Heuer Dialog

Wohn-Dialog

NRW: Das Ruhrgebiet

Urbanität neu erfinden mit kreativen Wohnkonzepten

Nach einer aktuellen Studie von Engel & Völkers wird ein Kaufpreisfaktor bis zum 20fachen für Wohnimmobilien in gute Lagen im Ruhrgebiet prognostiziert. Es lohnt sich also, genau hinzuschauen und Investments auch an C- und D-Standorten zu prüfen. Einen guten Überblick über die Clusterung der Metropole Ruhr und ihren unentdeckten Investment-Möglichkeiten erhielten die Teilnehmer beim Wohn-Dialog NRW.

Information

Wer den Blick genauer auf die unterschiedliche Siedlungsstruktur richtet und die Stadt als Partner mit im Boot hat, kann als Investor im Ruhrgebiet erfolgreiche Quartiersentwicklung betreiben. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in der Metropolregion weitaus besser als an anderen Standorten. Welche Immobilien und Konzepte in die besondere, kleinteilige Struktur der Region passen und wie alle von dem guten Baulandpotenzial profitieren können, erfuhren die Teilnehmer beim

Wohn-Dialog NRW: Das Ruhrgebiet
Urbanität neu erfinden mit kreativen Wohnkonzepten
am 27. Oktober 2015 in Essen.

Nachbericht
Lesen Sie im Folgenden eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der Veranstaltung:

 Wohn-Dialog NRW: Das Ruhrgebiet am 27. Oktober 2015 in Essen

 Wohn-Dialog NRW: Das Ruhrgebiet am 27. Oktober 2015 in Essen
 
 Wohn-Dialog NRW: Das Ruhrgebiet am 27. Oktober 2015 in Essen

 Wohn-Dialog NRW: Das Ruhrgebiet am 27. Oktober 2015 in Essen

 Wohn-Dialog NRW: Das Ruhrgebiet am 27. Oktober 2015 in Essen

Fotos: Heuer Dialog

  Die Kreativen wandeln die Quartiere im Ruhrgebiet!

Am 27. Oktober 2015 bekamen die Teilnehmer beim "Wohn-Dialog NRW: Das Ruhrgebiet" zu Beginn der Tagung in Essen reinen Wein eingeschenkt. Die aktuellen Zuwanderungsströme verbessern zwar das preisgünstige Wohnungsangebot im Ruhrgebiet, allerdings werden die zugrunde liegenden Strukturen kaum verändert. Diese Analyse von Melanie Kloth, NRW.Bank, wurde noch unterstrichen durch die Feststellung, dass die Bestände preisgebundener Wohnungen in den nächsten Jahren deutlich zurückgehen werden. Sie prognostiziert, dass ab 2025 die Schrumpfung in der Alterspyramide wieder durchschlägt und es in Zukunft einen sehr hohen Sanierungsbedarf in der Wohnungswirtschaft geben wird.

„Es ist eine kulturelle Aufgabe, Häuser von gestern für die Stadt von morgen zu errichten.“ betonte Tim Rieniets von StadtbauKultur NRW. Er stellte den Teilnehmern das seit 10 Jahren in den Niederlanden sehr erfolgreich praktizierte Konzept „Klus Huizen“ (Bastelhäuser) vor. Dabei erwerben private Bauherren zu günstigen Konditionen verwahrloste Immobilien und sanieren diese in Eigenleistung. Die Bausubstanz wird erhalten und mit dem Zuzug engagierter Bewohner strahlt diese Umwandlung auf das gesamte Quartier aus. Derzeit verhandelt die StadtBauKultur NRW 2020 mit dem Bauministerium über Finanzierungskonzepte, die es für Kommunen im Ruhrgebiet erleichtert, dieses Modell ebenfalls anzuwenden.

Frischen Wind brachte Svenja Noltemeyer von den Urbanisten in die Problematik, wie man vernachlässigte Quartiere und ungenutzte Gebäude in urbane, kreative Orte transformiert. Mit einem neuartigen Quartiersmanagement, das vom Bürger selbst ausgeht, zeigte sie u.a. anhand des ehemaligen Bergwerks Lohberg, wie wandelbar Standorte mit einer starken Identität im Ruhrgebiet sind. Wichtig sei die authentische Aufwertung durch engagierte Bürger und ein gutes Marketing. Im Ruhrgebiet herrscht eine Art Understatement vor, welches nicht dazu beiträgt, dass gute Ideen entdeckt werden. Sie schlägt einen Vollstandsmelder vor, der – korrespondierend zum Leerstandsmelder – voll genutzte Gebäude kenntlich macht und die Wahrnehmung nach außen für florierende Gebiete verändert.

Die Stadt Essen hat den EU-Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ gewonnen und trägt damit zum positiven Image der Region bei. „Es gab zwar kein Preisgeld, aber einen Pokal und Fördergelder im 6-stelligen Bereich für viele spannende Projekte“, berichtete Simone Raskob von der Stadt Essen. Ein großes Projekt ist der Radschnellweg Ruhr, der mit 175 Mio € unterstützt wird. Die Teilnehmer waren beeindruckt. Wer hätte gedacht, dass Essen mit 54% Flächenanteil an Grün führend im Ruhrgebiet ist.

Alles in allem hat die Tagung gezeigt, dass es viele gute Möglichkeiten für nachhaltige Investments im Ruhrgebiet gibt. Es gibt eben nicht den einen Wohnungsmarkt im Ruhrgebiet, sondern zahlreiche. Das Potenzial wird derjenige entdecken, der sich intensiv mit der Region befasst. Wir sind gespannt, wer den Mut und die Ausdauer hat. Es lohnt sich jedenfalls, das hat die Tagung gezeigt.
     

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Info

Veranstalter

Termin

27.10.2015

Ort

Essen

Gebühren

Gesamte Veranstaltung: €1090.00
zzgl. gesetzl. USt.

Ansprechpartner

Frau Tanja Zinke
+49 (0)211 4690517
zinke@heuer-dialog.de

Partner