastatureingabe oder Spracherkennung bedienbar und verfügen über eine besonders natürliche Sprachausgabe. Der Service kann auch mehrsprachig angeboten werden.

Wie funktioniert diese Anwendung?

Individuelle Telefondialoge lassen sich ganz einfach selbst erstellen. Auch für ungeübte Anwender ist dies nach einer kurzen Schulung problemlos möglich. Die Anwendung funktioniert webbasiert, d. h. von jedem Rechner aus können die Dialoge konfiguriert und geändert werden. Per Drag-and-Drop werden Icons auf einer Oberfläche zum Telefondialog zusammengefügt, der damit sofort zur Verfügung steht.

Wer eine Anschaffung eines serverbasierten Systems scheut, kann auf die Möglichkeit des Hostings zurückgreifen. Damit steht die Lösung on demand zur Verfügung.

Für Firmen und Organisationen gibt es neuerdings auch die Möglichkeit, eine individuelle Computerstimme zu realisieren. Marketingfachleute sprechen von einer „Corporate Voice“. Hierbei wird eine unverwechselbare, zum Image des Unternehmens passende Stimme ausgewählt und aus natürlichem Aufzeichnungsmaterial eine Computerstimme generiert. Diese kann für sämtliche Auftritte des Unternehmens genutzt werden, z. B. im Voice Portal, bei der Webseitenvertonung, für Werbespots … Der Wiedererkennungseffekt wird dadurch wesentlich verstärkt, ebenso wie die Werbewirkung.



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Michael Mende wird beim Fach-Dialog "Parkhaus – Infrastruktur – (Elektro)Mobilität. Veränderte Anforderungen an Immobilien in einer mobilen Gesellschaft" am 02. Dezember 2009 in Bielefeld zum Thema "Das Auto der Zukunft hört auf’s Wort – Sprachtechnologie in allen Lebensbereichen" sprechen.
 


Autor: Michael Mende, SpeechConcept GmbH & Co. KG E-Mail

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