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INSIGHT Nr. 2, Juli 2011 Safety first: Sicherheit im Quartier
… Fiedler, Pfeiffer und Schweinchen Schlau: Das eine Schweinchen lebt in einem Haus aus Stroh, das andere hat ein Haus aus Holz gebaut und Schweinchen Schlau eines aus Stein. Der böse Wolf versucht nun die Häuser umzupusten und schafft es auch bei den ersten beiden. Fiedler und Pfeiffer retten sich in das Steinhaus von Schweinchen Schlau, das der Wolf auch mit größter Anstrengung nicht umpusten kann. Schweinchen Schlau kann sich auf seine eigenen vier Wände verlassen und ist dort sicher. Genau dieses Geborgenheits- und Sicherheitsgefühl erwarten Immobilienbesitzer: „My home is my castle!“ – Mein Haus ist meine Burg und ich entscheide, wer dort willkommen ist und wer nicht. Gated Communities … … bilden genau diese Einstellung in einer größeren Dimension ab: mit hohen Zäunen und Mauern, Wachpersonal, Einlasskontrollen, Eintrittscodes, Videoüberwachung und einem völlig eigenständigen Innenleben, reguliert von den privaten Betreibern der Anlage. Als Entscheidungsgrund, warum Menschen dort leben möchten, werden oft die erhöhte Sicherheit für die ganze Familie und der Wunsch unter „Gleichgesinnten“ zu leben genannt. Doch wann ist dieses Sicherheitsbedürfnis befriedigt? Brauchen wir noch mehr Sicherheitsmaßnahmen, um der subjektiven Angst der Menschen entgegen zu wirken? Schützt diese sichtbare Abgrenzung oder macht sie eher darauf aufmerksam, dass hinter der Umzäunung lohnende Einbruchsziele locken? Wird dadurch nicht die Kluft zwischen Arm und Reich verstärkt? Wann ist es genug? Die Zahlen sprechen für sich: In den USA existieren bereits mehr als 40.000 Gated Communities in unterschiedlichster Ausprägung. Die ersten Anlagen entstehen auch in Deutschland. Der Wunsch nach Sicherheit in der eigenen Immobilie sowie im unmittelbaren Wohnumfeld ist größer denn je. Die aktuelle Kriminalstatistik in Deutschland weist darauf hin, dass die Tendenz bei Wohnungseinbrüchen stark steigend ist. Die Gesamtkriminalität verzeichnet zirka sechs Millonen. Fälle im Jahr 2010. Die meisten Einbrüche ereignen sich in Nordrhein-Westfalen - insgesamt 44.769. Auch die Medien schüren die Ängste der Menschen mit Überschriften wie diesen: „Alle vier Minuten wird in Deutschland eingebrochen“. Statistiken können aber nicht die Emotionen der Menschen wiedergeben, die sich nach einem Wohnungseinbruch in ihrem Zuhause unwohl, unsicher und beobachtet fühlen. Dabei sollen die eigenen vier Wände doch ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit vermitteln. Safety first: Sicherheit im Quartier Welche Sicherheitsausstattung müssen Wohnimmobilien also vorweisen können, um Käufer zu überzeugen? Natürlich spielt auch hier die Lage einer Immobilie eine wichtige Rolle. Zu den Ausstattungsstandards zählen die Gegensprechanlage sowie einbruchssichere Türen und Fenster. Doch das allein ist sicher nicht genug. formart, die Bauträgersparte von HOCHTIEF Solutions, entwickelt für ihre Projekte bereits seit vielen Jahren unterschiedliche Sicherheitskonzepte und arbeitet dabei mit Marktführern und öffentlichen Trägern zusammen. Bei zahlreichen Projekten wurden diese Konzepte bereits umgesetzt, zum Beispiel bei den WaterHouses in Hamburg. Wichtig ist, dass sicherheitsrelevanten Aspekte so früh wie möglich in die Entwicklung eines Projektes einbezogen werden. Außerdem sollten die Sicherheitsmaßnahmen nicht an der Eingangstür enden. Auch die unmittelbare Umgebung der Immobilien zählt zu den sogenannten Angsträumen und kann durch rechtzeitige Planung „sicher“ gestaltet werden. Ein Beispiel hierfür sind entsprechende Beleuchtungskonzepte für Zuwegungen und Grünanlagen. Auch die Bewohner selbst, bzw. ein geschickter Generationenmix kann für mehr Sicherheit im eigenen Quartier sorgen. Die Anwesenheit von verschiedenen Generationen an einem Standort zu verschiedenen Tageszeiten verringert die Gefahr der Einbrüche bei Tag immens. Wichtig bleibt, mögliche Vorbehalte und Bedenken des Kunden zum Thema Sicherheit frühzeitig zu erkennen und für eine Lösung zu sorgen, bevor sich ein Unsicherheitsgefühl einstellt. Autor: Ralph Müller Niederlassungsleiter, Veranstaltungshinweis: Um die Sicherheit in Quartieren geht es u.a. auch beim Standort-Dialog Düsseldorf am 13. Juli 2011: Bedeutet Sicherheit im Quartier auch Stabilität in der Vermietung? Beim Wohn-Dialog Hamburg am 14. September 2011 erläutert Ralph Müller, wie sich dem Sicherheitsbedürfnis der Bewohner im Quartier Rechnung tragen lässt. |
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