Heuer Dialog

Immobilien Research Spezial

Logistikmarkt Niederlande
06.09.2010

Überblick

Volkswirtschaftliches Umfeld: Das Bruttoinlandsprodukt der Niederlande schrumpfte 2009 um 3,9%. Die fünft-größte Volkswirtschaft der EWU wurde vergleichbar zu Deutschland ein Opfer ihrer Offenheit. Der Exportanteil gemessen in Prozent des BIP beträgt ca. 80%. Für dieses Jahr rechnen wir mit einem BIP-Anstieg von 1,9% und für 2011 von 1,6%. Die Niederlande gehören dieses und nächstes Jahr in das Wachstumsmittelfeld in der EWU und zeichnen sich durch eine relativ geringe Staatsverschuldung und eine vergleichbar niedrige Arbeitslosenquote aus.

Logistikmarkt: Die Niederlande gehören zu den höchstentwickelten und am längsten etablierten Logistikmärkten Europas mit einer hohen Dichte an Nutzern und Anbietern. Der Flächenbestand wird auf etwa 19 Mio. m² geschätzt. Die Gründe für den anhaltenden Nachfragerückgang 2009 lagen im Rückgang des Welthandels, der sich unmittelbar auf den Frachtumschlag am Hafen Rotterdam und Flughafen Amsterdam niederschlug. Wir erwarten, dass die Nachfrage bis Jahresende zunehmen wird, parallel zu konjunktureller Erholung und steigendem Handelsvolumen. Der Leerstand bei modernen Objekten dürfte sich in diesem und dem kommenden Jahr reduzieren, begünstigt durch das niedrige Neubauvolumen. Somit bestehen auch wieder Chancen für leichte Mietanstiege.

Investmentfazit: Bis Ende August 2010 waren bei Prime-Objekten bereits deutliche Renditerückgänge festzustellen, die sich bis Jahresende fortsetzen sollten. Damit wird sich die Spanne zwischen sehr guten und sekundären Objekten weiter vergrößern. Die Niederlande bieten zwar im europäischen Vergleich nur ein leicht unterdurchschnittliches Wachstum der Gesamterträge, gerade in Krisenzeiten bietet der Logistikmarkt jedoch stabile Einkommen und eine geringere Abhängigkeit von Mietwachstumserwartungen als der Büromarkt. Wir empfehlen Investitionen in Logistikimmobilien aufgrund der Größe, Stabilität und Liquidität des Marktes. Die Stärke der niederländischen Standorte liegt vor allem in der sehr guten infrastrukturellen Ausstattung.

Hier gelangen Sie zur aktuellen Studie.(PDF-Download)


Autoren:

Jael Dumm
Tel.: (069) 71 47 – 35 95
jael.dumm@deka.de

Dr. Christian Melzer
Tel.: (069) 71 47 – 28 51
christian.melzer@deka.de

Andreas Wellstein
Tel.: (069) 71 47 – 38 50
andreas.wellstein@deka.de


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